maya
Inhalt:
Eine Medizin Studentin Sunita studiert Krankheitsfälle des Gehirns und stößt auf einen Mann, der aufgrund eines Schlages sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Ihr Professor lehnt es ab, ihr den Fall zu übergeben, weil es eine Straftat ist und es eine Polizeiakte gibt. Aber er gibt ihr eine kurzen Einblick. Durch Zufall trifft sie den Mann und stellt sich ihm vor.
Sanjay Singhania ist dieser Mann. Ein Mann, der gerade einen anderen Mann brutal ermordet hat und ihn dann fotografiert hat. Jeden Morgen muss sich Sanjay erneut mit Bildern und Tätowierungen an das Geschehen erinnern, um seine Rache an Ghajini fortzuführen.
Der Polizist Inspektor Fawaz folgt Sanjay und macht ihn in seiner Wohnung dingfest. Er findet ein Tagebuch von 2005 und liest die Geschichte von Sanjay und Klapana.
Kalpana ist Modell und behauptet irgendwann, dass sie mit dem reichen Industriellen Sanjay Singhania liiert ist. Die Neuigkeit wird sofort in den Medien gedruckt und Sanjay Singhania wird neugierig auf die Unbekannte, die behautet, seine Freundin zu sein. Er besucht sie, aber sie erkennt ihn nicht und hält ihn für ein weiteres Modell, dem sie unter die Arme greifen soll. Sanjay ist fasziniert und lässt sie in dem Glauben. Eine romantische Liebesgeschichte beginnt. Sanjay macht Kalpana einen Antrag, den sie auch annimmt. Bevor er ihr die Wahrheit über seine Identität sagen kann, muss er geschäftlich nach London und sie nach Goa.
Regie: A.R. Murugadoss
Drehbuch:A.R. Murugadoss
Release Date: 25 December 2008
Genre:Thriller
Laufzeit: 181 Minuten
Ein Remake des Tamilenfilms Ghajini aus 2005
Darsteller:
Aamir Khan
Asin Thottumkal
Jiah Khan
Pradeep Rawat
Riyaz Khan
Songs:
Aye Bachu....Kalpana träumt
Behka......Aamir dutzendfach. ( Ich will das rosa Auto.)
Guzarish......Lovesong in der Wüste
Kaise Mujhe
Latoo
Review:
Klasse! Der Film vereint auf sinnvolle Weise die Bollywoodtradition „all in one“. Eine ausführliche romantische Liebesgeschichte wird mit einem eiskalten Rachethriller kombiniert. Etwas was man nur in Bollywood findet. Es gibt viele dieser Filme, aber nur wenigen gelingt es, die notwendige Feinabstimmung in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Dies ist bei Ghajini gelungen, auch wenn manche Zuschauer lieber mehr von dem einen und weniger von dem anderen hätte. Das Drehbuch arbeitet mit Rückblenden, in denen die Liebesgeschichte erzählt wird.
Die Leistung von Aamir ist brillant, sowohl im romantischen Teil, als auch als Rächer von Kalpana. Der reiche Geschäftsmann, der sich dem unwiderstehlichen Charm der Lügnerin Kalpana nicht entziehen kann. Aber auch der Mann, der jeden Morgen in dem Spiegel ein leeres Gesicht sieht und sich dann unter Folterquallen an seine Vergangenheit erinnert.
Wobei die Szenen doch etwas leicht überzogen sind, denn der Verlust des Kurzzeitgedächtnisse ist in seine Auswirkungen an das Drehbuch adaptiert. Will heißen, das Krankheitsbild entspricht nicht der Realität. Man verliert nicht urplötzlich nach 15 Minuten alle Erinnerung, sondern sobald ein neuer Gedanke gedacht wird, verblasst der Vorherige.
Schicksal entscheidende Ereignisse werden nicht im Kurzzeitgedächtnis gespeichert, sondern im Langzeitgedächtnis, daher müsste sich Sanjay durchaus an Kalpana erinnern. Aber dies sind Fehler, die der Vereinfachung des Drehbuchs dienen. Die Ungereimtheiten haben mich schon taare zameen par gestört und es wird mich wieder stören.
Klapana ist keine klassische Schönheit, aber sie besitzt einen frischen Charme, der den Zuschauer bald auf ihre Seite zieht. Zu dem ist ihr Charakter liebenswert und kess, also nicht so oberflächlich, wie in vielen anderen Filmen die Frauenrollen. An Aamir Seite ist sie die ideale Wahl zudem sie seinen spröden Charme mit ihrer Lockerheit und Ungezwungenheit noch verstärkt.
Sunita die Studentin alias Jiah Khan hat nicht viel zu tun, also kann sie auch nicht viel falsch machen. Sie hätte Aamir am Ende nicht verlieren dürfen, das war ziemlich dämlich, aber musste wohl sein.
Aamir hat sehr überzeugend seinen Körper an die Rolle angepasst. Mit fast Glatze und Muskeln ohne Ende, wirkt er mehr als glaubwürdig. Als Geschäftsmann mit kurzen Hemd, damit auch niemandem die Muskelberge der Oberarme entgehen, ist es dann doch etwas übertrieben. Und bei den Songs, die übrigens alle innerhalb der Liebesgeschichte laufen, mit nacktem Oberkörper kann Frau schon mal die Luft wegbleiben.
Der Bösewischt entspricht ziemlich gut den Vorstellungen eines niederträchtigen bösartigen Menschenhändlers.
Fazit : Sehenswert!




Bilder sind vom IMB.com unter dem Film Ghajini
Nass wäre er noch besser...