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Die Kultur der Angst
Imran Khan , November 23, 2009

Ich bin mir ziemlich sicher, das ihr alle die Nachrichten verfolgt. Zumindest ausreichend, um euch des Geschehens der letzten Woche bewusst zu sein; dieser Typ, genannt Loin (Ich denke nicht, das es sein richtiger Name ist, aber die ganze Stadt kennt ihn unter diesem Namen) kümmert sich nicht um Sachin Tendulkar’s Aussage darüber “an erster Stelle ein Inder zu sein”, und er sagte in seiner eigenen Kolumne (die in einer völlig anderen Zeitung veröffentlicht wurde) das er von dieser Art toleranten Denkens beleidigt sei.
Lassen wir mal die Tatsache beiseite, das ich nicht verstehen kann, wie jemand von irgendetwas beleidigt sein kann, was Sachin sagen könnte. Abgesehen davon, das er ein echt netter Kerl ist (Ich hatte das Vergnügen ihn ein paar Mal zu treffen), es gibt höchstens eine Handvoll Leute, die soviel wie er getan haben, um unser Land stolz zu machen. Ich denke nicht, das mir jemand widersprechen wird, wenn ich mich auf ihn als einen indischen Helden beziehe.
Aber wir sind eine unvoreingenommene Gesellschaft. Wir leben in einer Demokratie, wo die Menschen einen Anspruch auf ihre Meinung haben. Die Menschen stimmen mit Sachin überein und sie riefen ihre Zustimmung von den Dächern. Die Medien, versteht sich, begannen über das Thema zu berichten. Die Zeitungen, die TV - Sender, die Radio – Sender ... sie alle sprachen darüber, was passiert. Das erzürnte Loin’s Schläger so sehr, das eine Woche später spontan hervorbrachen und ohne eine Art Plan oder Vorausdenken gleichzeitig in die Büros von Nachrichtendsendern in Bombay und Pune stürzten und auf die Männer und Frauen, die dort arbeiteten, einzuschlagen.
Die in den Büros arbeitenden Männer und Frauen wurden von Kriminellen verprügelt und ihnen wurde gesagt, das Kritik an ihrer Partei nicht toleriert würde. Ihre Kleidung wurde ihnen weggerissen und sie wurden mit Hockeyschlägern verprügelt. Das von einer Organisation, die für sich selbst mit der Aufrechterhaltung der indischen Werte wirbt. Offensichtlich habe ich hier etwas verpasst; meinem Verständnis nach beinhalten indische Werte Respekt und Höflichkeit, besonders gegenüber Frauen. Aber hey, wir leben in einer Demokratie. Die Menschen haben einen Anspruch auf ihre Meinung und wenn es ihre Meinung ist, das unschuldige Männer verprügelt und gedemütigt werden und Frauen belästigt werden sollten, dann ist das ihr Recht, nicht wahr? Genau so lange, wie niemand dagegen seine Stimme erhebt. Das wäre schlecht. Das wäre antinationalistisch.
Was ich mich jetzt frage, ist Folgendes: wann bekommen wir einen Vorgeschmack der großartigen Demokratie? Wenn Terroristen (nein, ich denke nicht, das es ein zu gewaltiges Wort ist) erlaubt wird frei herumzustreifen, Unruhe zu stiften und im Namen ihrer Redefreiheit unschuldige Menschen zu verletzen, wann wird sich der Rest von uns so sicher fühlen, wie sie es tun? Ich garantiere, nicht einer dieser Kriminellen ist auch nur das kleinste bisschen besorgt über seine Zukunft. Sie sind, ganz wörtlich, furchtlos. Sie sind unerreichbar. Der Rest von uns, es tut mir leid, das zu sagen, muss weiterhin in Angst davor leben, was sie als Nächstes tun werden. Weil es todsicher in absehbarere Zeit kein Ende findet.
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Die Magie
Imran Khan , December 7, 2009

Ich habe in dieser Woche eine weitere Mail bekommen, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Letzte Woche habe ich erwähnt, das ich einer ziemlich präzisen Diät folge, weil ich meinen Körper in Form bringen muss. Vikram, der ein angehender Schauspieler ist, fragte mich, wie wichtig es ist, eine gute Figur zu haben, um ein Schauspieler zu sein. Wir alle machen uns heutzutage mehr und mehr bewusst, wie wir aussehen. Manche von uns bis zur Besessenheit, was offensichtlich nicht gut ist.
Lasst uns die ganze Sache mal ehrlich und praktisch betrachten. Alle da? Dann geht’s los. Ich denke nicht, das Muskelberge eine Voraussetzung sind, um Schauspieler zu werden; sie garantieren bestimmt keine Chance, ganz zu schweigen von Erfolg. Aber wenn wir ehrlich sind mögen wir unsere Helden und Heldinnen, wenn sie gut aussehen. Das schließt vernünftiges Essen, sich fit halten und hauptsächlich eine gute Kondition ein. Wenn man gesund ist, sieht man besser aus. So einfach ist das.
Das bedeutet jedoch nicht, das man perfekt aussehen muss. Das heißt nur, das man so gut aussehen sollte, wie man kann. Ohne in Details zu gehen, es gibt viele Hauptdarsteller, die nicht im herkömmlichen Sinne gut aussehen. Sie haben komische Nasen oder eine dunkle Haut oder haben buschige Augenbrauen (ich)... alles Sachen, von denen wir glauben, das sie unattraktiv sind und doch sind sie große Stars geworden. Wieso?
Weil sie diesen anderen Bestandteil haben, der einen Star ausmacht. Niemand weiß, was es genau ist... wir nennen es ‘Starqualitäten’ oder den ‘X-Faktor’. Es hat nichts damit zu tun, wie man aussieht, wie man spricht oder wie man sich anzieht. Man kann es nicht trainieren oder entwickeln. Es ist einfach ... da. Oder nicht. Wenn er es hat, dann wirkt ein Schauspieler auf euch. Er gefällt euch und ihr denkt, seine schwermütigen Augen sind süß, oder seine schiefe Nase ergänzt seinen Charakter. Ihr bemerkt nicht, das eine Schauspielerin etwas Übergewicht hat, weil da etwas in ihren Augen ist, das euch gepackt hat. Es gibt keine andere Möglichkeit für mich, euch das zu sagen; es ist Magie. Einige Leute haben sie und andere nicht.
Deshalb gibt es so viele unglaublich gut aussehende Schauspieler und Schauspielerinnen mit perfekten Körpern, die es nie schaffen und so viele Topstars, von denen ihr nie gedacht hättet, das sie überhaupt zum Vorsprechen durften. Also, Vikram, ich glaube; um ein erfolgreicher Schauspieler zu sein, musst du zuerst dieses ‘Etwas’ haben, von dem niemand je in der Lage sein wird, es zu verstehen oder zu erklären. Und du musst dich anstrengen, um dich aufzubauen, um so gut auszusehen uns so fit zu sein, wie du nur kannst. Weil wir es mögen, wenn unsere Helden und Heldinnen gut aussehen. Aber letztendlich, wenn sie diese Magie nicht haben, wird ihnen der flachste Bauch und der größte Bizeps auch nicht helfen.
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Etwas übel nehmen
Imran Khan , December 14, 2009

Ich kann die Nachrichten nicht glauben. Natürlich weiß ich das allerlei komisches und seltsames Zeuge in der Welt vorgeht, aber ab und zu passiert etwas wirklich, wirklich Außergewöhnliches. Etwas, bei dem man zweimal blinzelt, sich dann vorsichtig umsieht, um sicher zu gehen, das sich niemand einen Scherz mit ihm erlaubt. Und das war einer dieser Momente: Ein Herr hat eine Beschwerde gegen eine Scotch Whisky Marke eingereicht, die ‚Teacher’s’ heißt, weil das eine Beleidigung für Lehrer ist.
Man würde erwarten wollen, das eine Gruppe Lehrer den Apostroph entdeckt, der kennzeichnet, das die Marke den Namen von einer Person verwendet hat, die Teacher heißt (William Teacher, für jene von euch, die es interessiert... hey, wenn ihr das von mir gelernt habt, macht mich das doch auch zu einem Lehrer?), aber vielleicht haben sie in dieser Klasse gefehlt.
Ob er seine Ware damals probiert hat, werden wir niemals erfahren; aber so oder so denke ich immer noch, das der alte William damals 1830 Recht hatte, als er sich dafür entschied, seiner Firma seinen Namen zu geben. Wie hätte er wohl wissen sollen, das fast 180 Jahre später eine Gruppe Lehrer, die sich der Bedeutung eines Apostrophs nicht bewusst ist (das ärgert mich immer noch), sich von dieser Entscheidung gekränkt und verärgert fühlen würde?
Nun sind uns aus der Filmbranche Empörungen und verletzte Gefühle nicht fremd. Es gibt immer jemanden, der ein paar Tage vor Veröffentlichung eines großen Films ( das Timing ist einwandfrei) wegen etwas beleidigt ist und es müssen Entschuldigungen, kostenlose Aufführungen für die Freunde und die Familie, sowie in den Film eingefügte Gegenerklärungen gemacht werden. Und danach verschwinden die Probleme irgendwie. Wenn ich ein Zyniker wäre, würde ich behaupten, das all diese Leute nach ein bisschen Publicity suchen. Es ist gut, das ich so idealistisch bin.
Sag mir doch jemand, was da los ist? Suchen die Leute nur nach einem Weg eine Weile im Fernsehen zu sehen zu sein? Oder sind wir tatsächlich so egozentrisch geworden, das wir etwas total harmloses als persönlichen Angriff interpretieren? Was kommt als Nächstes? Ich hatte geplant, humorvolle und komische Dinge aufzulisten, welche die Menschen in der Zukunft übel nehmen könnten, aber die Wahrheit ist. Ich kann an nichts humorvolleres und weniger komisches denken, als das, was bereits passiert ist. Lehrer wütend wegen des Namens einer Whiskymarke? Friseure verärgert wegen des Namens eines Films? Wo bin ich hier? Man müsste sich ungelogen ziemlich bemühen, um positivere und optimistischere Menschen zu finden, aber es gibt Tage an denen ich verzweifle. Weckt mich, wenn dieser vorbei ist.
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Zufriedenheit bei der Arbeit
Imran Khan , December 21, 2009

Ich betrachte mich als einen sehr glücklichen Menschen. Weil ich meine Arbeit liebe. Es ist ein absolut brutaler Beruf und abgesehen von klaren Vergünstigungen wie Geld und Berühmtheit, sieht man es als selbstverständlich an, das man so gut wie täglich verleumdet, verspottet und beleidigt wird. Ich nehme das durchaus locker, weil ich es ehrlichen Herzens liebe, auf einem Filmset zu sein. Wir arbeiten lange, drehen oft die Nacht durch, bei Hitze und Kälte, bei Regen, bei Schnee, bei Sandstürmen (ja, ehrlich) und Gott weiß , was noch; aber für jemanden, der das ernsthaft mag, gibt es kein besseres Leben. Ich könnte mir nie vorstellen, etwas anderes zu machen. Es ist wichtig, denke ich, das man durch seine Arbeit zufriedengestellt ist. Was es auch immer für ein gewählter Bereich ist, was immer ihr macht, um eure Rechnungen zu bezahlen, ich denke, damit ein Mensch wirklich richtig glücklich sein kann, muss er seine Arbeit lieben. Und ich rede nicht nur über den guten Verdienst, ich rede über die wirkliche Zufriedenheit bei der Arbeit. Die Fähigkeit, am Ende des Tages mit dem Gefühl nach Hause zu gehen, etwas vollbracht zu haben. Sich stolz zu fühlen. Das ist die Art Gefühl, die man nur erreicht, wenn man etwas tut, was man liebt und mit Menschen, mit denen man gern zusammenarbeitet.
Die meisten meiner engen Freunde arbeiten nicht in der Filmindustrie. Das gefällt mir so, weil es mir eine Perspektive für den Rest der Welt gibt. Ein Freund arbeitet als Händler für Bedarfsartikel und erzählte einen Abend lang über die Preise, zu denen Pfeffer gehandelt wird. Das war das langweiligste, was ich mir vorstellen konnte, aber für ihn war es spannendes Zeug. Klar, das ist ein Kerl, der Spaß an seiner Arbeit hat. Wenn ich die Leute in meiner Nähe betrachte, beginnt es deutlicher zu werden; Arbeit ist wichtig. Wenn man nicht arbeitet, neigt man dazu, sich unerfüllt zu fühlen. Und während die meisten Jobs unsere Bedürfnisse abdecken können, suchen wir mit ganzer Kraft nach etwas, was wir wirklich gern machen. Wir würden etwas weiter fahren, um mit guten Leuten zu arbeiten oder für ein bisschen weniger Geld in einem Job arbeiten, der uns glücklich macht. Und wir Glücklichen werden unser zu Hause jeden Morgen mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen.
Antworten: Upasana, Ich habe niemals an Schicksal oder Vorsehung geglaubt... es erschien mir einfach nie überzeugend. Und ich werde bei Twitter nach dir Ausschau halten! Kehkashan, ich danke dir für deine freundlichen Worte. Jaap, es tut mir leid, aber ich werde in den nächsten paar Monaten in Bombay und dann in Neuseeland drehen... ich habe keine Pläne um nach Delhi zu kommen. Aber ich werde es im Gedächtnis behalten, das du um ein Interview gebeten hast. Ich schulde dir eins. Kedar, Kumpel, du musst etwas Vertrauen haben. Ich habe keinen Ghostwriter auf der Gehaltsliste! Und zum Schluss, Happy Birthday Palak von deinem Bruder Lakshit. Komm schon, vergib ihm!
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Die Weltsprache
Imran Khan , December 28, 2009

Ich habe mir letzte Woche “Avatar” angesehen. Ich hatte richtig viel Spaß und habe mich wirklich amüsiert. Für diejenigen unter euch, die nicht wissen, wovon ich rede, “Avatar” ist ein Hollywoodfilm, bei dem James Cameron Regie geführt hat, der Typ, der „Titanic“, „Terminator“ und einen Haufen andere wahnsinnig erfolgreiche Filme gemacht. Ohne zu viel zu verraten, in der Story geht es um diesen Stamm Aliens; dessen Siedlung sich auf einer Lagerstätte eines äußerst kostbaren Minerals befindet. Die Menschen sind dorthin gekommen, um das Dorf zu vertreiben, so das sie mit dem Abbau beginnen können, und auf dem Höhepunkt verbünden sich alle Dorfbewohner, um die Menschen abzuwehren. Es gibt auch eine ausgewachsene Romanze zwischen dem menschlichen Helden und der Alienheldin (die ganz zufällig die Tochter des Anführers ist).
Als der Abspann lief und ich auf den Film zurückblickte, kam mir in den Sinn, das dies, was wir hier hatten, ein Hindifilm war. In die Zukunft versetzt, mit raffinierten Computergrafiken, aber in puncto Story? Ein hundertprozentiger melodramatischer ‚Ballyvood’ Film! Und das ist nicht das erste Mal, das ich das so empfunden habe... in den letzten paar Jahren hatte ich mehr und mehr das Gefühl, das mir Hollywoodfilme wie Bollywoodfilme vorkommen. Nicht das die unseren Kram kopieren, aber das sie beginnen klassische Elemente zu verwenden, die wir als bedeutende Klischees betrachten würden. Sie verschleiern sie nur anders und machen, das es funktioniert.
Ich habe eine Theorie, wieso das funktioniert. (Ich habe über die meisten Sachen Theorien, das solltet ihr über mich wissen; manche sind aufschlussreich, manche provozieren die Leute, mit dem Finger auf mich zu zeigen und hysterisch zu lachen.) Ich habe das schon oft gesagt, das ich an den Filmen die Tatsache liebe, das sie die Macht haben, Barrieren einzureißen und die Menschen zu berühren. Wir leben in verschiedenen Ländern, sprechen unterschiedliche Sprachen, folgen unterschiedlichen Religionen. Es gibt so viele Dinge, die uns voneinander unterscheiden, aber ich denke, es gibt auch genauso viele Dinge, die uns vereinen. Was wollen wir wirklich von einem Film? Was will ich wirklich, wenn ich mir einen ansehe? Ich möchte etwas empfinden. Ich möchte lachen, bis mir der Bauch weh tut, ich möchte weinen oder ich möchte, das mir vor Erstaunen und Verwunderung der Mund offen stehen bleibt. Jagt mir einen Mordsschrecken ein, macht, dass ich es vor Spannung kaum aushalten, lasst mich etwas fühlen. Irgendetwas. Deshalb habe ich ein Ticket gekauft, nicht wegen der Klimaanlage oder wegen des Popkorns. (Randbemerkung; ich hasse es, wenn die Leute sagen, ein Film ist ‘Zeitvertreib’ als wäre das etwas Gutes. Das ist nichts Gutes. Filme sind nicht als ‘Zeitvertreib’ gedacht, sondern als Unterhaltung. Wenn ein Film mittelmäßig ist, dann nehmt das nicht hin. Wir verdienen besseres.)
Warum wird etwas zu einem Klischee? Weil es wieder und wieder verwendet wird. Warum wird es wieder und wieder verwendet? Weil es funktioniert. Wir mögen aus unterschiedlichen Ländern kommen, aber Spaß ist überall in der Welt Spaß. Und Traurigkeit genauso. Und Liebe. Filme sprechen eine Weltsprache, sie stellen zu uns allen einen Kontakt her. Das ist richtig cool.
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Der Mann: Eine Anleitung
Imran Khan , January 4, 2010

Die Kolumnen von ‘Celeb in the City’ ist nicht selten der Schauplatz für Kämpfe zwischen den Geschlechtern. Seniorkolumnistin PC hat ihre Serie der Schwesternschaft nun schon eine Weile laufen und der neue im Team Kunal Kapoor (oder Kunnu, wie ich ihn nenne. Bitte zögert nicht, es mir nachzumachen, er liebt es) verbringt Stunden mit der Frage, wie man die Frauen besser verstehen kann, indem er zwischen verschiedenen alliterativen Charakteren umher streift. Ich persönlich denke, für seine ruchlosen Anträge versteht er sie gerade gut genug, aber das ist ohne Belang.
Stapel von Papier wurden über die Jahre der Würdigung der Frauen gewidmet, und sogar noch mehr der Erklärung der Frauen.
Ich selbst besitze verschiedene Bücher, wie zum Beispiel ‘Was jeder Mann über Frauen wissen sollte’, ‚Frauen verstehen’ und ‚Frauen: Eine Anleitung’, keines von allen ist je eine Hilfe, welcher Art auch immer gewesen, gewesen. Es reicht. Ich sage, es reicht. Was ist mit dem Verständnis für Männer? Verdienen wir es nicht auch, verstanden zu werden? Und nein, bloß die Augen zu verdrehen und zu sagen “Ein Mann bleibt ein Mann” bedeutet kein Verständnis.
Zu diesem Zweck präsentiere ich euch Kapitel eins der Serie der Bruderschaft*.
Der männliche Denkprozess ist sehr einfach. Während lieblose Leute sagen würden, das wir uns seit den Tagen der Jäger und Sammler nicht viel weiter entwickelt haben, ziehe ich es vor zu denken, das wir das nicht nötig hatten; man sollte nicht reparieren, was nicht kaputt ist (ein weiteres männliches Credo, wird in Kapitel 13 weit ausführlicher diskutiert). Auf jeden Fall sind wir zielgerichtete Wesen. Wir neigen dazu, in den meisten Situationen, beim Denken ein System von Flussdiagrammen einzusetzen. Zum Beispiel: Ein Säbelzahntiger stürmt auf dich zu. Du hast wirklich nur zwei Möglichkeiten; rennst du weg oder bleibst du standhaft? (Die Antwort ist: Wegrennen. Wenn du dich für ‚standhaft bleiben’ entscheidest, wärst du wahrscheinlich inzwischen ausgestorben.) Auf die gleiche Weise in einem modernen Kontext: Deine wütende Freundin stürmt auf dich zu, um mit dir “zu reden”. Noch einmal, deine Optionen sind im Grunde genommen die gleichen. Renn weg oder bleib standhaft.
Bevor ihr euch jetzt alle aufregt und auf mich losgeht, weil ich Frauen mit Säbelzahntigern vergleiche, lasst mich zum Punkt kommen. Ich wiederhole: der männliche Denkprozess ist sehr einfach. Wir haben keine Ebenen. Wir beabsichtigen, auf dem effizientesten Niveau zu arbeiten. Also im Interesse der Beschleunigung der Dinge (da alle Bücher über Frauen uns nicht geholfen haben, auch nur irgendetwas zu verstehen), bitte ich euch, Frauen der Welt; hört mir zu. Vertraut mir. Männer funktionieren auf dem grundlegendsten Level. Stellt uns eine direkte Frage und ihr werdet eine direkte Antwort erhalten. Wenn ihr wollt, das wir etwas machen, sagt es uns. Schluss jetzt mit der Spionageabwehr. Beginnen wir mit dem Verstehen.
*(Platzhalter, bis uns ein besserer Name einfällt)
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Ich bin wieder da, Ich bin wieder da
Imran Khan , February 8, 2010

Wenn ihr die großgedruckte Überschrift lest, dann wisst ihr, das ich wieder da bin. Hat euch meine Kolumne gefehlt?
Für die von euch, denen es nicht so ging... warum lest ihr sie dann eigentlich? Schluss jetzt. Ich habe eine kleine Pause gemacht, weil ich einfach nicht die Zeit hatte, die notwendig ist, um eine halbwegs vernünftige Kolumne zu schreiben. Der Drehplan war hektisch, darauf folgte sofort meine Verlobung, daher dachte ich, ich nehme mir besser eine Auszeit, als etwas zu schreiben, mit dem ich nicht zufrieden bin. Und jetzt bin ich wieder da.
Ich habe die letzten paar Wochen damit verbracht, in Queenstown, Neuseeland zu drehen. Eine wunderschöne Gegend. Abenteuersportarten sind die große Sache, die man dort machen kann. Bungyjumping, Wildwasserrafting, Fallschirmspringen, Mountainbiking... es ist endlos. Ich war mir, schon bevor ich dort war, darüber im Klaren, das ich Fallschirmspringen werde. Das ist etwas, das ich schon lange machen wollte, und am letzten Tag war es soweit. Ich sprang aus einem Flugzeug in einer Höhe von 15.000 Fuß und fiel 60 Sekunden mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h, ehe mein Trainer die Reißleine zog. Warum ich das gemacht habe? Man könnte annehmen, ich wäre ein Adrenalinjunkie und ich mag die Gefahr dabei. Und man würde falsch liegen.
Die Nacht vor meinem Sprung fragte mich jemand, warum ich das tun wollte. Ich habe nie zuvor darüber nachgedacht, es war einfach etwas, von dem ich wusste, das ich es machen wollte. Also dachte ich für eine Minute darüber nach, und mir fiel ein; Ich wollte das tun, weil es für mich das repräsentiert, was den Menschen so großartig macht.
Vom Beginn unserer Zeitrechnung an wurden wir immer von dem Verlangen getrieben, weiter zu gehen, höher zu klettern, mehr zu tun, als es möglich ist. Um unsere Grenzen auszudehnen. Wir können nicht fliegen, aber wir wollten es. Also bauten wir Maschinen, die uns halfen. Wir können unter Wasser nicht atmen, aber wir wollten es. Wir fanden auch einen Weg, um das zu tun. Warum erklimmen wir die höchsten Berge oder wagen uns tiefer zu unerforschten Plätzen, wo nie zuvor jemand gewesen ist? Es ist dieser menschliche Entdeckergeist, der Wunsch zu erforschen. Es ist fantastisch.
Ich bin ausgebildeter Sporttaucher und ich kann euch gar nicht sagen, wie aufregend es ist, unter Wasser zu sein, mit tausenden Fischen zu schwimmen, ein Teil ihrer Welt zu werden. Deshalb wollte ich aus einem Flugzeug springen. Nicht wegen dem Adrenalinkick oder dem Gefühl der Gefahr. Aber weil ich etwas fühlen konnte, zu dem ich eigentlich nicht in der Lage sein sollte. Wie es sich anfühlt, zu fliegen.
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Auf das ihr es nie bereut
Imran Khan , February 15, 2010

Einer meiner Freunde kommt aus Delhi. Ich werde ihn AJ nennen. Er ist inzwischen umgezogen, deshalb wurden wir Freunde, aber er ist dort aufgewachsen und hat noch viele Freunde dort.
Vor ein paar Wochen erzählte mir AJ von einer Party in Delhi, bei der er gewesen war. Abgesehen davon, das jemand Geburtstag hatte, war es auch eine Art Wiedersehen von alten Schulfreunden, die sich eine Weile nicht gesehen hatten. Sie hatten in der Nacht einen Wahnsinnsspaß beim trinken, erzählen und beim Wiederaufleben lassen von alten Streichen bis in die frühen Morgenstunden. Letztlich endete die Party; sie verabschiedeten sich und gingen heim.
AJ's Freund R schaffte es nicht bis dahin. Er fuhr, mit mehr als 80 Km/h, geradewegs gegen eine Mauer. Die Vorderseite des Autos war zerquetscht, der Motor stieß in die zwei Vordersitze und teilte R beinahe in zwei Hälften. Ich bedaure, euch nicht sagen zu können, das er keinen dieser übernatürlichen Auswege nutzen konnte, so eine Art außergewöhnlichen Vorfall, von denen man oft in den Nachrichten hört. Ich bedaure, euch nicht sagen zu können, das er einen Schutzengel gehabt hat, der an diesem Tag auf ihn aufgepasst hat, das es eine knappe Sache war und er an diesem Tag eine wertvolle Lektion gelernt hat. Aber diese Story geht nicht gut aus. R verbrachte seine letzten Minuten, 27 Jahre alt, unter unerträglichen Schmerzen, verblutend in einem zerstörten Auto am Straßenrand.
Erschüttert? Stellt euch vor, es wäre euer Freund gewesen. Ihr wärt noch mehr erschüttert. Aber lasst mich euch etwas fragen; Was, wenn es das zweite Mal gewesen wäre, das so etwas passiert? Was, wenn es das zweite Mal gewesen wäre, das ein Freund von euch zu viel getrunken hätte, in sein Auto gestiegen und weggefahren wäre, einen Unfall gebaut und gestorben wäre? Ich frage das deshalb, weil es bei meinem Freund AJ so ist. Er verlor zwei seiner engsten Freunde auf dieselbe Weise; sie hatten zuviel getrunken, sie dachten, sie könnten noch fahren, sie bauten mit ihrem Auto Unfälle und beide starben.
Die Schuld trifft immer denjenigen, der gefahren ist. Er war betrunken, er durfte nicht Auto fahren. Es ist seine Schuld. Er dachte, er kriegt es hin, dachte er kann mit dem Auto umgehen. Er war betrunken, was weiß er denn schon. Aber wie steht es mit eurer Verantwortung als Freund?
Würdet ihr nicht eingreifen und versuchen, euren Freund zu retten, wenn ihr wüsstet, das er sterben könnte? Oder, zur Hölle mit der Verantwortung, was ist mit eurem eigenen egoistischen Wunsch, den Freund nicht zu verlieren? Würdet ihr dann nicht sein Leben retten? So das ihr den Verlust von jemandem, der euch nahe steht, nicht erleiden müsst?
Wenn jemand betrunken ist, dann ist sein Urteilsvermögen beeinträchtigt. Sie denken, sie werden es schaffen, weil sie es ja früher auch schon geschafft haben. "Alles okay, mach dir keine Sorgen. Es geht mir gut." Tatsache ist, niemand wird jemals zugeben, das er zu betrunken ist und das er nicht fahren sollte. Nein, das ist etwas, was der Freund desjenigen sagen muss. Das ist etwas, das ihr eines Tages sagen müsst, wenn ihr nicht zurückblicken wollt und zugeben müsst, das ihr das Leben eines Freundes hättet retten können, wenn ihr es nur versucht hättet. Ich hoffe, das ihr nie erleben müsst, wie es ist, jemanden auf diese Weise zu verlieren. Und wenn ihr es müsst... dann hoffe ich, dass es euch nicht ein zweites Mal passiert.
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Elegie
Imran Khan , February 22, 2010

Es ist seltsam, nicht wahr, wie oft ich über den Tod rede... vielleicht auch nicht so seltsam, wenn ihr ein wenig mehr wisst. Ich habe das Gefühl, weil ich mehr als meinen gerechten Anteil daran gesehen habe. Mehr, als ich bereit war, damit umzugehen. Ich ging letzte Woche auf eine Beerdigung. Ich verlor einen sehr engen Freund. In den letzten sechs Jahren sind drei meiner Freunde gestorben. Zwei davon in einem Jahr. Sie waren jung, gesund, es war alles in Ordnung mit ihnen. Einfach tragische Unfälle, die niemand hätte vorhersehen können und die niemand hätte verhindern können.
Die Sache mit dem Tod ist, das er ein Teil des Lebens ist. Wir alle sind im Unterbewusstsein darauf vorbereitet, wir verstehen die Zwangsläufigkeit dessen. Aber es gibt eine Zeit dafür. Das heißt, er kommt nachdem man ein langes Leben gelebt hat, eine Familie gebildet hat und etwas aus sich gemacht hat; und nicht in den Zwanzigern. Sagt was ihr wollt, das ist nicht richtig. Das ist es einfach nicht.
Und trotzdem passiert es. Das erste Mal ist es am erschreckendsten. Und zwar dann, wenn man begreift, das Menschen so jung sterben können. Völlig egal, das es so nicht sein sollte. Das zweite Mal fühlt es sich an, wie eine Bestrafung. Als hätte man etwas falsch gemacht und man wird dadurch bestraft, das dir jemand, der dir nahe steht, weggenommen wird. Es gibt sehr viel Wut und man weiß durchaus nicht, wohin damit und wie man sie steuern kann. Und wenn es das dritte Mal passiert... Ich weiß nicht, was ich euch sagen soll. Euer Herz bricht, aber da ist noch etwas anderes... Akzeptanz? Es fühlt sich an, wie der Moment, wo einen die Wellen im Meer überspülen, weil man weiß, man kann nicht gegen sie ankämpfen.
Der Tod kommt zu uns allen, das ist nun einmal so. Und wir werden nicht wissen wann oder wen er besuchen wird. Alles was wir bekommen, sind diese Momente mit den Menschen, die wir lieben. Und die Entscheidung, diese Momente zu etwas Besonderem zu machen. Was sollte ich anderes tun? Nicht eine einzige verdammte Sache. Ich hatte die großartigsten Zeiten mit ihnen allen und ich habe wundervolle Erinnerungen, die ich immer in Ehren halten werde. Das waren die guten Zeiten, Jungs.
“Möge es einen Weg geben, um dich zu treffen,
Mögest du den Wind immer im Rücken haben.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen,
Der Regen fällt leicht auf deine Felder.
Möge das Gras, auf dem du gehst, grün sein,
Möge der Himmel über dir blau sein,
Möge die Freude, die dich umgibt, echt sein,
Mögen die Herzen, die dich lieben, treu sein.
Und möge Gott seine Hand über dich halten,
bis wir uns wieder treffen.”
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Rückstand aufholen
Imran Khan , March 1, 2010

Zuerst einmal Glückwünsche an meine manchmal Freundin, manchmal Feindin PC, die ihr goldenes Jubiläum als Kolumnistin feiert. Es scheint erst ein paar Wochen her zu sein, das ich der Neue hier war, PC in meiner zweiten Kolumne angriff und einen gewaltigen Kampf zwischen Mann und Frau auslöste. Wie vorherzusehen war habe ich verloren. (Es scheint, das Frauen durch das Erleiden von Schmerzen bei der Enthaarung mit Wachs, Maniküre und Gesichtspeeling unverwundbar sind.) Aber unser geistiger Wettstreit hat mir großen Spaß gemacht. Auf geht’s zu weiteren 50 Kolumnen und noch viel mehr Auseinandersetzungen. Spaß beiseite, lass mich nicht allein mit den Neuen!
Was mich zu meinem zweiten Punkt bringt; Abschied von Anoushka. Ich hoffe, das du nicht mehr schreibst bedeutet nicht, das du nicht mehr liest... nah, das ist nur Spaß, natürlich liest du! Ich nehme mir die Freiheit, dir an Stelle deiner Leser zu sagen, das du vermisst werden wirst. Aber wenn du beginnst, woanders zu schreiben, dann bist du eine Verräterin und wirst als solche behandelt. (Erschießungskommando im Morgengrauen ist, glaube ich, die bevorzugte Methode.)
Ich habe die letzten paar Wochen nicht auf die E-Mails der Leser geantwortet, weil ich nicht die Zeit fand, mich hinzusetzen und sie zu lesen. Glücklicherweise habe ich es gestern geschafft, so unterbreite ich die Antworten auf E-Mails, die ich in den letzten sieben Wochen erhielt, hier in keiner bestimmten Reihenfolge. Ich hoffe, das diejenigen, die mir geschrieben haben, nach den Antworten schauen werden!
Divya, die letzten paar Zeilen meiner Kolumne waren nicht meine eigenen, sondern ein altes irisches Gebet. Du kannst es online finden. Stuti, ich danke dir für die Aufzeichnung. Ich schätze es sehr, das du deine Geschichte mit mir teilst und ich bin froh, das es dir besser geht. Jaap, ich werde in den nächsten paar Monaten nach Delhi kommen. Verfolge meine Einträge auf twitter.com/1mrankhan, und ich maile unter meiner HT Adresse, wenn ich dort bin. Ich werde das HT Team bitten, ein Interview zu planen. Aditi, eigentlich erinnere ich mich, das du mir eine Nachricht auf Twitter geschickt hast ... aber du twitterst nicht sehr oft. Ich habe deinen Blog überprüft, ich mag die Art, wie du schreibst. Es hat irgendwie ein ähnliche Stimmung wie mein Stil, denke ich (ohne die Emoticons). Du solltest jedoch häufiger schreiben.
Sharon, verlass dich nicht auf Gebete, um durch deine Prüfungen zu kommen... arbeite hart, aber der beste Rat, den ich dir geben kann ist, sei gelassen und zuversichtlich und habe Selbstvertrauen. Ich verspreche dir, du wirst auf diese Art besser abschneiden. Mithilesh, es tut mir ehrlich leid, aber es gibt wirklich nichts, was ich dir sagen kann, wodurch du dich etwas besser fühlen wirst. Es dauert einfach so lange wie es nötig ist, damit du dich nicht mehr verletzt und wütend fühlst. Ich mache das folgendermaßen; Ich unterhalte mich mit meinen anderen Freunden und wir reden über die guten Zeiten und erinnern uns an die lustigsten Geschichten mit den Freunden, die wir verloren haben. So möchte ich mich an sie erinnern. Lachend.
Antriksh, nun, da hast du’s, ich bin ‘ein’ Imran Khan. Es gibt verschiedene andere Imran Khans, die herum laufen, daher kann ich nicht die Behauptung aufstellen, das ich der einzige bin. Deine Eltern haben Recht, deine Chancen irgendwie echtes Geld als Musiker zu verdienen, sind bestenfalls gering. Seinen Lebensunterhalt als irgendeine Art Künstler zu bestreiten ist schwierig. Tausende Menschen kommen nach Bombay um Schauspieler zu werden und einer oder zwei kommen groß heraus. Musik? Selbe Geschichte. Abgesehen davon gibt es keinen Grund, diesem Traum nicht zu folgen. Wenn es das ist, was du tun willst, dann ist es unwahrscheinlich, das du deine Meinung ändern wirst. Und ich bin ein Kerl, der von Leuten umgeben ist, die abseits ausgetretener Pfade unterwegs sind, um ungewöhnlichen Karrieremöglichkeiten zu folgen, daher werde ich die Dinge kaum auf eine andere Weise sehen. Die letzten Worte; bevor du aufbrichst, musst du wissen, das dieser Weg härter sein wird, als du es dir vorstellen kannst, und das neue Hindernisse auftreten und jeden Tag versuchen werden, dich zu ruinieren. Ich übertreibe nicht.
Quelle: ©hindustantimes.com
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Frenemies
Imran Khan , March 8, 2010

Ich weiß nicht, wie genau ihr die Neuigkeiten der Filmbranche verfolgt, deshalb gebe ich euch eine schnelle Zusammenfassung. Vor ein paar Wochen schrieb ein Boulevardblatt eine Story über Aishwarya Rai Bachchan. Die Story war falsch und das ärgerte die gesamte Familie. Amitji verlangte eine öffentliche Entschuldigung (welche sie bis jetzt nicht bekommen haben) und es hat sich generell ziemlich hässlich entwickelt. Ich habe meinen eigenen ununterbrochenen Krieg mit einem anderen Boulevardblatt (Ich habe etwa ein Jahr nicht mit denen gesprochen, aber sie stellen sicher, das gelegentlich fieses Zeug über mich geschrieben wird), und wenn man sich umschaut, dann wird man verstehen, das so ziemlich jeder aus der Branche irgendwann einmal negative Auswirkung durch bestimmte Bereiche der Medien hatte.
Das Wortgefecht tobt endlos, indem die Medien behaupten, das jeder Aspekt aus dem Leben eines Schauspielers vogelfrei ist, “weil es etwas neu ist und die Öffentlichkeit es verdient, darüber Bescheid zu wissen", und die Schauspieler sagen, das ihr persönliches Leben genau das ist; persönlich. Die Debatte wird niemals irgendeine Lösung haben und es ist sowieso egal, weil genauso weitergemacht wird, wie bisher, rücksichtslos.
Was mich zum Nachdenken gebracht hat, und der Grund warum ich das alles zur Sprache bringe, ist die üblicherweise vernommenen Klage, das Schauspieler nur mit den Medien reden, wenn sie einen Film vorzustellen haben. Ich persönlich verhalte mich gern unauffällig, wenn ich keinen Film vorstelle. Aus ein paar Gründen. Am meisten, weil wenn man eine Promotiontour macht, dann redete man so viel, das einem der Mund fusslig wird und man danach eine Pause braucht. Und weil ich nicht die ganze Zeit überall sein will. Die Leute sind einfach gelangweilt von dir, wenn sie andauernd sehen.
Aber es gibt einen weiteren Punkt, den niemand bedacht hat – die Entscheidung. Als Schauspieler kann ich entscheiden, wann ich spreche und mit wem. Es ist voll und ganz meine Entscheidung, und nichts kann letztendlich etwas daran ändern. Genauso hat auch jede Zeitung die Wahl.
Sie können entscheiden, nicht über mich zu schreiben, weil das der Freiraum ist, den sie haben. Keiner hält jemanden die Waffe an den Kopf und wenn, dann sollten sie nicht überrascht sein, wenn sie herausfinden, das sie auf sich selbst zielen.
Weil es letztendlich eine gleichberechtigte Beziehung ist, ein Geben und Nehmen. Stars wären ohne die Medien keine Stars, das ist wahr. Wir alle wissen das. Aber wenn es keine Stars gibt, worüber würden die ganzen Boulevardblätter dann bloß schreiben?
Antworten: Arjun, Ich bin froh, das ich dich umstimmen konnte. Ich freue mich darauf, deine wöchentlichen E-Mails zu lesen! Sneha, spätestens seit PC mir in den Hintern getreten hat, habe ich mich entschlossen, einen Bogen um die Debatte Männer gegen Frauen zu machen... aber ich bin sicher, das du mich nicht dazu brauchst, dir zu sagen, das die Art Typen, über die du redest, deine Zeit nicht wert sind. Das kannst du besser.
Patrick, es sieht aus, als würdest du die Wette gewinnen. Glück gehabt. Und Kumpel, jetzt schuldest du MIR einen Gefallen! Sanya, viel Glück mit der Gesellschaftswissenschaft und alles Gute zum Geburtstag. Sieh es mal so, wenn dein Geburtstag mit einer Prüfung beginnt, dann kann doch der Tag von da an nur noch besser werden. Pam, ich danke dir für deine netten Worte. Es ist immer schön, wenn man etwas Unterstützung von seinen Lesern bekommt. Und ja, Abhay's ist ein Freund von mir. Er ist ein guter Kerl.
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Es geht weiter
Imran Khan , March 15, 2010

Diese Woche war ziemlich mit Action vollgepackt. Ich habe die Dreharbeiten für “I Hate Luv Storys” (es ist nur noch ein Song zu drehen, aber den machen wir später) unter Dach und Fach gebracht und mit den Proben für meinen nächsten Film “Break Ke Baad” begonnen. Wir haben ein paar Tage, um dafür zu proben, bevor wir am 18. März in Delhi mit den Dreharbeiten beginnen. Ich bin nicht glücklich damit, einen neuen Film so kurz nach der Fertigstellung eines anderen zu beginnen, weil mir das sehr wenig Zeit gibt, meine Rolle auszuarbeiten. Idealerweise hätte ich gern einen Monat oder so vorab, um mit dem Regisseur und meinen Co-Stars zu proben, aber ich vermute, ich werde mich damit begnügen müssen.
Das ist auch eine Überbrückungszeit, in der ich von einer Crew zur nächsten wechsle. Ich habe die letzten fünf Monate damit verbracht, sehr eng mit dem IHLS Team zu arbeiten. Wenn man einen Film macht, verbringt man so ziemlich seine gesamte Zeit im wachen Zustand mit diesem einen Haufen Leute; früh am Morgen, spät in der Nacht, abgelegene Locations, was immer der Film von dir verlangt, man erlebt es gemeinsam. Und in diesem kurzen Zeitabschnitt besteht deine Welt nur aus diesem einen Film und den Leuten, die daran arbeiten.
Und nun ist plötzlich alles erledigt. Die Dreharbeiten sind vorbei und jeder bereitet sich auf sein nächstes Projekt vor. Es ist ein bittersüßes Gefühl. Ich bin ehrlich froh, das der Film vorbei ist und glücklich damit, weiterzumachen, aber ich weiß, das ich viele Leute vermissen werde, mit denen ich gearbeitet habe (manche werde ich überhaupt nicht vermissen... aber das ist eine Story für später).
Es ist jedoch nicht alles Dunkelheit und Trübsal. Mit einem neuen Film zu beginnen ist immer aufregend und ich freue mich wirklich sehr auf den Beginn der Arbeit mit meinem Regisseur. (Randbemerkung, Ich gebe eine Prognose ab; BEVOR die Dreharbeiten für den Film beginnen: Ich vermute, diesen Film zu machen wird ein mörderischer Prozess, der viele Doppelschichten und schlaflose Nächte enthält. Ende der Prognose.) Es gib auch viele neue Schauspieler, mit denen ich arbeiten werde, was eine weitere Sache ist, die ich liebe.
Merkt ihr, wie ich mich hin und her winde? So läuft es einfach. Man mag ein Drehbuch, man unterschreibt für den Film, man ist begeistert, damit zu beginnen, man beginnt den Film, man arbeitet wie ein Hund, man wird müde, man hasst es, am Morgen aufzustehen, um ans Set zurückzugehen, man arbeitet weiter wie ein Hund, man beendet den Film, man beginnt die Arbeit an dem Film zu vermissen, man findet ein neues Drehbuch, welches man mag... und alles beginnt von vorn. Ich liebe es.
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Einen Abstand überbrücken
Imran Khan , March 29, 2010

Worüber redet ihr mit euren Eltern? Könnt ihr euch mühelos mit ihnen unterhalten oder sitzt ihr förmlich auf der anderen Seite des Raum, achtet auf eure Körperhaltung und versucht über Möglichkeiten nachzudenken, die Stille zu durchbrechen? Ich bin ein glücklicher Kerl. (Das sagte ich bereits und das werde ich wahrscheinlich auch weiterhin sagen.) Ich kann mit meinen Eltern über alles reden, wir haben diese Art Beziehung miteinander. Jedoch bin ich in der Minderheit. Die meisten meiner Freunde haben durchaus nicht so eine einfache Beziehung und bei manchen ist es äußerst anstrengend. Der Altersabstand, der zwischen unseren Eltern und uns allen besteht, sorgt für viele Differenzen; Werte, Glaube, Interessen... Ich könnte diese Kolumne mit den Möglichkeiten füllen, durch die wir uns unterscheiden, aber das würde nicht viel Sinn machen.
Hier ist, was sich zugetragen hat: Ich besuchte mit einem Freund Delhi und er bat mich, ihn zu seinen Eltern zu begleiten. Ziemlich unkompliziert... abgesehen von der Tatsache, das seine Eltern jahrelang nicht mit ihm gesprochen hatten. Es gab einen Streit (Ich möchte keine Details nennen), barsche Worte wurden gewechselt und das Endergebnis war, das mein Freund das Haus verließ und jeden Kontakt mit ihnen abbrach. Aber er wird bald heiraten und in seinem Kopf hat etwas *Klick* gemacht; er entschied, genug ist genug, er wollte, das seine Eltern das Mädchen trafen, welches er heiratete. Schließlich ist Familie doch Familie.
Also da waren wir, wir drei, gingen zur Vordertür eines Hauses, welches aussah, als wäre es in einer Zeit steckengeblieben. Das Haus seiner Kindheit. Seine Mutter (die ich noch nie zuvor getroffen habe) begüßte uns warmherzig, ließ uns Platz nehmen und begann auf der Stelle, uns mit Essen zu versorgen (weil Mütter dazu neigen, so etwas zu tun). Sein Vater kam ein paar Minuten später und schloss sich der Unterhaltung an. Er sprach ausführlich über seine Universität (er ist Professor), erzählte uns, wie viele Professoren da unterrichten, wie viele Lehrbücher sie veröffentlichen, über die Vielfalt der Kurse, mit welchen internationalen Universitäten sie es aufnehmen können... warum in aller Welt erzählt er uns das alles? Was kümmert mich das?
Ich verlies das Haus mit diesen Gedanken in meinem Kopf. Ich habe es erst am nächsten Tag verstanden. Mein Freund ist im Filmgeschäft, wie ich. Wie ich schläft, isst, lebt und atmet er Filme und wie bei mir ist das sein Lieblingsgesprächsthema. Sein Vater schaut keine Filme an. Er ist beim neuesten Branchenklatsch nicht auf dem Laufenden (Ich vermute, er weiß nicht einmal, das ich Schauspieler bin) und er hat keine Lust, über Filme zu reden. Aber er wollte mit seinem Sohn sprechen. Er hatte jahrelang nicht mit ihm gesprochen und alles, was er wollte, war eine Unterhaltung. Um ihn zu erreichen. Er weiß überhaupt nichts über Filme, also sprach er über Dinge, von denen er etwas versteht; seine Welt. Seine Universität.
Beziehungen sind immer hart. Ehrliche Beziehungen, meine ich. Aber die härtesten scheinen die zu unseren Eltern zu sein. Da gibt es so viel zu überwinden, da gibt es Zeiten, in denen man das Gefühl hat, das es einfach nicht möglich ist. Aber was es wert ist, hier ist mein Ausblick; ich denke, irgendwo suchen wir alle nach Harmonie. Eltern und Kinder, Brüder und Schwestern, Ehemänner und Ehefrauen... wir wollen miteinander auskommen und es frustriert uns, wenn wir es nicht können. Vielleicht ist es eigentlich nicht so kompliziert und vielleicht müssen wir einfach zwischen den Zeilen lesen. Weil uns vielleicht jemand erreichen will und wir es möglicherweise gar nicht merken.
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Ein Jahr
Imran Khan , April 5, 2010

So, ein Jahr schreibe ich jetzt schon. Meine Einstandskolumne wurde am 30. März letztes Jahr gedruckt (Randbemerkung, ich warte immer noch auf den Award für das 'Beste Debüt'...) und das ist meine 49. Kolumne. Ich habe mir alles noch einmal durchgelesen, was ich während des letzen Jahres geschrieben habe und das war so einiges! Ich attackierte PC in meiner zweiten Woche, las einhundertdreiundvierzig Seiten E-Mails (damals und seit dem jede Woche zusammengestellt von Rohini. Ich danke dir dafür, das du mir hilfst, einen Kontakt zu meinen Lesern herzustellen.) in meiner dritten gab ich euch allen einen Crashkurs in der Filmherstellung, in meiner achten habe ich, auf Grund von Problemen, die damals begannen, Sonal (den Herausgeber von HAT City aus Delhi) öffentlich in Verlegenheit gebracht, in meiner dreizehnten schrieb ich das erste Mal eine Kolumne die einer Person gewidmet war (Richa, das warst du).
Ich hatte diese Kolumne übernommen, weil ich Spaß am Schreiben habe und ich stellte mir vor, das sie mich dazu motivieren würde, jede Woche etwas zu schreiben. Ich hatte ehrlich nicht erwartet, das es für mich ein Weg sein würde, mit so vielen Leuten in Kontakt zu treten. Ich habe mich häufig über die Notwendigkeit beklagt, Termine einzuhalten (besonders wenn ich drehe), nichts zu haben, worüber man schreiben könnte, es nicht zu mögen, was ich geschrieben habe... aber ich habe meine Entscheidung, Kolumnist zu sein, die bereut. Das ist eins der Dinge in meinem Leben, auf die ich sehr stolz bin. Ich habe euch mein Herz ausgeschüttet, meine glücklichsten und traurigsten Momente mit euch geteilt, jede Woche versucht, euch zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken zu bringen... ich habe mein Bestes versucht. Ich danke euch allen dafür, das ihr da seid. Dafür das ihr lest und mir jede Woche schreibt. Es gibt ehrlich nichts besseres für mich, als zu hören, das dies, was ich geschrieben habe, jemanden berührt. Nächste Woche gibt es die große 50...
Irgendwelche Gedanken, worüber ich schreiben sollte?
Antworten: Richa, es tut mir wirklich leid, aber es hat nicht geklappt, das wir uns treffen. Ich freue mich darauf, einige Leute zu treffen, die mir schreiben und ich würde wirklich gern Leute treffen, deren Briefe meine Gedanken berührt haben. Hoffentlich gibt es ein nächstes Mal. KONTROLLIERE DEINE MAILS ÖFTER!
Aastha, ich hoffe, deine Ergebnisse waren gut... ich bin sicher, du hast fleißig gearbeitet.
Surendra, ich verstehe dein Gefühl, das diese ‘Story’ ungeklärt blieb, aber das war auch so... ich habe einfach nur ein Ereignis wiedergegeben, dessen Zeuge ich war. Wie es sich von hieraus entwickelt, obliegt den Beteiligten und wir wissen nicht, was daraus wird. Wir können nur hoffen.
Rima, ich danke dir für dein Schreiben und das du mir deine Geschichte erzählst. Ich denke, du bist ein sehr glücklicher Mensch, da du eine solche Beziehung zu deinen Eltern hast und ich bin froh, das du die Bedeutung erkennst, (später) genauso mit deinen Kindern umzugehen.
Jaya, ich habe vor ein paar Monaten eine Kolumne geschrieben, mit dem Titel 'Abgesehen von der Kaste'... Darin ging es um Beziehungen von Menschen mit unterschiedlichen Religionen. Du kannst sie online finden. Ich hoffe, du findest ein paar Antworten da drin.
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Wir können alle Helden sein
Imran Khan , April 12, 2010

Ich danke euch allen für eure Vorschläge für meine 50. Kolumne (und ich danke dir, Srishti für die 50 mal, die du mir gratuliert hast). Ich erhielt eine E-Mail von Honey (zum zweiten Mal... und denke nicht, das ich nicht gemerkt habe, das du deine frühere E-Mail eingefügt hast!) Sie erzählt über ihren Sohn und das er in einem Alter ist, indem er Vorbilder braucht. Honey, ich hatte eigentlich begonnen eine Kolumne für dich zu schreiben, mit dem Titel ‘Helden’, aber ich war nicht glücklich mit der Art und Weise, wie sie sich entwickelte, so habe ich sie verworfen und stattdessen eine mit dem Titel 'Treibstoff des Lebens' geschrieben. Das war am 16. November. Ich denke, heute kann ich es besser, deshalb wage ich einen Versuch.
Man könnte sagen, das wir das Wort ‘Held’ zu leichtfertig verwenden. Filmhelden, Sporthelden, Superhelden ... sicher, Helden gibt es wie Sand am Meer. Sie sind außergewöhnlich und schwer erreichbar und wir sollten froh sein, einen wahren Helden zu finden, nicht wahr? Verzeihung, aber nein. Wie gut ist ein Held, der nie in der Nähe ist, der unerreichbar ist? Gehen wir einen Schritt zurück... was ist ein Held? Ja, ich weiß, das klingt wie die ersten Zeilen von Spiderman, aber habt Verständnis. Ich spreche offensichtlich nicht über den kostümtragenden, Jungfrau aus der Not rettenden, Bösewichter verhauenden Heldentyp, also muss ich die Art aus dem echten Leben meinen, nicht wahr? Die Soldaten und Feuerwehrleute, die jeden Tag ihr Leben riskieren, um uns abzusichern? Nun, obwohl ich nur Respekt und Bewunderung für sie empfinde, spreche ich auch nicht über sie. Weil die meisten von uns sie in ihrem Leben niemals treffen werden. Sie sind auch außerhalb unserer Reichweite.
Ich bin der Meinung, das es überall Helden gibt. Weil ein Held für mich nur eine gute Qualität haben muss, und zwar die, andere zu begeistern. Man muss keine Leben retten oder gegen das Böse kämpfen; man kann auch einfach nur ein ehrlicher Mensch sein. Ehrlich genug, damit die Menschen dich bewundern und dir nacheifern.
Helden sind dazu bestimmt, für uns eine Inspiration zu sein. Wir sind dazu bestimmt, zu ihnen aufzuschauen und danach zu streben, wie sie sein zu wollen, so gut sein zu wollen, wie es uns möglich ist. Aber ich habe immer noch das Gefühl, das Gute liegt nicht irgendwo in den Wolken. Wir müssen uns umschauen und es unter uns finden, tonangebend beispielsweise. Es gibt in jedem von uns etwas heldenhaftes, da bin ich mir sicher. Ob wir es wahrnehmen oder nicht... nun, das liegt an uns selbst, stimmts?
Antworten: Bookworm, ich danke dir für deine Zuschrift und wünsche deinen Freunden Shushant und Sandeep das Beste. Divya, sei nicht eifersüchtig auf Jaap... Ich bin sicher, wenn sie dich hätte einzeln mitbringen können, dann hätte sie das getan!
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Das Nest verlassen
Imran Khan , April 19, 2010

Diese Woche erhielt ich einen Brief von Shreyasi, die eine Chance bekommen hat nach Bangalore zu gehen, um zu studieren. Sie lebt in Delhi und macht sich Sorgen, weil sie ihr zu Hause, ihre Familie und ihre Freunde verlassen muss.
Shreyasi, dein Brief ist mir aufgefallen, weil ich einen großen Teil meines Lebens in Internaten verbracht habe, weg von zu Hause. Ich lernte in Ooty, als ich 10 Jahre alt war, beendete mein ICSE (edit: Indian Certificate of Secundary Education) in Bangalore als ich 16 war und ging mit 20 Jahren auf die Filmschule nach Los Angeles. Las mich dir zuerst einmal aus Erfahrung sagen, Bangalore ist Klasse; es ist ein fantastischer Ort. Die Menschen sind sehr entspannt und freundlich und es gibt vieles, was man tun kann. Außerdem spricht so ziemlich jeder Hindi, das macht das Leben ein ganzes Stück einfacher.
Aber das ist nur der kleinere Teil. Was ich dir wirklich sagen will, ist das große Ganze. (Mach dir keine Sorgen wegen der Betonung, die ist nur wegen der Effekte.) Ich bin wirklich froh, das ich im Internat war, weil ich das Gefühl hatte, das es mir half, erwachsen zu werden und zu lernen, auf mich selbst zu achten. Ich glaube, das auswärts zu leben nicht nur ein bedeutender Teil des Erwachsenwerdens ist, sondern das es unerlässlich ist.
Zu Hause kümmern sich unsere Eltern um alles, was uns betrifft, was ja natürlich ist... aber irgendwann müssen wir lernen, uns allein durchzuschlagen. Angefangen bei so kleinen Dingen, wie Wäsche waschen (wie werden all deine schmutzigen Sachen sauber?) bis zum bezahlen der Stromrechnungen. Die meisten von uns haben keine Ahnung, wie diese Dinge ablaufen, die werden einfach auf magische Weise von ‚jemandem’ erledigt. Nun, eines Tages werdet ihr ‘diejenigen’ sein und wenn ihr darauf nicht vorbereitet seid, wird es euch umhauen wie eine Tonne Ziegel.
Damit wäre der Teil ‚Erwachsen werden und Verantwortung übernehmen lernen’ abgehakt... aber was ist mit dem Spaß? Noch einmal werde ich dir etwas aus Erfahrung sagen; jetzt im Moment bist du von Menschen umgeben, die du dein ganzes Leben lang gekannt hast. Du befindest dich in einem Bereich, indem du dich wohl fühlst. Wenn du an einem neuen Ort bist, neue Leute triffst, neue Freunde findest, dann findest du heraus, wer du bist. Und wer du sein willst. Ja, richtig, das kannst immer noch du entscheiden. Ich kann dich nicht bitten, mir zu vertrauen (dazu kennen wir uns nicht gut genug), aber trotzdem; Vertrau mir. Ich werde vollkommen ehrlich darüber sein, was dir bevorsteht.
Am Anfang wird es sehr schwer werden. Du wirst Heimweh haben, du wirst deine Familie, dein Schlafzimmer, das Essen, deine Freunde vermissen...einfach alles. Du wirst dich einsam fühlen. Dann wirst du beginnen Freunde zu finden, einen oder zwei jeweils. Einige der Freunde, die du gleich zu Beginn findest, werden nicht bleiben, weil du nicht viel mit ihnen gemeinsam haben wirst, aber andere schon. Du erkennst plötzlich, das deine gesamte Schule voll von Mädchen und Jungen ist, welche die gleiche Leidensgeschichte haben wie du... und das du von Leuten umgeben bist, die nicht nur die selben Interessen haben, sondern auch die hellsten Köpfe in deinem Fachgebiet darstellen. Wenn du entscheidest, nicht mit ihnen zusammen zu sein, erweist du dir selbst einen schlechten Dienst. Du wirst auch in deinem Wohnheim die ganze Nacht aufbleiben, dich mit Freunden unterhalten und Maggi Nudeln essen (und wahrscheinlich am nächsten Morgen zu spät in deine Klasse kommen), aber darüber wollen wir gar nicht reden; das könnte deine Eltern aufregen.
Shreyasi, wir alle müssen unser zu Hause verlassen. Das ist ein Teil des Lebens. Und so beängstigend, wie es scheinen mag, es ist der einzige Weg. Wir müssen Erfahrungen in der Welt da draußen machen, große und kleine Kämpfe auf unsere eigene Art ausfechten. Ich garantiere dir, es wird schwierig, entmutigend und herzzerreißend. Aber wenn du das einmal überwunden hast; ich verspreche dir, du wirst nie wieder so viel Spaß haben, wie wenn du mit deinen neuen Freunden zusammen bist, dich nie erfüllter fühlen, als es in deiner neuen Schule der Fall sein wird und du wirst es niemals wieder bedauern auf deinen eigenen Füßen zu stehen und die Verantwortung für dein Leben übernommen zu haben. Zu Hause? Das zu Hause wird immer da sein.
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Die Magie der Filme
Imran Khan , April 26, 2010

Ich spiele in Filmen mit, weil ich sie liebe. Weil ich sie wirklich, wirklich liebe. Ich bin verrückt nach Filmen, ich schaue mir die ganze Zeit welche an und wenn ich keine anschaue und nicht in ihnen mitspiele, dann rede ich mit meinen Freunden über sie. Ich bin jemand der an die Macht des Kinos glaubt. An die Fähigkeit, das Publikum an einen anderen Ort, in eine andere Zeit zu transportieren, und es sich um Charaktere sorgen zu lassen, zu denen es keine wirkliche Verbindung hat. Offensichtlich kann diese Macht auf unterschiedliche Weise genutzt werden. Man kann einen Film als eine dunkle, depressive ‚gesellschaftliche Stellungnahme’ machen, der von 14 Leuten gesehen wird (das passiert von Zeit zu Zeit), oder man kann einen unvernünftigen, nutzlosen unterhaltsamen Film machen, der eine gewaltige Menge Geld einbringt (auch das passiert von Zeit zu Zeit).
Die Sache ist die; Filme sind einflussreich. Sie können Probleme aufzeigen. Sie können für jeden ein Thema sein. Nachdem „Chak De...” herauskam, war plötzlich jeder wegen der Notlage der indischen Hockeyspieler betroffen (aber nur für ein paar Monate. Dann begann die IPL und wir waren wieder beim Kricket). Nach “Taare Zameen Par” begann jeder über unser Bildungssystem zu reden. Ich habe Aamir begleitet, als er kurz nach der Veröffentlichung des Filmes an einem Bildungsseminar teilnahm. Da waren Lehrer und Verwaltungsleiter von Schulen aus dem ganzen Land. Ein Lehrer stand auf und fragte ihn “Das ist ja ganz schön, das Sie diesen Film gemacht haben, aber was werden Sie tatsächlich tun, um unser Bildungssystem zu verbessern?”. Mein Onkel sagte, das er gar nichts tun werde. Er sagte “Ich bin ein Filmemacher. Es ist meine Arbeit, Filme zu machen. Ich habe ein Jahr damit verbracht, diesen Film zu machen, weil ich das Gefühl hatte, das es etwas ist, worüber die Menschen nachdenken sollten. Was werden SIE tun, um unser Bildungssystem zu verbessern?”
Zugegeben, die meisten Leute in der Filmbranche sind nicht besonders daran interessiert, Filme mit einer Botschaft zu machen, oder auch mit irgendeinem Sinn. Aber das ist okay. Niemand sagt, das sie das tun müssen. Für mich wäre es eine ideale Situation, wenn wir unterhaltsame Filme machen könnten, welche die Leute auch zum Nachdenken anregen. Seien wir doch mal ehrlich, niemand will ein Ticket kaufen und mit einer Tüte Popkorn in einem Kino sitzen und einen Film über den öffentlichen Dienst anschauen. Wir gehen uns in erster Linie Filme anschauen, um Spaß zu haben. Aber wenn wir einen Film anschauen, an dem wir durch und durch Spaß haben und über den wir noch Tage danach erzählen... dann ist das etwas Besonderes. Das ist ein guter Film. Das ist ein Film, der eigentlich auf die Gesellschaft Eindruck machen kann.
Ihr wisst, das jeder sagt, das Kino hat eine Weltsprache? Okay, wenn nicht, dann wisst ihr es jetzt. Filme könne über Sprache und kulturelle Grenzen hinweg Verbindungen herstellen. Menschen auf der ganzen Welt schauen dieselben Filme an, lachen über dieselben Momente und weinen an denselben Stellen. Das ist schön. Mehr als jedes andere Kommunikationsmedium sind, meiner Meinung nach, Filme zu einer gemeinsamen Plattform für die Menschen geworden. Letztendlich, ob Filme eine Botschaft haben oder nicht, ob sie Probleme aufzeigen oder nicht... sie sind ein Teil unserer weltweiten Kultur geworden. Sie bringen uns ein bisschen näher zusammen.
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Gesundheit und Fitness
Imran Khan , May 10, 2010

Letzte Woche gab es einen unvorhersehbaren Schwall Fotografien, die mich ohne Shirt zeigten. Sie waren Teil der Promotion für meinen nächsten Film „I Hate Luv Storys”, für den von mir verlangt wurde, sehr fleißig zu trainieren, um einen bestimmten Look zu entwickeln. Dadurch erhielt ich einen Haufen Anfragen, wie ich das geschafft habe. Hier ist die Antwort darauf an alle von euch, die gefragt haben, aber besonders für eine Person -- Rahul – der mir schrieb, das er sehr dünn ist und der sein Aussehen wirklich gern verändern würde.
Rahul, ich weiß, wie du dich fühlst. Ich bin mein ganzes Leben lang dünn gewesen (in der Schule haben sich sogar viele Leute über mich lustig gemacht, weil ich so mager war) und das Aufbauen der Muskelmasse ist für mich ein wesentlicher Kampf gewesen. Mein jetziges Aussehen ist das Ergebnis von acht Jahren Diät und Training und die Leute sagen mir immer noch, ich bin zu dünn für einen Schauspieler. Der erste Schritt um deinen Körper zu verändern ist, deinen Lebensstil zu verändern. Du MUSST anfangen, dich gesund zu ernähren, ausgewogene Mahlzeiten zu essen und regelmäßig zu trainieren. Es gibt einfach keinen anderen Weg. Welche Art Training du machst ist komplett dir überlassen, du musst etwas finden, was dir Spaß macht. Ich persönlich mag kein Gewichtheben und kein Training im Fitnesscenter, aber ich habe es gemacht, um einen besonderen Look zu erreichen. Während das ein Erfordernis meines Berufes ist, bist du nicht an denselben Anspruch gebunden. Zieh es in Betracht Kampfsport zu machen (Kickboxen, Taekwondo, Karate) oder Schwimmen zu gehen, oder vielleicht Tanzen. Das alles sind Aktivitäten, die deinen Körper stärker werden lassen, dich besser aussehen lassen und es gibt dir mehr Selbstvertrauen (und es wird dir auch bei anderen Problemen helfen).
Genauso bedeutend ist deine Ernährung. Für die meisten Leute bedeutet das Wort 'Diät' “aufhören zu essen, damit man Gewicht verliert“, aber das ist vollkommen falsch. Was ich meine ist, das man Ahnung von den Nährwerten verschiedener Lebensmittel haben muss und dementsprechend essen muss. Außerdem musst du deine Mahlzeiten zu den regulären Zeiten zu dir nehmen (genau, wie es unsere Mütter immer gesagt haben. Sie haben absolut Recht.), keine Mahlzeiten überspringen, usw. Woran du dich erinnern musst, ist folgendes – es wird Zeit brauchen. Viel mehr Zeit, als du denkst. Erinnere dich, ich sagte, es kostete mich acht Jahre, um soweit zu kommen.
Es kann sein, das du von 'Blitzlösungen' hörst, wie Steroiden, usw.; ob du diese Richtung einschlägst oder nicht, ist deine Sache, aber ich werde dir folgendes sagen: jede Veränderung an deinem Körper, die du über eine abkürzende Methode erreichst, wird nicht lange halten. Du wirst fantastische Ergebnisse erhalten, aber nur für ein paar Monate. Danach werden sie wieder verschwinden. Wenn sich dein Körper jedoch natürlich entwickelt hat, wirst du nicht nur immer gut aussehen, sondern du wirst auch gesünder und stärker sein. Es gibt keine Abkürzungen, es gibt keinen schnellen Weg, um dahin zu kommen. Du musst jeweils einen kleinen Schritt nach dem anderen machen.
Antworten: Varenya, ich bin froh, das ich dir auch helfen konnte; viel Spaß im Wohnheim! Pamela, danke für den Vorschlag, ich werde mir “Pakeezah” unbedingt anschauen. Hi Gia, ich danke dir, das du mir geschrieben hast!
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Die Rückkehr
Imran Khan , July 19, 2010

Ich bin wieder da. Ja, wie versprochen, habe ich euch nicht im Stich gelassen. Ich habe euch nicht aufgegeben. Ich habe einen ausgedehnten Urlaub genommen, aus Gründen, die ich bald eingehen werde, aber das gehört jetzt alles der Vergangenheit an. Ich bin hier, ihr seid hier (nun ja, nicht ‚hier’, wo ich bin, aber zweifellos hier irgendwo. Vielleicht auch dort.) und wir sind wieder bei der Tagesordnung. Okay, Zeit für die Erklärung. Wo ich war?
Überwiegend hier und dort. Mein Dreh- und Promotionplan wurde etwas hektisch und ich hatte das Gefühl, als wäre ich nicht in der Lage, meine Kolumne so zu schreiben, das sie mich zufrieden stellt. Es schien mir immer, als würde ich mich auf einen Kompromiss einlassen und Zeug schreiben, welches ‚gut genug’ wäre. Das wollte ich nicht und ich wollte nicht, das jemand von euch dieses Gefühl hat, weswegen ich mich entschlossen habe, eine Schreibpause einzulegen, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich auf richtige Art und Weise erledigen musste und dann zurückzukommen. Das ist vernünftig? Ich hoffe es...
So, was habe ich die ganze Zeit gemacht? Also, wenn ihr das nicht wisst, dann habe ich das, was ich gemacht habe, offensichtlich nicht gut genug gemacht; ich war mit der Promotion für „I Hate Luv Storys“ beschäftigt! Ich reiste nach London, Dubai, Delhi, Chandigarh, Ahmedabad und Pune, und habe nie mehr als 24 Stunden an einem Ort verbracht. Ich nahm Interviews für TV und Radio, sprach mit Journalisten von Zeitungen, Magazinen und Webseiten und erschien obendrein auch noch bei einigen Fernsehshows. Ich habe das Essen und Schlafen praktisch aufgegeben (keine Zeit für Luxus dieser Art!) und habe eine ausreichende Menge Gewicht verloren. Das ist nicht gut. Das war es jedoch absolut wert und ich würde es sofort wieder tun. Weil es sich ausgezahlt hat.
Der Film hatte einen guten Start, wurde im Allgemeinen gut aufgenommen (ausgenommen von einem Kolumnisten, aber es ist besser, nicht darüber zu reden, wer weiß, welche Strafe mich ansonsten erwartet), und macht weiterhin gute Geschäfte am Boxoffice. Daher bin ich im Moment ziemlich glücklich. Außerdem hoffe ich, ihr habt den Film gesehen und seid auch zufrieden.
Hoffentlich ist das eine Erklärung für das schwebende Mysterium. Ich möchte sagen, das ich es vermisst habe, von euch allen zu hören und das ich mich darauf freue, dort weiterzumachen, wo wir aufgehört haben. Schreibt mir und lasst mich wissen, was läuft. Es ist schön, wieder da zu sein.
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