Pyaari
Produzent
Dhillin Mehta
Regisseur
Anthony D'Souza
Starbesetzung
Sanjay Dutt als Sagar
Akshay Kumar als Aarav
Katrina Kaif als Nikki / Gastauftritt
Lara Dutta als Mona
Rahul Dev als Gulshan
Zayed Khan als Sam
Kabir Bedi / Kurzauftritt
Kylie Minogue als sie selbst / Gastauftritt (1 Song)
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Aaj Dil
Bhoola Tujhe
Blue Theme
Chiggy Wiggy
Fiqrana
Rehnuma
Yaar Mila Tha
Story
In 250 ft (76 Meter) Tiefe liegt das Geheimnis von BLUE. Schatzjäger kommen in hellen Scharen, angelockt von den Märchen über einen sagenhaften Schatz. Aber niemand ist jemals aus den tödlichen Tiefen des Pazifischen Ozeans zurückgekehrt; nur eine blutige Spur und noch mehr faszinierende Gerüchte blieben zurück... Für niemanden ist der Schatz erreichbar; er wird Nacht und Tag von tödlichen Haien beschützt.
Aarav, Sagar und Sam - drei Männer mit unterschiedlichen Motiven – treffen zusammen um tief in diese dunklen Tiefen hinabzutauchen - um den Schatz zu jagen.
Für den reichen Aarav bedeutet es den Rausch über noch mehr Geld und mehr Gefahr.
Für den ehrlichen Sagar geht es nur darum, seine Freundin Mona und seinen Bruder Sam zu retten.
Für den Teufelskerl Sam ist es einfach eine Sache auf Leben und Tod - seines eigenen.
Während die Gefühle hochgehen und die Motive sinken, tritt die dunkle Seite der menschlichen Natur offen zu Tage. Und mehrere dutzend Meter unter Wasser kämpfen Aarav, Sagar und Sam, am Anfang mit den Haien und dann mit den Dämonen der Habgier, des Verrats und vor allem, gegen ihr eigenes, sie quälendes Gewissen...
Quelle©bollywoodhungama.com
Review
Eingangs... der Film war mit 115 Minuten zu kurz. Zu kurz, um alle geschürten und in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen und zu kurz um die Geschichten der einzelnen Hauptcharaktere zu beleuchten.
Debütregisseur Anthony D’Souza hat in seinem Erstlingswerk einen großen Schritt in Richtung Hollywood gewagt und ist dabei ein klein wenig ins Straucheln geraten. Der Film lebt hauptsächlich von großartigen Unterwasseraufnahmen, die in perfekter Dokumentationsqualität verfilmt wurden, sowie von gewagten und aufwendigen Stuntszenen, die technisch zwar ausgefeilter, allerdings auch ausufernder waren, als alles, was uns Bollywood bisher in dieser Richtung serviert hat.
Obwohl ich Risikofreude durchaus schätze, ist das Einbringen von fünf Songs in den Film (die zwei Abspannsongs lasse ich hierbei völlig außer acht), die sich zwar nahtlos in die Geschichte einfügten, diese auch voranbrachten und durchaus sehens- und hörenswert waren, fast sträflich. Alles zusammen raubte das dem Film viel zu viel seiner kostbaren, weil auf Hollywoodmaß zusammengestutzten Minuten. Hier wäre „weniger ist mehr“ durchaus das wünschenswerte Motto gewesen.
Stellenweise flache und dürftig gestreute Dialoge waren im Endeffekt das Ergebnis und darunter litt dann auch die superkurze, weil am Telefon stattfindende, Entwirrung der Motive am Ende. Das muss sich Anthony D’Souza auf die eigene Fahne schreiben, da er dafür mit seiner Frau verantwortlich zeichnet.
Dennoch muss man anerkennen, dass es zumindest so etwas wie einen roten Faden und nur einige wenige Logiklöcher gab, die allerdings durch den berühmten Schmetterlingseffekt vergrößert wurden, weil aufklärende Dialoge zugunsten der oben genannten Sachen auf der Strecke blieben. Schade.
Sanjay Dutt als Sagar lieferte mit schlafwandlerischer Sicherheit eine gewohnt solide Leistung ab - nicht mehr und nicht weniger oder schlafwandelte er wirklich... na ja, so genau habe ich das gestern im Kino nicht rausbekommen. Optisch machte er jedenfalls einen gesünderen Eindruck als in der ganzen Zeit vor „Blue“.
Zayed Khan als Sam war eine der Überraschungen in „Blue“. Er hat sich durchaus neben seinen Seniorkollegen behaupten können und eine wirklich überzeugende Darstellung abgeliefert. Trotz „Dus“, „Cash“ und „Mission Istanbul“, die an den Kinokassen floppten, ist Zayed in Actionfilmen sehr gut aufgehoben.
Eine weitere Überraschung war Rahul Dev als Gulshan. Für mich schon immer einer meiner Lieblingsschauspieler, bewies er hier wieder einmal mehr, dass er ein hervorragender Charakterdarsteller ist, der völlig zu unrecht in Bollywood’s zweiter Reihe steht. Schade, dass es hier mal wieder nur zu einer Nebenrolle reichte, aus der er allerdings das Maximum herausholte – sehr zu meiner Freude!
Kabir Bedis Gastauftritt, nun ja, man hätte es lassen können, aber einer musste die Mikro – oder sollte ich sagen - mickrige Rolle ja übernehmen.
Akshay Kumar als Aarav - optisch heiß, heißer, am heißesten - auch mit graumeliertem (angeklebtem) halben französischen Bart und fit wie ein Turnschuh, machte einen verdammt guten Job! Seine Rolle hatte die meiste Substanz, seine Darstellung und Leinwandpräsenz war von den anderen Schauspielern nicht zu toppen.
In „Blue“ hat er durchaus eine seiner besten Rollen in den vergangenen Jahren abgeliefert. Akshay hat mittlerweile ein paar Mimiken und Blicke drauf, die mich nach Luft schnappen ließen und er braucht sich bestimmt nicht zu verstecken, wenn es heißt, runter mit den Klamotten.
Dennoch, gerade sein undurchsichtiger Charakter ließ die meisten Fragen offen – das war definitiv auf das Drehbuch zurückzuführen aber nichtsdestotrotz unbefriedigend.
Entgegen meiner Gepflogenheiten heute mal die Ladys am Schluss… weil… keine der Damen hatte auch nur annähernd genug in „Blue“ zu tun und das ist für mich persönlich mehr als ärgerlich! Wann werden Produzenten und Regisseure endlich lernen, ihren weiblichen Protagonisten mehr zuzutrauen. Ladys tanzen in der Regel nicht nur hübsch um die Bäume…
Lara Dutta als Mona war als heißes Bikini-Girl und Sanjay Dutt’s Freundin so was von unterfordert, das sie mir schon richtig leid tat!
In Anbetracht dessen, dass sie sich extra viel Mühe gegeben hat, sich ihrem Charakter in „Blue“ anzupassen und das nicht nur optisch, war ihre Rolle eigentlich nur wenig mehr als ein ausgedehnter Gastauftritt.
Die Ärmste! Schwimmen und Tiefseetauchen zu lernen und dann mit Sanjay und ein paar Delphinen in eins, zwei Songs rumzutollen und kaum Dialoge zu haben - nenne ich keine Traumrolle…
Überhaupt, da wir gerade bei Sanjay und den Delphinen sind, Laras Chemie mit den Delphinen war besser.
Das was sie zeigen durfte, hat sie hervorragend gemacht und da meine ich nicht nur ihre Bikinifigur. (NEID!)
Katrina Kaif als Nikki in einem etwas erweiterten Gastauftritt hatte nur unbedeutend weniger Text als Lara, sah ungewohnt, aber vergleichbar heiß aus, auch ohne Bikini. Zumindest ihr letzter Satz im Film sorgte bei meinen indischen Mitkinobesuchern für einen der wenigen Heiterkeitsausbrüche.
Kylie Minoque’s Gastauftritt im Song „Chiggy Wiggy“ dürfte mittlerweile jeder gesehen haben. Viel mehr kommt auch nicht von ihr. Sie sah gewohnt süß aus – eben typisch Kylie - und hatte mein vollstes Mitgefühl, als Akshay anfing sie choreografiegerecht herumzuschlenkern und rumzuschleppen. Was sich Farah Khan dabei gedacht hat, würde ich zu gern einmal mit ihr ausdiskutieren…
Bleibt jetzt nur noch mein Fazit!
„Blue“ ist, egal wie viele Sachen ich objektiv auch zu bemängeln hatte, kein langweiliger oder gar unterdurchschnittlicher Film. Nein, das ist er nicht.
Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man ihn unbedingt auf der großen Leinwand sehen, denn alles in allem ist er ein gutgemachter Unterhalter.
Für indische Ansprüche ist er leider nur viel zu kurz geraten und dadurch hat er etwas zu wenig Tiefgang. Aus diesem Grund lässt er den Charakteren und der Geschichte an sich zu wenig Raum zur Entfaltung, doch eigentlich lieben wir das ja an Bollywood…
Aber dafür, dass „Blue“ ein Regiedebüt ist, eine fast perfekte technische Ausführung, absolut sehenswerte Unterwasserszenen und eine alles in allem harmonisierende Besetzung hatte, gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.
P.S. Für alle ISHQ-Leser… Die Szene mit dem Extra Baum (auch Extra-Lemming genannt), die im schwarzen Schlauchkleidchen auf dem Heck des chlicheehaften roten Porsches festgelötet ist und mit Akshay Small Talk betreibt, ist NICHT, ich wiederhole, ist NICHT dem Cutter zum Opfer gefallen, sondern gut zu erkennen.
©2009 Bollywoodsbest by Pyaari
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... Hallo?! Aktionfilm?! Und dann so n Gejammer?!