Cat12
Im Nachwuchsland von Bollywood
Abhilasha Ojha / New Delhi October 25, 2009
Die Stars, die in ihren 40 zigern oder älter sind, spielen Rollen, die ihrem Alter unangemessen sind. Eine neue Generation Schauspieler wartet auf ihre Chance.
In Bollywood, wie uns wieder und wieder erzählt wurde, geht es um Jugend — junge Romanzen, Liebesgeschichten und Kinosäle, die mit Publikum im Teenageralter bis in die Zwanziger randvoll gefüllt sind. Weshalb sind dann alle Hauptdarsteller in den Vierzigern? Für mindestens ein Jahrzehnt haben sie jetzt junge Liebhaber gespielt, jedes Jahr ein bisschen weniger überzeugend. Und sie sehen jetzt, wie Jeetender und Dharmendra, und sogar Amitabh Bachchan vor ihnen, ein klein wenig abgespannt aus, Männer mittleren Alters, die verzweifelt versuchen junge Rollen zustande zu bringen, auch wenn sie mit mehr Fitness und besserer Figur aufwarten können, als es deren Vorgänger in einem ähnlichen Alter waren.
Sanjay Dutt, 51Jahre - er geht auf die 52 zu, trotz der Tattoos und des Bizeps, die er auf exotischen Schauplätzen auf den Bahamas stolz vorzeigt, sieht er in „Blue“ ermüdet aus. Ajay Devgan (40-plus) und Fardeen Khan (40-minus) wirken in “All the Best” total indisponiert. Shah Rukh Khan (44), ungeachtet seiner Ausstrahlung, wirkt heutzutage in den meisten Interviews ausgepowert. Akshay Kumar (ebenfalls in seinen 40zigern) hat noch keine gute Filmserie in diesem Jahr gehabt, und Saif Ali Khan (42) hat seine Aufmerksamkeit mit „Love Aaj Kal“ der Filmproduktion zugewandt.
Das ist so ähnlich wie bei Aamir Khan, einem weiteren Khan in seinen 40zigern, der sich beständig ein neues Image geben will und, im Moment, bis zum Hals in der Nachproduktion für “3 Idiots” steckt, wo er einen, ja, jemanden spielt, der die Zwanzig gerade hinter sich gelassen hat — 20 Jahre, die Zeit, die er in der Industrie gewesen ist! Salman Khan (er hat die Vierzig auch erreicht), trotz einer ergebenen Anhängerschaft und einem Erfolg bei dem kürzlich veröffentlichtem „Wanted“ glaubt er nicht an das “Experimentieren” in Filmen oder daran, sich ein “neues Image zu geben”. Soweit es Abhishek Bachchan oder John Abraham betrifft, sagen wir einfach, die spielen nicht in der selben Liga — stimmt’s?
Also, wo sind die Herausforderer? Wer sind die neuen und jungen männlichen Schauspieler, welche die morgigen Stars sein warden und bereits bahnbrechende Rollen spielen? Neil Nitin Mukesh? Nach einem aussichtsreichen Debüt in Shriram Raghavan’s Blindgänger “Johnny Gaddar”, floppte sein nächster Film “Aa Dekhen Zara”. „New York”, sein nächster mit Yash Raj Films, lief gut genug, umschmeichelte ihn aber anschließend nicht eben mit Angeboten. Seine nächste Ausgabe ist Regisseur Madhur Bhandarkar’s “Jail”, von dem kaum zu erwarten ist, das er ihn in die Spitzenliga aufsteigen lässt.
Imran Khan? Er ist kaputt gegangen. Das Publikum verliebte sich in ihn als freundlichen Jai Singh Rathore in Abbas Tyrewalla’s “Jaane Tu Ya Jaane Na” und die Kritiker bezeichneten ihn als das “nächste große Wunder” der Branche. Aber seine Strategie von der “feinen Kunst des Ausgleiches von durch und durch kommerziellen und preisgünstigen Filmen” scheiterte und wir sind gespannt, ob er seine Auswahl von Filmen bereits bedauert.
Irrfan Khan, Deepak Dobriyal, Vinay Pathak? Sie sind alle treibende Kräfte was das Talent betrifft, sollen aber trotzdem in ausgemachten kommerziellen Projekten die Menschen mitreißen.
Deshalb ist es offensichtlich, das unsere Herausforderer nicht nur diejenigen sind, welche unkonventionelle Entscheidungen bezüglich ihrer Karrieren treffen, sondern ebenfalls diejenigen, die mit ihrer bloßen Brillanz das Glück für ihre Filme am Boxoffice wenden. Die Drehbücher, die sie wählen sind, sind echt verschieden, sie sind bereit, mit einer neuen Art von Regisseuren zu arbeiten, sie sind nicht diejenigen, die vollkommen auf Nummer ‚Sicher’ gehen, und die meisten ihrer Filme haben sich gut auf das goldene Dreieck der Filmökonomie ausgewirkt — Boxoffice, Publikum und Kritiker.
Nehmen wir Abhay Deol. Der “Satyakam” unserer Zeit, Deol, scheint es, hat sich ein Beispiel an Onkel Dharmendra’s Karriere genommen. Dharmendra begann seine Karriere auch mit unkonventionellen Rollen in Filmen wie “Bandini“, „Khamoshi“ und „Satyakam“. Aber Deol ist fassungslos über Vorstellungen, das er “Strategien” für seinen Karriereverlauf hat. “Ich bin im Filmgeschäft, weil ich es liebe,” sagt er, und fügt hinzu, “Ich werde niemals in der Lage sein, ein “Golmaal Returns” zu machen.“
Deol begann mit “Socha Na Tha”, dem Debütfilm von Imtiaz Ali. Er spielte Viren Oberoi, einen jungen Mann, der sich in ein Mädchen verliebt, nachdem er es abgelehnt hat, sie zu heiraten. Deol ließ Film wie “Ahista Ahista”, “Honeymoon Travels”, “Manorama Six Feet Under”, “Ek Chalis Ki Last Local”, “Oye Lucky, Lucky Oye” und “Dev D” folgen, die meisten von ihnen wurden auf renommierten Filmfestivals vorgeführt. Es wäre nicht falsch, Deol als das neue Erscheinungsbild des indischen Filmfestivals zu bezeichnen. Interessanterweise wurde bei den meisten dieser Filme von Debütanten Regie geführt, alle rühmten sich hervorragender Drehbücher, alle fanden die Zustimmung der Kritiker, alle — wurden mit relativ bescheidenen Budgets gemacht — heimsten Gewinne ein, und einige, wie „Oye Lucky...“ und „Dev D“ wurden Hits am Boxoffice. “Meine Absicht ist es auch jetzt, Filme zu machen, die kommerziell sind. Es ist nicht so, das ich versuche Filme auszuwählen, die nicht gut laufen werden,” fügt Deol hinzu.
Er mag einer der talentiertesten Schauspieler seiner Generation sein, aber Deol hat es nicht leicht gehabt. “Es reizt mich so über meinen Weg in der Branche zu schreiben... über den Versuch, im Angesicht einer Industrie seine Individualität zu behalten, die aus einem nur das Image eines ‚Helden’ formen will. Über den Versuch Filme zu machen, bei denen jeder sagt ‘funktioniert nicht’,” legt er dar. Er weiß schon, das genau die Individualität seine Stärke ist. “Es gibt diejenigen, die sagen, ich habe es leicht, weil ich der einzige bin, der die Art Filme macht, wie ich sie mache. Ich hätte es gern, das sie es versuchen und das machen, was ich getan habe. Wenn ich heute die Früchte meiner Arbeit ernte, dann nur deshalb, weil ich das Schlimmste durchgemacht habe,” betont er.
Wie bei Deol, und trotz gigantischer Werbung und Reklame, stürzte Ranbir Kapoor’s Debütfilm „Saawariya“ innerhalb von Tagen nach seiner Veröffentlichung. In dem Film spielte Kapoor Ranbir Raj, hoffnungslos in Sakina (Sonam Kapoor) verliebt, auch wenn sie sich nach ihrem Geliebten sehnt, der aus einer anderen Stadt zurückkehrt. In Anbetracht des Kapoor Stammbaumes und einer Abstammungslinie, die sich bis zu seinem Großvater Prithviraj Kapoor erstreckt, war Ranbir Kapoor gewissenhaft darauf bedacht, Drehbücher auszuwählen, die zu seiner Persönlichkeit passen. Anders als Imran Khan, der schnell dabei war, das Image des netten Jungen von nebenan abzulegen, nutze es Ranbir zu seinem Vorteil und spielte seine Karten klug aus. Er war der ‘relaxte Typ’ in Bachna Ae Haseeno, seinem zweiten Film, welcher am Boxoffice gute Werte erzielte.
Im Moment sonnt sich Kapoor im Erfolg von “Wake Up Sid”, einem Film von’ Dharma Productions’, in dem er den faulen Siddharth Mehra spielt, der es vorzieht, mit Daddys Millionen, die für seine täglichen Ausgaben zur Verfügung stehen, das Leben in einem entspannten Tempo zu leben.
Aus rein kommerzieller Sicht wäre es nicht falsch hinzuzufügen, das Kapoor einen Vorsprung vor Deol hat. Obwohl seine Filme den ‚Kultstatus’ noch nicht erreicht haben mögen, wie die von Deol in der langen Zeit, haben Kapoor’s Filme den sofortigen Magneteffekt, der das Publikum in die Kinosäle zieht.
Was Kapoor auch hat, sind Werbeverträge. Er bekommt Rs 1.25 Crore als Markenbotschafter für Pepsi und den Bereich Viera Heimunterhaltungssysteme von Panasonic. Atul Kasbekar, Eigner von ‘Bling Entertainment Solutions’, der seine Werbeverträge abwickelt, sagt, “Ranbir ist einer der wichtigsten Fackelläufer der Nächsten Generation von Bollywood.” Laut Harish Bijoor, Markenspezialist und Geschäftsführer von ‘Harish Bijoor Consults’ ist “Ranbir ein neues Gesicht, seine Filme laufen gut und die Jugend hat eine sofortige Verbindung zu ihm.”
Vergleichsweise gesprochen, wenn es eine Abkopplung Deol gegenüber gibt — dessen nächster Film, Dev Benegal’s “Road”, bereits schwärmerische Resonanzen bei weltweiten Filmfestivals erhält — dann ist das so, weil, wie er eingesteht, er ein schlechter Geschäftsmann ist, einer der sich sogar äußerst unwohl dabei fühlt, seine eigenen Filme zu promoten.
Seine eigenen Filme zu promoten ist etwas, was Farhan Akhtar tun musste. Er begann als Regisseur mit “Dil Chahta Hai”, und seitdem ist seine Auswahl beim Regieführen und Produzieren von Filmen immer verschieden. Wenn „Dil Chahta Hai” ein lebhaftes Märchen über Freundschaft und Zusammenhalt zwischen drei jungen Typen (aber nicht jungen Schauspielern) war, zeigte “Lakshya“ (obwohl er ein Blindgänger am Boxoffice war) einen ziellosen Youngster, der sich auf dem Schlachtfeld von Kargil in einen indischen Armeeoffizier verwandelte. Mit „Don 2: The Chase Continues” fügt Akhtar zum originalen “Don” eine faszinierende Wendung hinzu.
Kein Wunder, das sein Debüt als Schauspieler eifrig erwartet wurde. In „Rock On!” geht es um vier Freunde in einer Musikband und Akhtar porträtiert die komplexe Rolle eines leidenschaftlichen Musikers, der in ein gesellschaftliches Leben gezwungen wird. Der Film klickte und kurz danach machte Akhtar sein Debüt als Moderator einer Talkshow im Fernsehen. Das bescherte ihm Sichtbarkeit und sein nächster Film „Luck By Chance”, stellte sicher, das ihn sowohl die Kritiker als auch das Publikum ernst nahmen.
Akhtar produziert immer noch, durch Excel Entertainment, und seine nächsten Filme schließen „Kartik against Kartik“ mit Deepika Padukone ein, sowie Sudhir Mishra’s politische Satire „Dhruv“ mit Chitrangada Singh — beides unkonventionelle Drehbücher. Wenn es etwas gibt, was in ihm vorgeht, sagt Akhtar, dann ist es sein Bauchgefühl.
Das ist etwas, womit sich auch Shahid Kapur identifizieren kann. Kein Held im Promoten seiner eigenen Filme — er sagt, er würde es vorziehen, ‚seine Arbeit für sich sprechen zu lassen’ — ist Kapur nicht länger ein Anfänger in der Branche. Er hat sogar den Mut gehabt, sich ein neues Image zu geben. Vishal Bharadwaj, der Kapur in dem Film leitete, der jetzt einer der größten Hits des Jahres ist, “Kaminey”, sagt, “Als ich ihn in “Jab We Met” sah, war ich von seiner Darstellung verblüfft. Er war in dem Film unterbewertet, aber ich wusste da, das ich ihn für „Kaminey“ verpflichten wollte.” Bharadwaj könnte Recht haben. Beobachtet man Kapur genau in irgendeinem seiner Filme (sogar in seinem aktuellsten “Dil Bole Hadippa“) und man wird erkennen, das Kapur die sagenhafte Qualität hat, in einer Einstellung dezent zu agieren, wenn es erforderlich ist.
Aber was er in „Kaminey“ auch getan hat (abgesehen davon, zu “lernen wie man monatelang stottert, ohne die Behinderung auf einen Witz zu reduzieren”), er pickte sich ein Drehbuch heraus, welches die Geschichte von Zwillingen enthielt, deren Leben von Fehlschlägen befleckt war. Wenn Kapur, als Einfaltspinsel Guddu, dauernd von Schlägern verprügelt wurde, verlor sein Zwillingsbruder Charlie, trotz das er ein Schurke war, alles — Freund und Geld, alles in einer Nacht. Kapur hat, mit ”Kaminey” und “Dil Bole Hadippa” — ungeachtet der Tatsache, das der letztere ein Flop war — es geschafft, seine Position in der Branche zu festigen. “”Kaminey” war eine Herausforderung und auch ein großes Risiko, aber ich musste einfach ja dazu sagen.”
Sein nächster Film wird mit seinem Vater Pankaj Kapur sein, einer der talentiertesten Schauspieler der Industrie. Der Sohn macht außerdem „Patshala” neben Ayesha Takia, und „Chance Pe Dance“ eine fröhliche Liebesgeschichte mit Genelia D’Souza.
Ranbir Kapoor möchte es nicht “als selbstverständlich ansehen, das er angekommen ist”, Deol ist glücklich, die Arbeit machen zu können, die er liebt, Akhtar findet, das “wir gute Filme brauchen, um bekannt zu werden”, und Kapur stimmt zu, das es die richtige Zeit ist, in einer Branche zu sein, in der auch “andere” Filme Kassenschlager sein können. Etwas, auf das man sich in Bollywood’s Traumwelt regelrecht freuen kann, so lange sie aufhören, Männer mittleren Alters als Collegboys auszugeben!
Quelle: ©business-standard.com
Freie Übersetzung ©2009 Bollywoodsbest by Cat12
Abhilasha Ojha / New Delhi October 25, 2009
Die Stars, die in ihren 40 zigern oder älter sind, spielen Rollen, die ihrem Alter unangemessen sind. Eine neue Generation Schauspieler wartet auf ihre Chance.
In Bollywood, wie uns wieder und wieder erzählt wurde, geht es um Jugend — junge Romanzen, Liebesgeschichten und Kinosäle, die mit Publikum im Teenageralter bis in die Zwanziger randvoll gefüllt sind. Weshalb sind dann alle Hauptdarsteller in den Vierzigern? Für mindestens ein Jahrzehnt haben sie jetzt junge Liebhaber gespielt, jedes Jahr ein bisschen weniger überzeugend. Und sie sehen jetzt, wie Jeetender und Dharmendra, und sogar Amitabh Bachchan vor ihnen, ein klein wenig abgespannt aus, Männer mittleren Alters, die verzweifelt versuchen junge Rollen zustande zu bringen, auch wenn sie mit mehr Fitness und besserer Figur aufwarten können, als es deren Vorgänger in einem ähnlichen Alter waren.
Sanjay Dutt, 51Jahre - er geht auf die 52 zu, trotz der Tattoos und des Bizeps, die er auf exotischen Schauplätzen auf den Bahamas stolz vorzeigt, sieht er in „Blue“ ermüdet aus. Ajay Devgan (40-plus) und Fardeen Khan (40-minus) wirken in “All the Best” total indisponiert. Shah Rukh Khan (44), ungeachtet seiner Ausstrahlung, wirkt heutzutage in den meisten Interviews ausgepowert. Akshay Kumar (ebenfalls in seinen 40zigern) hat noch keine gute Filmserie in diesem Jahr gehabt, und Saif Ali Khan (42) hat seine Aufmerksamkeit mit „Love Aaj Kal“ der Filmproduktion zugewandt.
Das ist so ähnlich wie bei Aamir Khan, einem weiteren Khan in seinen 40zigern, der sich beständig ein neues Image geben will und, im Moment, bis zum Hals in der Nachproduktion für “3 Idiots” steckt, wo er einen, ja, jemanden spielt, der die Zwanzig gerade hinter sich gelassen hat — 20 Jahre, die Zeit, die er in der Industrie gewesen ist! Salman Khan (er hat die Vierzig auch erreicht), trotz einer ergebenen Anhängerschaft und einem Erfolg bei dem kürzlich veröffentlichtem „Wanted“ glaubt er nicht an das “Experimentieren” in Filmen oder daran, sich ein “neues Image zu geben”. Soweit es Abhishek Bachchan oder John Abraham betrifft, sagen wir einfach, die spielen nicht in der selben Liga — stimmt’s?
Also, wo sind die Herausforderer? Wer sind die neuen und jungen männlichen Schauspieler, welche die morgigen Stars sein warden und bereits bahnbrechende Rollen spielen? Neil Nitin Mukesh? Nach einem aussichtsreichen Debüt in Shriram Raghavan’s Blindgänger “Johnny Gaddar”, floppte sein nächster Film “Aa Dekhen Zara”. „New York”, sein nächster mit Yash Raj Films, lief gut genug, umschmeichelte ihn aber anschließend nicht eben mit Angeboten. Seine nächste Ausgabe ist Regisseur Madhur Bhandarkar’s “Jail”, von dem kaum zu erwarten ist, das er ihn in die Spitzenliga aufsteigen lässt.
Imran Khan? Er ist kaputt gegangen. Das Publikum verliebte sich in ihn als freundlichen Jai Singh Rathore in Abbas Tyrewalla’s “Jaane Tu Ya Jaane Na” und die Kritiker bezeichneten ihn als das “nächste große Wunder” der Branche. Aber seine Strategie von der “feinen Kunst des Ausgleiches von durch und durch kommerziellen und preisgünstigen Filmen” scheiterte und wir sind gespannt, ob er seine Auswahl von Filmen bereits bedauert.
Irrfan Khan, Deepak Dobriyal, Vinay Pathak? Sie sind alle treibende Kräfte was das Talent betrifft, sollen aber trotzdem in ausgemachten kommerziellen Projekten die Menschen mitreißen.
Deshalb ist es offensichtlich, das unsere Herausforderer nicht nur diejenigen sind, welche unkonventionelle Entscheidungen bezüglich ihrer Karrieren treffen, sondern ebenfalls diejenigen, die mit ihrer bloßen Brillanz das Glück für ihre Filme am Boxoffice wenden. Die Drehbücher, die sie wählen sind, sind echt verschieden, sie sind bereit, mit einer neuen Art von Regisseuren zu arbeiten, sie sind nicht diejenigen, die vollkommen auf Nummer ‚Sicher’ gehen, und die meisten ihrer Filme haben sich gut auf das goldene Dreieck der Filmökonomie ausgewirkt — Boxoffice, Publikum und Kritiker.
Nehmen wir Abhay Deol. Der “Satyakam” unserer Zeit, Deol, scheint es, hat sich ein Beispiel an Onkel Dharmendra’s Karriere genommen. Dharmendra begann seine Karriere auch mit unkonventionellen Rollen in Filmen wie “Bandini“, „Khamoshi“ und „Satyakam“. Aber Deol ist fassungslos über Vorstellungen, das er “Strategien” für seinen Karriereverlauf hat. “Ich bin im Filmgeschäft, weil ich es liebe,” sagt er, und fügt hinzu, “Ich werde niemals in der Lage sein, ein “Golmaal Returns” zu machen.“
Deol begann mit “Socha Na Tha”, dem Debütfilm von Imtiaz Ali. Er spielte Viren Oberoi, einen jungen Mann, der sich in ein Mädchen verliebt, nachdem er es abgelehnt hat, sie zu heiraten. Deol ließ Film wie “Ahista Ahista”, “Honeymoon Travels”, “Manorama Six Feet Under”, “Ek Chalis Ki Last Local”, “Oye Lucky, Lucky Oye” und “Dev D” folgen, die meisten von ihnen wurden auf renommierten Filmfestivals vorgeführt. Es wäre nicht falsch, Deol als das neue Erscheinungsbild des indischen Filmfestivals zu bezeichnen. Interessanterweise wurde bei den meisten dieser Filme von Debütanten Regie geführt, alle rühmten sich hervorragender Drehbücher, alle fanden die Zustimmung der Kritiker, alle — wurden mit relativ bescheidenen Budgets gemacht — heimsten Gewinne ein, und einige, wie „Oye Lucky...“ und „Dev D“ wurden Hits am Boxoffice. “Meine Absicht ist es auch jetzt, Filme zu machen, die kommerziell sind. Es ist nicht so, das ich versuche Filme auszuwählen, die nicht gut laufen werden,” fügt Deol hinzu.
Er mag einer der talentiertesten Schauspieler seiner Generation sein, aber Deol hat es nicht leicht gehabt. “Es reizt mich so über meinen Weg in der Branche zu schreiben... über den Versuch, im Angesicht einer Industrie seine Individualität zu behalten, die aus einem nur das Image eines ‚Helden’ formen will. Über den Versuch Filme zu machen, bei denen jeder sagt ‘funktioniert nicht’,” legt er dar. Er weiß schon, das genau die Individualität seine Stärke ist. “Es gibt diejenigen, die sagen, ich habe es leicht, weil ich der einzige bin, der die Art Filme macht, wie ich sie mache. Ich hätte es gern, das sie es versuchen und das machen, was ich getan habe. Wenn ich heute die Früchte meiner Arbeit ernte, dann nur deshalb, weil ich das Schlimmste durchgemacht habe,” betont er.
Wie bei Deol, und trotz gigantischer Werbung und Reklame, stürzte Ranbir Kapoor’s Debütfilm „Saawariya“ innerhalb von Tagen nach seiner Veröffentlichung. In dem Film spielte Kapoor Ranbir Raj, hoffnungslos in Sakina (Sonam Kapoor) verliebt, auch wenn sie sich nach ihrem Geliebten sehnt, der aus einer anderen Stadt zurückkehrt. In Anbetracht des Kapoor Stammbaumes und einer Abstammungslinie, die sich bis zu seinem Großvater Prithviraj Kapoor erstreckt, war Ranbir Kapoor gewissenhaft darauf bedacht, Drehbücher auszuwählen, die zu seiner Persönlichkeit passen. Anders als Imran Khan, der schnell dabei war, das Image des netten Jungen von nebenan abzulegen, nutze es Ranbir zu seinem Vorteil und spielte seine Karten klug aus. Er war der ‘relaxte Typ’ in Bachna Ae Haseeno, seinem zweiten Film, welcher am Boxoffice gute Werte erzielte.
Im Moment sonnt sich Kapoor im Erfolg von “Wake Up Sid”, einem Film von’ Dharma Productions’, in dem er den faulen Siddharth Mehra spielt, der es vorzieht, mit Daddys Millionen, die für seine täglichen Ausgaben zur Verfügung stehen, das Leben in einem entspannten Tempo zu leben.
Aus rein kommerzieller Sicht wäre es nicht falsch hinzuzufügen, das Kapoor einen Vorsprung vor Deol hat. Obwohl seine Filme den ‚Kultstatus’ noch nicht erreicht haben mögen, wie die von Deol in der langen Zeit, haben Kapoor’s Filme den sofortigen Magneteffekt, der das Publikum in die Kinosäle zieht.
Was Kapoor auch hat, sind Werbeverträge. Er bekommt Rs 1.25 Crore als Markenbotschafter für Pepsi und den Bereich Viera Heimunterhaltungssysteme von Panasonic. Atul Kasbekar, Eigner von ‘Bling Entertainment Solutions’, der seine Werbeverträge abwickelt, sagt, “Ranbir ist einer der wichtigsten Fackelläufer der Nächsten Generation von Bollywood.” Laut Harish Bijoor, Markenspezialist und Geschäftsführer von ‘Harish Bijoor Consults’ ist “Ranbir ein neues Gesicht, seine Filme laufen gut und die Jugend hat eine sofortige Verbindung zu ihm.”
Vergleichsweise gesprochen, wenn es eine Abkopplung Deol gegenüber gibt — dessen nächster Film, Dev Benegal’s “Road”, bereits schwärmerische Resonanzen bei weltweiten Filmfestivals erhält — dann ist das so, weil, wie er eingesteht, er ein schlechter Geschäftsmann ist, einer der sich sogar äußerst unwohl dabei fühlt, seine eigenen Filme zu promoten.
Seine eigenen Filme zu promoten ist etwas, was Farhan Akhtar tun musste. Er begann als Regisseur mit “Dil Chahta Hai”, und seitdem ist seine Auswahl beim Regieführen und Produzieren von Filmen immer verschieden. Wenn „Dil Chahta Hai” ein lebhaftes Märchen über Freundschaft und Zusammenhalt zwischen drei jungen Typen (aber nicht jungen Schauspielern) war, zeigte “Lakshya“ (obwohl er ein Blindgänger am Boxoffice war) einen ziellosen Youngster, der sich auf dem Schlachtfeld von Kargil in einen indischen Armeeoffizier verwandelte. Mit „Don 2: The Chase Continues” fügt Akhtar zum originalen “Don” eine faszinierende Wendung hinzu.
Kein Wunder, das sein Debüt als Schauspieler eifrig erwartet wurde. In „Rock On!” geht es um vier Freunde in einer Musikband und Akhtar porträtiert die komplexe Rolle eines leidenschaftlichen Musikers, der in ein gesellschaftliches Leben gezwungen wird. Der Film klickte und kurz danach machte Akhtar sein Debüt als Moderator einer Talkshow im Fernsehen. Das bescherte ihm Sichtbarkeit und sein nächster Film „Luck By Chance”, stellte sicher, das ihn sowohl die Kritiker als auch das Publikum ernst nahmen.
Akhtar produziert immer noch, durch Excel Entertainment, und seine nächsten Filme schließen „Kartik against Kartik“ mit Deepika Padukone ein, sowie Sudhir Mishra’s politische Satire „Dhruv“ mit Chitrangada Singh — beides unkonventionelle Drehbücher. Wenn es etwas gibt, was in ihm vorgeht, sagt Akhtar, dann ist es sein Bauchgefühl.
Das ist etwas, womit sich auch Shahid Kapur identifizieren kann. Kein Held im Promoten seiner eigenen Filme — er sagt, er würde es vorziehen, ‚seine Arbeit für sich sprechen zu lassen’ — ist Kapur nicht länger ein Anfänger in der Branche. Er hat sogar den Mut gehabt, sich ein neues Image zu geben. Vishal Bharadwaj, der Kapur in dem Film leitete, der jetzt einer der größten Hits des Jahres ist, “Kaminey”, sagt, “Als ich ihn in “Jab We Met” sah, war ich von seiner Darstellung verblüfft. Er war in dem Film unterbewertet, aber ich wusste da, das ich ihn für „Kaminey“ verpflichten wollte.” Bharadwaj könnte Recht haben. Beobachtet man Kapur genau in irgendeinem seiner Filme (sogar in seinem aktuellsten “Dil Bole Hadippa“) und man wird erkennen, das Kapur die sagenhafte Qualität hat, in einer Einstellung dezent zu agieren, wenn es erforderlich ist.
Aber was er in „Kaminey“ auch getan hat (abgesehen davon, zu “lernen wie man monatelang stottert, ohne die Behinderung auf einen Witz zu reduzieren”), er pickte sich ein Drehbuch heraus, welches die Geschichte von Zwillingen enthielt, deren Leben von Fehlschlägen befleckt war. Wenn Kapur, als Einfaltspinsel Guddu, dauernd von Schlägern verprügelt wurde, verlor sein Zwillingsbruder Charlie, trotz das er ein Schurke war, alles — Freund und Geld, alles in einer Nacht. Kapur hat, mit ”Kaminey” und “Dil Bole Hadippa” — ungeachtet der Tatsache, das der letztere ein Flop war — es geschafft, seine Position in der Branche zu festigen. “”Kaminey” war eine Herausforderung und auch ein großes Risiko, aber ich musste einfach ja dazu sagen.”
Sein nächster Film wird mit seinem Vater Pankaj Kapur sein, einer der talentiertesten Schauspieler der Industrie. Der Sohn macht außerdem „Patshala” neben Ayesha Takia, und „Chance Pe Dance“ eine fröhliche Liebesgeschichte mit Genelia D’Souza.
Ranbir Kapoor möchte es nicht “als selbstverständlich ansehen, das er angekommen ist”, Deol ist glücklich, die Arbeit machen zu können, die er liebt, Akhtar findet, das “wir gute Filme brauchen, um bekannt zu werden”, und Kapur stimmt zu, das es die richtige Zeit ist, in einer Branche zu sein, in der auch “andere” Filme Kassenschlager sein können. Etwas, auf das man sich in Bollywood’s Traumwelt regelrecht freuen kann, so lange sie aufhören, Männer mittleren Alters als Collegboys auszugeben!
Quelle: ©business-standard.com
Freie Übersetzung ©2009 Bollywoodsbest by Cat12
Die Vervielfältigung und Weiterverbreitung aller Texte, als Ganzes oder in Teilen, oder der Fotos vom persönlichen Fotoserver bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors.