Rein persönlich - Jetzt rede ich

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Streit verkauft sich gut. Nicht wahr?
Imran Khan , July 6, 2009




In den letzten paar Wochen habe ich die Promotion für meinen Film “Luck” gemacht. Wie ich schon schrieb, bringt das mit sich, bis dir der Hals schmerzt und dein Verstand in den Modus ‚Bildschirmschoner’ überwechselt immer wieder dasselbe Interview zu geben. Während des Verlaufs meiner übermäßig langen Karriere, die sich über ein Jahr und drei Monate erstreckt, ist mir etwas aufgefallen; jeder liebt Meinungsverschiedenheiten. Kommt schon, gebt es zu. Wenn es in der morgendlichen Zeitung zwei Storys nebeneinander gibt, eine über die umfangreiche Arbeit, die sich ein Schauspieler gemacht hat, der für seine Rolle im nächsten Film Gujarati gelernt hat und die andere über zwei Schauspieler, die sich über die Berühmtheit streiten, welche ihnen durch ihren Film eingeräumt wird... welche würdet ihr zuerst lesen? Ich weiß, welche ich zuerst lesen würde. Drama ist wesentlich unterhaltsamer, das kann man nicht abstreiten. Hier ist dennoch die Frage. Sind es die Meinungsverschiedenheiten, die dafür verantwortlich sind, das ihr einen Film anschaut? Nehmen wir an, die Promotion für einen Film ist eine oder zwei Wochen gelaufen. Die Songs sind okay, der Film scheint okay zu sein, ihr seid unentschlossen, ob ihr ihn euch anschauen sollt. Plötzlich, einige Tage bevor der Film veröffentlicht wird, schreien die Boulevardblätter “DAS PÄRCHEN, DAS IN DEM FILM IN DEN HAUPTROLLEN SPIELT, HAT EINE AFFAIRE!” oder “DER REGISSEUR WAR FRUSTRIERT, WEIL DER HAUPTDARSTELLER SICH STÄNDIG EINMISCHTE!”.

Wir sehen diese Storys ziemlich oft, aber hier ist die Frage noch einmal. Sagt ihr euch plötzlich: ‘Hey, jetzt muss ich den Film sehen. Ich war mir nicht sicher, aber jetzt erscheint er mir interessant!” Ist das wirklich der entscheidende Faktor? Ich habe immer gedacht, die Leute schauen sich die Filme an, weil die Story interessant scheint, oder die Songs gefragt sind, oder weil ihr Lieblingsschauspieler mitspielt. Ich bin dabei eine schockierende Tatsache aufzudecken. Diese Geschichten sind nicht das Ergebnis von brillanten Aufklärungsjournalismus; das sind die Goldklumpen der Werbung, welche von PR Firmen ausgelegt werden.
Es funktioniert in der Hinsicht, das die Menschen über den Film reden, aber ich bin der Meinung, das es auch ein sehr ernsten Nebeneffekt hat. Ich finde, es lässt den Film minderwertig wirken. Das Publikum ist scharfsinniger geworden und jeder kann einen Publicitygag meilenweit voraussehen. Filme, die versuchen, sich auf dem Rücken von Streitigkeiten zu verkaufen sind meist zweit – oder drittklassige Filme ohne Stars und ohne gute Musik und wenn man auf solch einen Trick zurückgreift, um seinen Film zu promoten, positioniert es den Film auch als zweitklassig.

Ich war im vergangenen Jahr auch in einige Meinungsverschiedenheiten verwickelt. Vertraut mir, wenn ich euch sage, das jede einzelne davon als Publicitymaßnahme zurechtgebastelt war. Ich habe immer mein Bestes versucht, um das zu beenden, aber es gibt nicht viel, was man dagegen tun kann. Wenn irgend so ein Holzkopf auf dich zu kommt und sagt “Sir, ich habe eine fantastische Idee! Warum streuen wir nicht die Story, das Sie und die Heldin während der Dreharbeiten zu diesem Film ganz besonders freundlich zueinander waren?”, was machst du dann? Höflich lächeln und ihn bitten, nichts zu unternehmen, was meine Familie oder die des Mädchens in Verlegenheit bringen könnte? Ich habe das gemacht. Die Story nahm trotzdem ihren Lauf. Publicitygags sind ein fester Bestandteil des Geschäfts. Alles, worum ich bitte, ist eine Sache; wenn ihr so etwas seht, dann versucht nicht, uns als Schauspieler die ganze Schuld dafür zu geben. Erinnert euch daran, das da größere Einflüsse am Werk sind. Und, ganz im Ernst, glaubt nicht an alles, was ihr lest. Bewertet einen Film danach, was entscheidend ist. Nach dem Inhalt. PS: Ich weiß, ich habe nicht auf E-mails geantwortet, sorry, ich habe nicht einmal die Zeit gehabt, sie zu lesen. Ich werde es wieder gut machen.



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Einen Kontakt herstellen...
Imran Khan , July 13th 2009




Ich bin jede Woche verblüfft über die Zahl der Emails, die ich erhalte. Als ich begann für HT zu schreiben, war ich mir nicht wirklich sicher, wie viele Menschen meine Kolumne überhaupt lesen, geschweige denn, mir schreiben würden. Ich weiß, viele von euch sind sich immer noch nicht sicher, ob ich es wirklich bin, der hier schreibt und ob ich wirklich alle eure Briefe lese. Ich weiß nicht, ob ich irgendetwas sagen kann, was euch plötzlich überzeugen wird, aber ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, jede einzelne Email, die ich erhalte, zu lesen. Ehrlich. Ich hoffe, ihr könnt verstehen, das es mir nicht möglich ist, auf jede einzelne zu antworten, aber ich lese sie. Was sich Woche für Woche abzeichnet, ist das ihr mir alle euer Herz geöffnet habt. Ihr betrachtet mich wie einen Freund, einen Bruder, manchmal wie einen Sohn.

Oft habe ich das Gefühl, ihr setzt zu viel Vertrauen in mich und ich habe Angst, das ich euch alle im Stich lasse. Ich meine, es ist die eine Sache, wenn ihr mich bittet, in eurem Namen einem Freund zum Geburtstag zu gratulieren, was ich gern mache. (Amrita, du hast geschummelt. Aber trotzdem Alles Gute zum Geburtstag. Geburtstagsgrüße für Anam von deinem Freund Siddhi, und verspätete Glückwünsche an Ashna und Simran; tut mir leid, ich bin zu spät.) Aber viele von euch schreiben mir und bitten mich um einen Rat, oder fragen, ob ich helfen kann, etwas in Ordnung zu bringen, was schief gelaufen ist... und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ratschläge für Beziehungen, für die Karriere, so viele Bitten um Hilfe. Mein Herz blutet, wenn ich sie lese, aber wenn ich fertig bin, lehne ich mich zurück und frage mich “was kann ich machen, um hier zu helfen? Wie kann ich euch sagen, was ihr machen sollt? Wer bin ich, um euch Ratschläge zu geben?” Ihr scheint es manchmal zu vergessen, aber ich bin nur ein 26 Jahre alter Kerl, der sich nicht wesentlich von den Anderen in meinem Alter unterscheidet. Ich weiß nicht mehr, als einige von euch auch. Das soll auf keinen Fall heißen, das ich nicht von euch hören will oder das es mir egal ist.

Wie ich schon sagte, ich bin tief berührt, das ihr versucht mich zu erreichen und über euer persönliches Leben mit mir reden wollt. Aber es ist eine gewaltige Verantwortung, die ihr mich bittet zu übernehmen. Ich kann nicht einfach ein oder zwei Sätze schreiben und damit erreichen, das ihr euch besser fühlt. Ich versuche zu tun, was ich kann ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. Das ist ein schmaler Grat. Ich habe schon früher gesagt, in einer meiner ersten Kolumnen, das ich die Tatsache mag, dass das für mich eine Möglichkeit ist, die Barriere zwischen uns zu umgehen. Ich denke, das hat weit besser funktioniert, als ich es mir vorgestellt hätte und ich schätze es, das ihr mich als jemanden betrachtet, der euch nahe steht. Es ist unschätzbar für einen Schauspieler, eine persönliche Verbindung zu seinem Publikum herzustellen und ich denke, wir haben das ereicht. Dafür lohnt es sich, das ich immer hier sein werde, um zu zuhören. Ich danke euch, das ihr mich zu einem Freund gemacht habt.

Antworten: Ash, ich bin bis jetzt noch nicht auf der Sealink gewesen. Ich warte, bis der Verkehr nachlässt! Anuja, schön, wieder von dir zu hören. Die größte Lektion, die ich gelernt habe, ist, man sollte die Art und Weise, wie man arbeitet, nicht aufgrund von Erfolg oder Misserfolg ändern. Die Gründe, aus denen man etwas tut, sollten immer die gleichen sein, wie ganz am Anfang.



(edit: SEALINK – Schrägseilbrücke in Mumbai, eröffnet am 24. März 2010, verbindet Bandra und die westlichen Vororte mit Worli und dem Zentrum von Mumbai und ist die erste Phase für das West Island Freeway System )


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Unter Belagerung
Imran Khan , July 20, 2009




Meine lieben Freunde; Ich schreibe euch heute als gebrochener Mann. Ich bin empört, mein Vertrauen in die Menschheit ist erschüttert. Ich fühle mich verletzt und unrein, als hätte ich einen Skorpion in meiner Unterhose gefunden (so wie es mein Freund Sumodh einmal gemacht hat. Wahre Geschichte). Was ich sagen will, mag einige von euch schockieren. Es mag viele verärgern. Wenn Kinder oder schwangere Frauen im Raum sind, bitte ich euch, sie gehen zu lassen. Meine Geschichte ist nichts für schwache Nerven.

Am frühen Montag morgen, als ich in mein Sandwich biss, schlug ich die Mumbaier Zeitung auf und begann mich über die Ereignisse des Tages zu informieren. Ich las die Klatschspalte (ich sagte euch bereits, das es amüsant ist) und meine Kolumne war auf der nächsten Seite, aber dennoch konnte ich sagen, das etwas nicht richtig war. Ich konnte es in meiner peripheren Wahrnehmung sehen; Extra Text! (nicht, wie ihr es euch vorstellt, umgangssprachlich als `Textra' bezeichnet. Eins von vielen Wörtern, welche ich versuchte, zu erfinden, aber ich schaffte es niemals, so wie auch reflectuate und pineapple.) Ich riss meinen Kopf 30 Grad nach rechts und konzentrierte mich auf das Kästchen, das mir zugeteilt war. Der Zorn stieg mir in den Kopf, ich begann zu lesen. "Es ist eine ausgesprochen interessante Woche für mich gewesen und ich bin sehr aufgeregt. Es war eine Woche, in der ich mich befreite... von meinen Ängsten und vom Leben im Allgemeinen! Ich habe es bereits gesagt und ich werde es wieder sagen..." Was in Gottes Namen...? Das war nicht ich! Ich habe das nicht geschrieben! Da meine Wut zunahm, fühlte sich mein Kopf mehr und mehr wie ein Schnellkochtopf an. In meinem Hinterstübchen fragte ich mich wissenschaftlich, wo der Dampf entweichen würde. Aus meiner Nase? Auch wenn, es gab weit wichtigere Dinge, mit denen ich mich befassen musste. MEINE KOLUMNE WURDE GEHACKT! Kochend vor Wut ging ich in meiner Höhle ( so nenne ich mein Zimmer) auf und ab. Das klingt einfach cooler, weil alle coolen Typen wie Batman und Cobra Commander eine Höhle hatten. Offensichtlich war dies das Werk eines teuflischen Fanatikers, aber von wem? Wer würde so dreist sein, so verwegen? Wer hatte mit mir noch eine Rechnung offen? War es Doctor Destroyo (Virus)? Bestimmt hatte ich ihn endlich besiegt... und der Nachtfalter ermüdete nachdem sein Tennisarm es ihm unmöglich machte, seine Glieder zu strecken (??)...Nein, offensichtlich war das jemand anderes. Außerdem war irgendetwas seltsam an der Sache.

Es schien wie ein neuer Mensch, aber trotzdem vertraut. Ich schmiss meinen Computer an und begann die Einzelheiten zusammenzusetzen. Als ich den Schreibstil analysierte, die Wahl der Wörter und den oberflächlichen, mädchenhaften Umgangston, begann die schreckliche Wahrheit Gestalt anzunehmen... Der Text war der erste Abschnitt der Kolumne von PC mit dem Datum vom 29. Mai! Ich dachte, ich erkenne Hinterlist, aber ich erkannte den Saboteur, den ich direkt vor mir hatte nicht! Das war meine alte Rachegöttin Priyanka Chopra, wieder mit ihren alten Tricks! Offensichtlich hat sie es geschafft, sich in den Großrechner von HT zu hacken und sich an meiner Kolumne zu schaffen zu machen, aber wie? Der Großrechner im Tresorraum der ‚Hindustan Times’ ist der sicherste Platz auf der Erde, geschützt durch ein ausgeklügeltes Lasergitternetz und ein Druckplattenwarnsystem, komplettiert durch eine Temperaturüberwachung. (Das kann auch der Großrechner der CIA aus “Mission: Impossible” sein, ich bring das manchmal durcheinander). PC, ich weiß nicht, wie du das zu Stande gebracht hast, aber ich werde das herausfinden.
Und ich werde keine Pause machen, bis ich eine mache. Jeder, der Informationen hat, schickt mir bitte eine Email. Das Spiel hat begonnen...




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Schaut auf!
Imran Khan , July 27, 2009




Das muss ich mit ihm gemein haben; Charlie Chaplin's Worte aus „The Great Dictator“.

"Es tut mir leid, aber ich möchte kein Imperator sein. Das ist nicht meine Angelegenheit. Ich möchte niemanden beherrschen oder unterwerfen. Ich möchte, wenn möglich, gern jedem helfen. Wir alle wollen einander helfen. Die Menschen sind so. Wir wollen vom Glück der anderen leben und nicht durch deren Elend. Wir wollen einander nicht hassen und verachten.
In dieser Welt ist Platz für jeden und die gute Welt ist reich und kann für jeden sorgen. Die Art zu Lebend kann uneingeschränkt und wunderschön sein, aber wir sind vom Weg abgekommen. Habgier hat die Seelen der Menschen vergiftet, hat die Welt mit Hass verbarrikadiert, hat uns im Gleichschritt in Elend und Blutvergießen geführt. Wir haben die Geschwindigkeit nutzbar gemacht, aber wir haben uns selbst eingesperrt. Die Maschinen, die uns Wohlstand geben, lassen uns Mangel leiden. Unser Wissen hat uns zynisch gemacht; unsere Klugheit, unnachgiebig und grausam. Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. Mehr als Maschinen brauchen wir Menschlichkeit. Mehr als Klugheit brauchen wir Liebenswürdigkeit und Güte. Ohne diese Eigenschaften wird das Leben brutal und alles wird verloren gehen.

Das Flugzeug und das Radio haben uns einander näher gebracht. Die wahre Natur dieser Erfindungen schreit nach der Güte in den Menschen; schreit nach der allgemeingültigen Bruderschaft; nach unser aller Einigkeit. Auch jetzt erreicht meine Stimme Millionen überall in der Welt, Millionen verzweifelter Männer, Frauen und Kinder, Opfer eines Systems, das Menschen unschuldige Leute quälen und einsperren lässt. Denen, die mich hören können, sage ich, verzweifelt nicht. Das Elend, das uns umgibt, ist nur der Niedergang der Habgier, die Verbitterung der Menschen, welche den Weg des menschlichen Fortschritts fürchten. Der Hass der Menschen wird vergehen, und Diktatoren sterben, und die Macht, die sie den Menschen genommen haben, wird wieder auf die Menschen übergehen. Und so lange Menschen sterben, wird die Freiheit niemals untergehen. Soldaten! Liefert euch nicht den Unmenschen aus, Männern, die euch verachten, euch zu Sklaven machen; die eure Leben beherrschen, sagen, was ihr tun sollt, was ihr denken sollt und was ihr empfinden sollt! Die euch abrichten, euch hungern lassen, euch behandeln wie Vieh, euch verheizen. Liefert euch nicht diesen unnatürlichen Männern aus – Männern wie Maschinen mit der Denkweise von Maschinen und Herzen wie eine Maschine! Ihr seid keine Maschinen, ihr seid kein Vieh, ihr seid Menschen! Ihr habt die Liebe der Menschlichkeit in euren Herzen! Ihr hasst nicht! Nur die Ungeliebten hassen; die Ungeliebten und die Unnatürlichen. Kämpft nicht für die Sklaverei; kämpft für die Freiheit! Es steht geschrieben, dass das Königreich Gottes in den Menschen wohnt, nicht in einem Menschen oder in einer Gruppe von Menschen, sondern in allen Menschen! In euch! Ihr Menschen habt die Macht, die Macht, Maschinen zu erschaffen, die Macht Fröhlichkeit zu erschaffen! Ihr Menschen habt die Macht, dieses Leben unabhängig und wunderschön zu machen, aus diesem Leben ein wunderbares Abenteuer zu machen. Dann lasst uns im Namen der Demokratie diese Macht nutzen. Lasst uns alle einig sein. Kämpfen wir für eine neue Welt, eine vernünftige Welt, die der Jugend eine Zukunft und dem Alter Sicherheit geben wird. Mit dem Versprechen dieser Dinge sind die Unmenschen aufgestanden, um zu herrschen. Aber sie lügen! Sie erfüllen dieses Versprechen nicht. Das werden sie niemals! Diktatoren befreien sich und versklaven die Menschen.

Jetzt lasst uns kämpfen, um dieses Versprechen zu erfüllen. Lasst uns kämpfen, um die Welt zu befreien! Schaffen wir die nationalen Hindernissen ab! Schaffen wir die Habgier, den Hass und die Intoleranz ab! Lasst uns kämpfen für eine Welt der Vernunft, eine Welt in der Wissenschaft und Fortschritt zur Zufriedenheit aller Menschen führen. Im Namen der Demokratie, lasst uns alle einig sein! Könnt ihr mich hören? Wo immer ihr seid, schaut auf! Die Wolken ziehen auf! Die Sonne bricht durch! Wir kommen aus der Dunkelheit ans Licht! Wir kommen in eine neue Welt; eine freundlichere Welt, in der sich die Menschen über ihren Hass, ihre Gier und Brutalität erheben. Der Seele der Menschen sind Flügel gegeben wurden und immerhin beginnt er zu fliegen. Er fliegt zum Regenbogen! In das Licht der Hoffnung, in die Zukunft! Die wunderbare Zukunft, die euch gehört, mir und uns allen. Schaut auf. Schaut auf!"


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Der Aufstand
Imran Khan , August 3, 2009




Ich möchte damit beginnen, mich bei allen für die Welle der Sympathie als Reaktion auf meine gehackte Kolumne zu bedanken. Es war in der Tat ein schreckliches Gefühl und eure freundlichen Worte bedeuteten mir so viel, während ich in der Krankenstube meiner Höhle liege und mir mein loyaler Butler Alfred meine Wunden versorgt (das könnte aus „Batman“ sein, manchmal bringe ich da etwas durcheinander). Jedoch ist der Kampf noch nicht vorbei. PC hat bewiesen, das sie noch durchtriebener und verschlagener ist, als ich befürchtete, und wie der gelehrte Xiang Tsung (mein Ninjutsu Lehrmeister, der im Himalaja lebt. Ja, ich bin ein ausgebildeter Ninja!) immer sagt, “Zieh niemals deine Unterhosen an, ohne zu überprüfen, ob Skorpione drin sind”. Es ist nicht wirklich zutreffend in dieser Situation, doch er sagte auch, “Unterschätze nie deine Gegner”. Das ist der Grund, warum ich mich entschieden habe, ein Team aufzustellen. Schaut zurück in die Vergangenheit; immer wenn ein bedeutender Feind die Menschheit bedroht hat, haben wir uns zusammengeschlossen und als ein Ganzes gekämpft. Sei es bei den Alliierten Besatzungskräften gegen die Nazis, bei Batman und Superman, die eine Liga der Gerechtigkeit gründen, oder Thakursaab, der Jai and Veeru vorlädt, um gegen Godzilla* zu kämpfen, die größte Stärke der Menschen liegt in der Einigkeit!

Zu diesem Zweck habe ich bereits auf die Dienstleistungen von Dr. Samant von ‚Samant Paranormal Investigations’ zurückgegriffen und er ist an dem Fall dran. Seine vorläufige Analyse der Situation deutet darauf hin, das PC mit einer Zeitreise gearbeitet hat, obwohl ich nicht dazu neige, dem zuzustimmen. Ich weiß, wie sie arbeitet, sie genießt das Jagdfieber. Ich wusste es von dem Moment an, als ich sie ins Auge fasste, das PC nicht ohne einen Kampf zu Boden gehen würde. Ich wusste, sie würde keine Ruhe geben, bis einer von uns erledigt wäre. Aber sie wird mich nicht besiegen! Gerade eben habe ich meine Verbündeten, den Konfuzius des Nordens und sein Team, benachrichtigt, damit er sich unserer noblen Sache anschließt. Mit seinem Verständnis der Methoden der Frauen wird er uns mit wertvoller Intelligenz unterstützen.

Quellen flüstern mir zu, das der ‘Khiladi’, der größte aller Helden, in die Stadt gekommen ist, und meine Leute arbeiten Tag und Nacht, um ihn ausfindig zu machen. Mit ihm auf unserer Seite wären wir wahrlich nicht aufzuhalten. Eine verschworene Bande, vereint gegen den furchterregenden Feind! PC, diese letzten paar Worte für dich: Vorsicht. Du wirst versuchen, die Leute gegen mich aufzustacheln und alle Männer mit deinem ‘lässig’ wehenden Haar und deinen hypnotischen Augen zu Sklaven zu machen, aber das wird nicht passieren. Die Zeit arbeitet gegen dich; unsere Zahlen entwickeln sich jeden Tag. Dein Würgegriff aus Angst, der über der Bevölkerung liegt, wird schwächer, und mit jeder vergehenden Stunde taumelst du deinem unvermeidlichem Misserfolg entgegen. Wir bewegen uns aus der Dunkelheit ans Licht. Genieße den Sonnenaufgang.

Antworten: Nisha, ich weiß, du hast das Gefühl, du würdest nichts bewirken, aber das stimmt nicht. Glaube mir, jeder einzelne Mensch, der versucht etwas gutes zu tun, zählt sehr viel. Verliere nicht das Vertrauen und gib nicht auf, das wäre die allergrößte Tragödie.
Aymen, ich vermute unsere Großväter hatten einen ähnlichen Geschmack; ich weiß, das meiste von meinem Sinn für Humor stammt von ihm.

Farha, der Grund, warum wir Filme machen, ist sich in eine andere Welt tragen zu lassen und diese Macht mag ich am Kino am meisten. Man lacht, weint, schreit vor Angst... der Tag, an dem die Filme das nicht mehr können, wird für mich ein sehr trauriger Tag sein.



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Abhängig sein
Imran Khan , August 10, 2009




Ich bekommen Emails aus der ganzen Welt. Ja, ja, mir ist klar, das ihr wisst, das Leute aus den USA, Großbritannien, Dubai usw mir Mails schicken... aber habt ihr auch gewusst, das ich Mails aus Somalia? Polen? Pakistan? Frankreich? Bangladesch? bekommen habe. Es ist eine kleine Welt und sie schrumpft Tag für Tag. Vor zwei Wochen zitierte ich Chaplin aus “The Great Dictator”, wo er sagte, das Erfindungen wie Flugzeuge und Radio uns einander näher gebracht haben, das die wahre Natur dieser Dinge nach der Güte in den Menschen schreit. Ich stimme voll und ganz mit ihm überein.
Diese Woche werden wir 62 Jahre des Friedens feiern. Das ist keine lange Zeit, wenn man bedenkt, das wir beinahe 200 Jahre unter britischer Herrschaft gelebt haben, aber ich denke, wir haben es für uns in einer so kurzen Zeit ziemlich gut hinbekommen. Wisst ihr, was mich bewegt? Ich finde das wir heutzutage der Unabhängigkeit soviel Bedeutung zuerkennen, das wir vergessen, wie schön es ist, von jemanden abhängig zu sein. Die Art und Weise, wie man sich auf seinen besten Freund verlässt, der immer da ist, egal ob Tag oder Nacht. Bleibt jetzt bei mir, weil es jetzt knifflig wird;
Wir schreien Unabhängigkeit und Vaterlandsliebe bis unser Rachen heiser wird, und um unsere Vaterlandsliebe unter Beweis zu stellen, kämpfen wir gegen jeden von außerhalb. Wir bauen immer höhere Mauern um unser Stück Land und verteidigen diese Mauern mit immer größeren Gewehren, so das unsere Nachbarn sehen, wie sehr wir unser Land lieben. Wie steht es mit der Liebe zu unseren Nachbarn?
Vaterlandsliebe wird durch die Liebe definiert, nicht durch den Hass. Unser eigenes Land zu lieben, nicht das der anderen zu hassen. Meiner Meinung nach ist Aamir der patriotischste Mensch, den ich kenne, weil er eine größere Liebe zu den Menschen dieses Landes hat, als jeder andere, den ich je gesehen habe. Diejenigen von uns, die glücklich genug sind, in der Öffentlichkeit zu stehen, bekommen von den Menschen so viel Liebe, das es unmöglich ist, nicht davon beeindruckt zu sein. Aber es sind nicht nur die Menschen aus diesem Land, es sind Menschen aus der ganzen Welt... Wir sind wirklich gar nicht so verschieden; wir lachen über die gleichen Dinge, weinen wegen derselben Dinge, und unglücklicherweise stehen wir auf gegenüberliegenden Seiten derselben Mauer, die wir mit dem Leben unserer mutigsten Söhne schützen.
Die Zeitungen und TV-Kanäle werden diese Woche von Menschen überflutet, die über die Unabhängigkeit sprechen wollen und wir alle werden kleine Fähnchen kaufen, die wir an unseren Autos befestigen. Und das zu Recht, denn unser Land ist ein tolles Land und wir haben vieles, worauf wir stolz sein können. Aber lasst mich dazu nur eines sagen; Abhängigkeit. Das ist kein schlechtes Wort. Ich freue mich auf den Tag, an dem wir uns auf die Liebe und die Unterstützung jedes Landes rund um uns herum verlassen können. Und das kann nur passieren, wenn wir einige Türen in diese Mauern bauen.

Antworten: Vageesha, du solltest dir nicht so viele Gedanken machen, bevor du schreibst. Ich mache das nicht. Verspätete Glückwünsche zum Geburtstag an Shruti und Khadija, und vorfristige Glückwünsche an 'Whatever Shakdher' (Saurabh, du schuldest mir etwas). Mubarak, ich danke dir dafür, das du mich wissen lassen hast, das ich Fans in Somalia habe (siehst du, wie ich es heute verwendet habe?). Anita (Wasabi_Mädchen? Warum?), ich bin froh, das du Spaß an meinem Comicbuch Kampf mit PC hast; ich hatte befürchtet, das es keiner kapiert, aber wenigstens eine hat es kapiert, also... Sonakshi, ich danke dir so sehr und ein herzliches Hallo an deine Freunde Smriti und Moumita.



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Vollkreis
Imran Khan , August 17, 2009




Ich habe keine Ahnung, wer von euch schon einmal in Mandwa gewesen ist. Das ist ein Dorf an der Küste direkt gegenüber von Bombay (manchen ist es vielleicht durch ‚Agneepath’ in Erinnerung... Ja?). Nun, meine Familie hat so ziemlich mein ganzes Leben dort ein Haus gehabt. Ein wunderschöner Platz am Strand, ein zehnminütiger Spaziergang von der Mole. Wir waren einige Male im Jahr dort, weil es wirklich einfach ist, dorthin zu gelangen; 45 Minuten mit der Fähre vom ‚Gateway of India’, oder eine dreistündige Fahrt. Ich erinnere mich daran, wie wir nach einer langen (es schien WIRKLICH lange...) Fahrt ankamen, das Auto auspackten und ein Glas Kokosnussmilch von unseren eigenen Bäumen tranken. Früh aufzuwachen, um schwimmen zu gehen und den ganzen Tag im Wasser zu verbringen, nur herauszukommen, wenn es Zeit zum Essen war, um Berge von frischen Meeresfrüchten zu essen. Sich so schlimmen Sonnenbrand zu holen, das sich die Haut in Streifen abschälte... gute Zeiten.
Das Haus war für alle zusammen eine Art Rückzugsort; Familie, Freunde der Familie, Freunde von Freunden der Familie... sie alle besuchten das Haus und verbrachten dort ein Wochenende (oder eine Woche). Ich kam in dem Haus an und fand es von Leuten bewohnt, die ich nie zuvor gesehen hatte. Durch Nachfragen stellte sich heraus, das sie Freunde von jemanden waren. Aber das war cool, weil es dadurch genau das darstellte, wozu es bestimmt war.

(Randbemerkung, mein eigenes Haus ist auch eine Art Unterschlupf. Generationen von Leuten haben es als solches genutzt. Ich könnte gar nicht anfangen, aufzuzählen, wie oft ich am Morgen aufgewacht bin und jemanden vorgefunden habe, der mitten in der Nacht ankam, auf der Couch geschlafen hat oder beim Frühstück gesessen hat.) Vor zwei Jahren haben wir das Haus verkauft. Die Instandhaltung wurde auf Grund der Größe des Grundstücks zum Problem und es gab große Pläne der Regierung, einen Flughafen in diesem Gebiet zu bauen (das ist nie passiert), wofür sie das ganze Land für etwa ein Drittel des Preises aufkaufen wollten. Es war herzzerreißend, sich von dem Platz zu verabschieden; daran zu denken, das man niemals mehr dahin zurückkehren würde. Mein Onkel Mansoor hat mir beigebracht in einem klitzekleinen Segelboot zu segeln (links ist rechts und rechts ist links... das Steuer ist ulkig), und ich hatte dort meine erste Begegnung mit dem Windsurfen, etwas, das ich heute immer noch mache. Ein Haus verlassen ist hart, es gibt so viele Erinnerungen, die damit verbunden sind, so viele Gefühle.

Wir hatten immer noch ein kleineres Stück Land weiter weg vom Strand, aber das wurde nie genutzt. Ich habe es noch nicht einmal gesehen. Im letzten Jahr hat Mom damit begonnen, dort ein Haus zu errichten, aber ich war so beschäftigt, ich hab weder die Pläne gesehen, noch etwas anderes. Ich war mir vage dessen bewusst, das die Bauarbeiten im Gange waren und das war alles. Gestern stiegen ein paar von uns in zwei Autos, Familie und Freunde und fuhren abermals nach Mandwa. Wir fuhren zu dem neuen Haus, welches jetzt fertiggestellt und zum Einzug bereit ist. Und auf einmal überkam mich dieses Gefühl. Ich fühlte mich so, wie ich mich immer fühlte, aber ein bisschen anders... plötzlich war ich erwachsen. Ich hatte mein Auto hier her gefahren, ich habe meinen Freunden über das Dorf erzählt. Das ist alles ein Teil des Kreislaufs, vermute ich. Wir haben einen neuen Platz bekommen für meine Freunde und deren Freunde, den man durcheinander bringen kann. Einen neuen Platz für uns, um Erinnerungen zu schaffen.

Antworten: Vasundhara, Ich erinnere mich, als ich in den USA studiert habe, vermisste ich Indien so sehr... zu Hause ist zu Hause. Sumit, du hast Recht, wir verwenden ‘Jai Hind' unmäßig. Es ist ein schöner, schlagkräftiger Ausdruck, den ich ‘zurücknehmen’ möchte. Neha, du kannst meine Kolumne online auf der Webseite der HT lesen. Du kannst auch versuchen, Forums von mir zu finden, es könnte etwas dabei sein, was dir gefällt. Priyanshi, ich bin froh, das ich geholfen habe. Und wenn es etwas gibt, was du tun kannst, dann werde ich dich selbstverständlich darum bitten. Parul, sei nicht zu hart zu PC, sie ist im Moment sehr beschäftigt. Aditya, ich werde deinen Blog ausprobieren, sobald ich wieder irgendwo bin, wo ein Internet zur Verfügung steht.



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Abgesehen von der Kaste
Imran Khan , August 24, 2009




Heute werde ich einigen Leute zu nahe treten. Ich werde über die Bedeutungslosigkeit der Religion sprechen. Beziehungsweise darüber, wie unwichtig eure Religion ist. Ich erwähnte bereits, das ich viele Emails von Leuten bekommen, die über ihre Beziehungen, ihre Probleme und so weiter erzählen und ein Thema, das öfter auftaucht, als ich es möchte, ist das die Kaste oder die Religion als Hindernis zwischen einem Paar steht.
Es ist nicht schwierig, es ist unmöglich für mich, diesen Zustand nachzuvollziehen. Andererseits habe ich einen außergewöhnlich privilegierten Hindergrund. Ich habe das Glück gehabt, in einem Haushalt aufzuwachsen, der am religionsneutralstem und integriertestem im ganzen Land ist. Mein Großvater, ein Moslem, heiratete eine Christin. Mein anderer Großvater war ein Bengale und meine Großmutter ist Britin. Ich habe es oft aus Spaß gesagt, aber es ist eine Tatsache, das niemand in meiner Familie jemanden geheiratet hat, der dieselbe Religion hat. Unsere Familienangehörigen erstrecken sich von UP bis Kerala, von Goa bis Kashmir, vom Punjab bis nach Schottland. Ja, ich habe schottische Verwandte. Blutsverwandte, keine Angeheirateten. Ich bin stolz darauf, den Leuten zu erzählen, das sich meine Familie aus Hindus, Moslems und Christen zusammensetzt und wir alle glücklich unter einem Dach zusammen leben.

Bei uns gibt es Biryani zum Eidfest (edit. wichtiges moslem. Fest, welches das Ende des Fastenmonats kennzeichnet), füllen das Haus zu Diwali mit Lichtern und putzen jeden Dezember einen Weihnachtsbaum an. Jedes Fest, jeder Feiertag wird gemeinsam als eine Familie gefeiert.
So bin ich aufgewachsen, daher ist es für mich schwer zu verstehen, wenn ich höre, das jemand nicht das Mädchen heiraten kann, das er möchte, weil sie einer anderen Religion angehört. Aber ich versuche es. Ich versuche es zu verstehen. Meine erste Reaktion aus dem Bauch heraus ist ganz laut aufzuschreien, und jeden als Fanatiker von mir zu weisen, der so etwas sagt, aber was würde das bringen? Das wäre kaum konstruktiv. Liebe und Verständnis sind häufige Themen in meiner Kolumne, weil das Dinge sind, zu denen ich eine entschiedene Meinung habe. Das sind Dinge, die ich verstehe, daher gebt mir einen Moment und lasst mich darüber erzählen.

Einige von euch denken darüber nach, jemanden aus einer anderen Kaste zu heiraten, manche von euch gehen mit jemanden aus, der einer anderen Religion angehört; ich weiß nicht, was aus diesen Beziehungen wird. Sie mögen funktionieren oder auch nicht. Aber ich glaube fest daran, das der Erfolg oder Misserfolg einer Beziehung von den zwei Menschen abhängt, die in dieser Beziehung stecken. Wie ihr seid, wie ihr euren Partner behandelt; das sind Dinge, die eine Beziehung beeinflussen werden, nicht ob man denselben Glauben hat. Ich kann nur darüber sprechen, was ich weiß oder was ich erlebt habe; Ich weiß, das sich meine Großeltern nicht mehr geliebt haben könnten, wenn sie beide Moslems oder beide Christen gewesen wären. Ich weiß das ich euch bis heute nichts über die religiösen Vorstellungen einiger meiner Freunde erzählen könnte, weil es mir egal ist. Ich liebe sie als die Menschen, die sie sind, und ich habe mir nie die Mühe gemacht, sie danach zu fragen.

Vorauf das alles hinausläuft, ist Folgendes: Wenn die Menschen füreinander sorgen, wird alles andere irgendwie belanglos. Ihr seid dafür verantwortlich, das es funktioniert. Aber wenn es diese Liebe nicht gibt, wird kein Umfang an familiärer Unterstützung sie ausgleichen.



Quelle: ©hindustantimes.com

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Gratwanderung
Imran Khan , August 31, 2009




Ich saß, was ich oft mache, mit Abhay Deol herum und debattierte. Ich liebe den Kerl und ich liebe die Filme die er macht, aber wir widersprechen uns grundlegend, was die Wege unserer Karriere betrifft. Er findet, man sollte sich an Filme halten, welche an die Grenzen gehen und neue Wege einschlagen. Ich bin der Meinung, das man sich im Gleichgewicht halten muss. Man sollte klassische kommerzielle Filme genauso wie experimentelle machen. Das ist der Haken daran und wir können nie eindeutig einer Meinung sein.

Es geschah in einer Nacht in Delhi; wir waren alle aus zum Abendessen und dann verlagerte sich die Party in mein Hotelzimmer. Ihr könnt euch vorstellen wie wahnsinnig ich mich gefreut habe, wo ich doch zu den Menschen gehöre, die gern um 23.00 Uhr ins Bett geht... Egal, er und ich saßen auf dem Sofa, diskutierten ausführlich über Filme, sprachen darüber, was uns kürzlich gefallen hatte (“Kaminey“), worauf wir uns freuten, es zu sehen („Wanted“... kommt schon, das ist Salman Khan's Rückkehr zu Actionfilmen. Wieso seid ihr nicht begeistert?) und so weiter, bis es schließlich zur Sprache kam. "Komm schon, Mensch, du musst mal etwas anderes machen, etwas cooles!" Ich werde euch die Details der Unterhaltung ersparen, die andauerte, bis ich ihn dann endlich überzeugt hatte, mich um 5:30 Uhr ins Bett gehen zu lassen (Randbemerkung: Ich habe einen wunderschönen Sonnenaufgang gesehen), aber das brachte mich zum Nachdenken: Was ist wirklich der richtige Weg für deine Karriere?
Auf der einen Seite könnte man unkonventionelle, experimentelle Filme machen und einen guten Ruf erwerben, weil man gute Arbeit macht (hoffentlich). Auf der anderen Seite könnte man dem kommerziellem Erfolg nachjagen und diese Position dazu benutzen, ein größeres Publikum zu erreichen, wenn man etwas ‚ausgefallenes’ macht. Das letztere macht für mich einfach mehr Sinn. Ich finde, wenn ich kommerziell erfolgreich bin, dann gibt mir das die Kraft jede Art Film zu drehen, die ich will; das die Produzenten bemühter sind, es zu unterstützen und das Publikum geneigter ist, zu kommen und es auszuprobieren.

Lasst mich für einen Moment fachspezifisch werden. Warum werden einem Star gewaltige Mengen Geld bezahlt? Antwort: Ein Star wird dafür bezahlt, das der Film einen ‘Auftakt’ schafft. Der Auftakt verweist darauf, wie viel Geld der Film am ersten Wochenende einbringt. Wenn man einen großen Star hat, garantiert das, das der Film gut eröffnen wird, aber beginnend mit Montag hängt der Verdienst vom Film ab. Wenn er nicht gut ist, wird sich der Ticketverkauf dramatisch reduzieren. Wenn er gut ist, wird er anhalten. Ein Star ist jemand, der dem Produzenten garantieren kann, das die Leute in diesen ersten drei Tagen die Tickets kaufen werden, ohne Rücksicht darauf, wie der Film ist. So einfach ist das.

Was mich zum Thema Gleichgewicht zurückbringt. Wenn ein etablierter Star wie Aamir oder Akshay morgen einen experimentellen Film drehen würden, wären die Leute begeistert, ihn zu sehen. Die gesamte Fangemeinde dieses Schauspielers würde aus Loyalität Tickets kaufen (Randbemerkung: Das indische Publikum ist emotional, dadurch ist es dem Star, den es gern hat, gegenüber sehr loyal) und hoffentlich wird ihnen der Film auch gefallen und sie können ihm etwas abgewinnen, was sie von einem durchschnittlichen kommerziellen Reißer nicht bekommen hätten. Das ist die Macht eines Stars. Das ist etwas, was einen Wert besitzt, weil man es benutzen kann, um viel mehr Menschen zu erreichen. Und letztendlich möchte ich beides. Ich möchte den Erfolg von Kritik und Kommerz. Ich möchte gute Filme machen und ich möchte, das es Blockbuster werden. Schwierige Aufgabe? Sagt ihr es mir.



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Wöchentliche Zusammenfassung
Imran Khan , September 7, 2009




Eine stürmische Woche ist vorüber (come and gone :Ich mag Reime. Das habt ihr bis jetzt wahrscheinlich schon herausgefunden.) und ich ertappe mich dabei, wie ich wieder einmal den Stift aufs Papier drücke (eigentlich die Fingerspitzen auf die Tastatur, aber das klingt nicht so kreativ). Diejenigen von euch, die von Beginn an bei mir sind, werden sich daran erinnern, das meine erste Kolumne eine wöchentliche Zusammenfassung war. Es ist schon eine Weile her, seit ich das getan habe, daher dachte ich, das ich euch über das bisherige Tun informiere. Haltet euch fest.

Als erstes war ich beschäftigt. Nun, eigentlich war ich beschäftigt, um mich zu verloben. Wir haben noch keine Zeremonie gehabt und ich habe noch keinen Ring bis jetzt, aber ihr wisst schon. Ich habe es geschafft zu bestätigen, das sie mich mag und das sie der Idee gegenüber offen ist, mich zu heiraten. Es brauchte sieben Jahre, das für richtig zu befinden, aber es war sinnvoll genutzte Zeit!

Ich habe auch meine Unterstützung einer Gruppe angeboten, die sich ‘Gaia Conservation Foundation’ nennt. (Für jene, die sich für die griechische Mythologie interessieren, so wie ich; Gaia war der Name den die alten Griechen der Gottheit der personifizierten Erde gegeben haben.) Die festgelegte Aufgabe der Stiftung ist es zu erreichen, das ‚jeder Mann, jede Frau und jedes Kind einen Baum pflanzt’. Ich wuchs in Südindien auf und ging in einer dichten dschungelartigen Region auf eine Internatsschule. Dadurch verbrachte ich viel Zeit damit, auf Bäume zu klettern, ein wenig Zeit damit, von ihnen herunter zu fallen und war die ganze Zeit von wildlebenden Tieren umgeben. Es war durchaus nicht dasselbe Umfeld wie in Bombay. Der Stadt sind nur ein paar wenige grüne Flächen geblieben und die paar Bäume, die übrig sind, fallen entweder im Monsun um oder werden ohne jeden Grund abgeholzt.

Lasst mich zum Punkt kommen, bevor ich euch langweile; an diesem Freitag (ja, am 11.) organisieren sie ein Konzert im ‚Blue Frog’, dessen Einnahmen für die Aufforstung des ‚Sanjay Gandhi National Park’ verwendet werden. Die Bands, die auftreten, sind ‘Something Relevant’ und ‚Jalebee Cartel’. Ich habe beide zuvor gesehen und sie sind exzellent. Ich werde zu dem Konzert gehen, ich hoffe wirklich, das diejenigen von euch aus Bombay auftauchen und dabei sein werden (Ihr werdet sowieso Party machen, dieses Mal könnt ihr stolz auf euch sein). Jeder, der dabei sein möchte, kann meinem Freund Romil unter Dieser Link wird erst nach der Registrierung sichtbar. eine Email schicken, oder sich bei Facebook oder Twitter mit ihm in Verbindung setzen. Macht das Richtige, Leute. Um unser aller Willen.

Was mich zu der anderen Entwicklung der Woche führt. Ich habe mich letztendlich bei Twitter angemeldet! (Aber viele von euch wissen das bereits, weil ich Nachrichten erhalten habe, in denen steht, das ihr meine Kolumne lest...) Es hat mir immer gefallen, die Leute zu erreichen und das hat es für mich so viel einfacher gemacht, das zu tun. Außerdem ist es leichter auf komische Storys und Gerüchte zu reagieren, die meist über Schauspieler im Umlauf sind. Tut euch keinen Zwang an, vorbeizuschauen und Hallo zu sagen, mein Username ist 1mrankhan. Auf diese Art könnt ihr Gerüchte direkt aus erster Hand erfahren (edit: Wortspiel straight from the horses mouth/direkt aus dem Maul des Pferdes) . Nicht das ich denke, ich sähe pferdeähnlich aus oder so, aber...oh halb so wild.
PS. Sorry, keine Antworten diese Woche, ich war nicht in der Lage meine Mails zu überprüfen. Ich werde es aber tun. Versprochen.



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Jeans und eine Kurta
Imran Khan , September 14, 2009




Ich wurde gebeten, eine Kolumne darüber zu schreiben, wie die westliche Kultur unser Leben hier beeinflusst. Ganesh Mehta schickte mir eine Email mit dem Hinweis auf das Thema und sofort habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, weil ich denke, das es etwas ist, mit dem sich viele von uns heutzutage herumschlagen (bei der Gelegenheit, Alles Gute zum Geburtstag an deine Freundin Anushka). Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit einem Jungen, den ich zufällig traf. Er war Inder, aber er ist in Kanada geboren und aufgewachsen. Wir unterhielten uns darüber, wie er es empfunden hat, dort aufzuwachsen, wie sich seine Eltern fühlten, als sie Indien verließen... was mir an dem Jungen gefiel, war die Tatsache, das er es geschafft hatte, eine wirklich großartige Balance zwischen den zwei Kulturen zu finden. Er war cool und lustig, er hatte natürlich einen Akzent, aber er hielt an denselben Werten fest, mit denen wir hier aufgewachsen sind. Es gibt eine bestimmte Art, die uns beigebracht wurde, wie wir uns den Menschen gegenüber zu verhalten haben, eine bestimmte Art uns zu benehmen, die uns, im Guten wie im Bösen, von den anderen Ländern unterscheidet.

Die Welt wird kleiner. Überall in der Welt hören die Menschen dieselbe Musik auf denselben IPods, schauen dieselben Filme und TV Shows an. Die Schauspieler und Schauspielerinnen in unseren Hindifilmen tragen dieselben Klamotten wie die Hollywoodstars und wenn ihr zufällig japanische oder südafrikanische Filme anschaut, werdet ihr denselben Stil sehen. Das bedeutet, wir entwickeln eine neue Kultur. Eine weltweite Kultur, die gewährleistet, das man auf einige vertraute Dinge trifft, egal wo man in der Welt unterwegs ist. Seien es die Songs, die in Pariser Nachtclubs gespielt werden oder der Slang, der in Australien gesprochen wird.
Und wo bleiben wir dabei? Ihr habt es gehört, man sagt, das die jungen Leute in Indien keine Werte mehr haben. Man sagt, wir respektieren unsere Traditionen und unseren Glauben nicht mehr, man sagt, wir lieben unser Land nicht auf die Art, wie wir es sollten... wisst ihr, was ich meine? Schwachsinn. Nur weil man sich auf eine bestimmte Art kleidet oder eine bestimmte Art Musik hört, bedeutet nicht, das man sich automatisch von allem Indischen lossagt. Ich denke, das die jungen Leute in Indien heute einen gewissen Stolz haben. Aber hier ist das Interessante; der Typ Mensch, die wir sind, die Religionen und Werte, die wir haben, diese ganzen Dinge hängen davon ab, wie unsere Eltern sind. Etwas klischeehaft, aber es ist wahr. Wir werden letztendlich wie unsere Eltern. Also wenn eure Eltern ein bestimmtes Wertesystem haben, dann wird sich eures höchstwahrscheinlich nicht so sehr davon unterscheiden. Betrachtet euch ausgiebig selbst; ihr werdet überrascht sein, wie viele Ansichten ihr mit euren Eltern teilt. (Sie werden eure Musik trotzdem nie mögen, also hört damit auf, sie dieser Musik auszusetzen. Und zieht eure Hosen ein Stückchen höher.)

Und nun passt auf, Leute. Wir werden gut vorankommen. Wir sind immer toll gewesen im Vermischen und im Anpassen, haben von anderen Kulturen genommen, was wir wollten, aber wir haben sichergestellt, das wir unser Indischsein bewahren. Schaut euch einfach Gobi Manchurian an. Vertraut mir, die haben in China nie davon gehört. Die Leute machen sich Sorgen über die Zukunft unseres Landes. Es gibt Tage, da mache ich sie mir auch.

Aber dann schaue ich auf das größere Bild; die tausende von Jahren, die wir damit verbracht haben, unsere Kultur zu entwickeln, die hunderte von Jahren, die wir sie beibehalten haben... und dann fühle ich mich besser. Dinge werden sich ändern, sie werden sich entwickeln. Dhotis könnten den Jeans weichen, Chappals den Nikes, aber Dinge, die eine Bedeutung haben, ändern sich nicht. Werte. Wir werden gut vorankommen.

Antworten; Viel Glück für deine Prüfungen, Vaishnavi. Bleib ruhig, du wirst das fantastisch machen. Hi Aakriti, du Großmutter aller Quasselstrippen... schön, von dir zu hören. Shinky, Shona scheint dich wirklich zu lieben. Denk darüber nach.



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Die Seele des Radios
Imran Khan , September 21, 2009




Wer hört Radio? Hebt eure Hand, wenn ihr Radio hört. Okay, jetzt, wo ihr die Zeitung vom Fußboden wieder aufgelesen habt, können wir weiter machen (tut mir leid deswegen). Ich erinnere mich daran, als im Jahr 2002 das Radio FM nach Indien kam. Es gab nur ein paar Radiosender, aber sie spielten eine erstaunliche Musik. Es war kostenlos zu hören, weil jeder ein Radio im Auto hatte, oder eingebaut im Handy oder ein einfaches Taschenradio besaß. Es war eine großartige Zeit. Ich erinnere mich, das wir mit Freunden an der Straße saßen, die Autotüren offen, damit wir die Musik hören konnten.

Schrittweise hielt die Kommerzialisierung Einzug. Neue Sender begannen aus dem Boden zu schießen und miteinander um das Geschäft zu rivalisieren. Sie begannen, nur die neuesten Hindifilmsongs zu spielen und die englische Musik auszulassen. Es ist nichts falsch an Hindifilmsongs (Gewissermaßen lebe ich von ihnen), aber brauchen wir wirklich sechs Sender, die alle jeden Tag die gleichen 15 Songs spielen? Hebt eure Hand, wenn ihr dieselben Songs von zwei verschiedenen Sendern zur gleichen Zeit gehört habt. (Sorry noch einmal). Das Problem ist die Identität. Keiner von den Sendern hat eine. Wenn jeder einzelne Sender exakt dieselbe Musik spielt, weshalb sollte ich mich für den einen oder den anderen entscheiden? Und wenn ich es tun würde, wie wäre ich in der Lage es festzustellen?

Letzte Woche unterhielt ich mich zufällig mit Malini vom Sender 94.3 Radio One. Ich sagte ihr, das ihre Show eine der wenigen ist, die ich höre, weil sie interessante und unterschiedliche Musik spielt. Sie erzählte mir im Gegenzug, das ihre Show zum Ende der Woche zu Gunsten einer Dandiya Show abgesetzt wurde. Es war ein poetischer Moment. Sie bat mich, vorbeizukommen und bei ihrer zweitletzten Show ihr Co-Moderator zu sein; "Du kannst alles spielen, was du willst", sagte sie. Ich stimmte unter der Bedingung zu, das sie das wirklich so meinte, wie sie es gesagt hatte und das wir die Show 'Pirate Radio' nennen würden. Weil wir für drei Stunden den Äther an uns reißen würden und genau das spielen würden, wozu wir aufgelegt waren.

Ich verbrafchte ein paar Tage damit, eine Liste von Liedern zusammen zu stellen, die ich spielen wollte und Mittwoch nacht steuerte ich das Studio an. Von 21.00 Uhr bis Mitternacht ließen wir die Lieder meiner Liste laufen, erledigten ein paar Live-Anrufe und sprachen hauptsächlich darüber, was das Radio uns bedeutet. Das war eine der angenehmsten Nächte meines Lebens.

Das Radio ist alter als Fernsehen, Filme und Internet und ist immer noch da. Warum, denkt ihr, ist das so? Weil es fantastisch ist, deshalb. Jeder hört es, und jeder wird es hören. So lange wir Auto fahren und in Zügen sitzen wird uns das Radio Gesellschaft leisten. Wir halten es sogar zu Hause und in unseren Büros in Gang. Ich liebe das Radio und ich werde es weiter hören. Aber ich werde immer daran denken, wie es einmal war.

Antworten: Niret, wenn du es hinbekommst, das du ihre Eltern überzeugst, dann werden die Dinge viel einfacher sein. Wenn nicht, würde ich mir auf lange Sicht hin über eure Beziehung Sorgen machen. Karan, Priyanka sagt, sie liebt dich immer noch. Viel Glück, Leute! Suphala, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Liebe von mir und deiner Freundin Shreya. Dieser Link wird erst nach der Registrierung sichtbar., wenn du schon Hassmails schreibst, dann solltest du wenigstens die Courage besitzen, sie mit deinem echten Namen zu unterschreiben. Vielleicht würde ich dich dann ernster nehmen.



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Die Heimat wiederentdecken
Imran Khan , September 28, 2009




Ich habe einen Freund aus den USA, der mich besuchte. Wir waren gemeinsam auf der Filmschule und wir standen uns sehr nahe. Ich ging 2005 zurück nach Indien, aber wir blieben in Verbindung und er versprach mir immer, das er eines Tages kommen würde, um mich zu besuchen. Ich war mir nie sicher, ob er wirklich kommen würde oder ob das nur eine der Sachen war, die man zu den Leuten sagt. Ihr wisst schon, wie, “Hey Kumpel, wir sollten uns wieder mal treffen. Ich werde dich anrufen, 100%!”. Aber das stellte sich als wahr heraus und vor ein paar Monaten schickte er mir eine Email, das er seine Tickets gebucht hat und das er nach Indien kommt.

Ich begann auf der Stelle all die Orte anzuvisieren, zu denen ich ihn mitnehmen würde und dachte an das ganze Essen, was ich ihn probieren lassen würde. Wir begannen am aller ersten Tag, an dem er hier ankam und das war zufällig an Eid. Ich schleppte ihn überall hin, fütterte ihn mit Biryani, Jalebis, Kababs, Rasgullas, Gulab Jamuns... mit allem. Am nächsten Tag stellte ich ihm das ‘Indisch Chinesische' vor (erinnert ihr euch, Gobhi Manchurian?), am Tag danach klassisches indisches Butterhühnchen und Paani Puri (von dem er sagt, das ist das beste, was er probiert hat), gefolgt von Dosas und Idlis. Jeden Tag etwas Neues. Ich machte es mir zur Aufgabe, ihm zu erklären, woraus jede Speise gemacht ist, woher sie stammt und was ihre Bedeutung ist.

Und etwas erstaunliches begann. Ich fing an, alles so zu erleben, wie er es erlebte; als ob ich zum ersten Mal Paani Puri essen würde, oder versuchen würde zu verstehen, woraus genau Dosas gemacht werden. Ich begann die Dinge zu würdigen, bei denen ich angefangen hatte, sie als gegeben hinzunehmen. Ich habe das Essen schon immer mehr geliebt, als der Durchschnittsmensch (ihr solltet mich am Tisch sehen, wenn das Essen aufgetragen wird, ich sage kein Wort. Ich schaue nicht einmal von meinem Teller auf) aber wenn man erst weiß, welche Düfte zu erwarten sind, dann nimmt die Freude etwas ab. Zum Glück für mich habe ich das schnell erfasst. Am zweiten Tag hatte ich begriffen, das ich mitten in einer Art Wiedergeburt war und entschied, mich treiben zu lassen.

Wir dürften nicht alle so glücklich sein. Wir neigen dazu in eine Routine zu verfallen und aufzuhören, Dinge zu schätzen, die wir einmal angenehm fanden, aber manche von uns entkommen dieser Routine nie. Schaut mich an; bei mir war der erstmalige Besuch meines Freundes in meinem Land nötig, damit er mir helfen konnte, Dinge wieder zu entdecken, die ich bereits kannte. Dinge, die ich mein ganzes Leben lang geliebt hatte, aber bei denen ich vergessen hatte, wie es dazu kam.

Kommt schon, denkt nach. Was macht ihr alles tagtäglich, was ihr wirklich gern habt? Dinge, die euch wirklich glücklich machen würden, wenn ihr ihnen nur die Bedeutung geben würdet, wie ihr es schon einmal getan habt, bevor ihr durch sie hindurchgesehen habt? Das kann etwas sein, was ihr esst (mein persönlicher Favorit), ein T-Shirt, was euch richtig gut steht, oder einfach einem Song zuzuhören, der in euch den Wunsch weckt, mit zu singen. Da gibt es Glück in kleinen Dosierungen, wenn man nur danach sucht. Es ist verwunderlich, wie oft wir das vergessen.

Tut mir leid, Leute, ich habe keine Chance gehabt, diese Woche Emails zu lesen. Ich werde sie alle nächste Woche lesen.



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Das Spiel mit den Zahlen
Imran Khan , October 5, 2009




So. Numerologie. Wir sind uns schon zu verschiedenen Zeiten über den Weg gelaufen, haben manchen unnachgiebigen Blick getauscht und versucht, den Gegner einzuschüchtern, aber eigentlich haben wir nie die Klingen gekreuzt. Bis zum heutigen Tag!

Ich versuche mich an die Zeit zu erinnern, als die gesamte Numerologensache in unser Leben getreten ist... (ja, ich bin mir dessen bewusst, das die Wurzeln der Numerologie Jahrhunderte vor Christus zu finden sind, aber wann ist es zur Mode geworden? Außerdem würde ich gern einen Joke über die Quadratwurzeln der Numerologie machen, aber ich habe beschlossen, das es geschmacklos wäre.) Irgendwann am Anfang dieses Jahrhunderts, wie das Erinnerungsvermögen angibt. Das war zu der Zeit, als die Menschen begannen zu kapieren, das ein wenig Hilfe von den Planeten ihre Filme zu einem Hit machen würden oder ihnen die Chance eröffnen würde, ein Sänger zu werden.

Ich habe mich gefragt, inwieweit wir bereit wären unsere Namen zu variieren? Sicher, ein zwangloser Mensch könnte die Schreibweise von Rohan zu Hrohan ändern, aber das ist Kinderkram. Ein echter Fan würde dort nicht aufhören. Und nein, ich rede auch nicht von der Schreibweise Hrohann.

Das ist noch im Bereich der Möglichkeiten. Ich sage, das volle Programm. “Hi, ich heiße Rohan. Ich bin S-a-t-w-i-c-k. Rohan.” Das klingt lustig für euch? Wartet mal, bis ihr das wirklich erlebt, ihr wüsstet nicht ob ihr lachen sollt oder euch vor Satwick fürchten sollt.

Lasst mich deutlicher werden; es ist nicht meine Absicht die Numerologie oder irgendein anderes Glaubenssystem zu entzaubern. Vielmehr sage ich, das wir diese genug respektieren sollten, um uns nicht mit ihnen anzulegen. Ich persönlich glaube nicht an Numerologie, aber sagen wir, wegen der Argumente, das es wahr ist. Die Sterne haben bestimmt, weil mein Name Imran ist, habe ich ein bestimmtes Schicksal. Glaubt ihr wirklich, wenn ich die Schreibweise in ‘Imraan' ändere, wird es das Schicksal durcheinander bringen und ich bekomme Pech statt Glück? Sind diese Mächte so schwach, das die Abänderung deiner Unterschrift den Himmel neu ausrichten und den Verlauf des Schicksals neu organisieren wird?

Mann, wir Menschen denken dauernd nur an uns selbst. Auf der einen Seite reden wir darüber, wie altertümlich und mächtig Numerologie ist, und auf der anderen Seite sind wir der Meinung, wir können sie manipulieren, indem wir ein extra ‘a' in unsere Namen einfügen. Entscheidet euch mal, Leute. Wenn Numerologie so mächtig ist, werdet ihr nicht in der Lage sein, sie herum zu schubsen. Und wenn ihr so mächtig seid, das ihr es könnt, braucht ihr euch keine Sorgen über die Planeten und das Zeug zu machen. Und für das Protokoll, ich habe meinen Namen immer ‘Imran' buchstabiert. Mit einem ‘a'.

Antworten: Nachträglich alles Gute zum Geburtstag für Suru. Es tut mir leid, Anjali, ich konnte es vorher nicht erledigen.

Danke für die Links Amit,ich werde sie ausprobieren. Was das Erhalten meiner Figur betrifft, ich bin nicht immer in Spitzenform. Ich erhole mich zwischen den Filmen und habe Spaß und wenn ich mit einem Film beginnen muss, bringe ich mich auf Vordermann, achte darauf, was ich esse, usw. Shivangi, ich bin eigentlich schon ein paar Mal auf Mauritius gewesen, ich liebe diesen Ort wirklich.



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Ich bin kein Disco Tänzer
Imran Khan , October 12, 2009




Ich habe es immer wieder gesagt, das ich kein Tänzer bin. Es liegt mir von Natur aus nicht und ich habe auch nie Spaß daran gefunden. Die Leute scheinen es trotzdem zu mögen, und sie verbringen Stunden damit, ihre Körper zum Rhythmus zucken zu lassen (manchmal auch ohne Rhythmus), und ich werde es zugeben, das ich oft in Nachtclubs gesessen habe und über die Leute gelacht habe.

Egal. Obwohl ich jammern könnte und obwohl es albern wirken mag, das Tanzen ist ein wesentlicher Bestandteil der Hindifilme. Ja, ja, bei uns geht es allen um das New Age Kino hier und die Entwicklung des Geschmacks beim Publikum da, aber dreht man die Lautstärke bei 'Ahun Ahun' auf und schwingt plötzlich bei jedem das Becken. Seien wir doch einfach mal ehrlich, oder? Wir sind Inder und wir mögen unsere Helden und Heldinnen, die ihre Gefühle in Liedern und Tänzen ausdrücken, verdammt noch mal! Diese Backgroundsongs und die Liedmontagen sind alle sehr gut, und wenn man das Publikum wirklich aufhorchen lassen möchte, muss man ein paar Schritte choreografieren, ein paar Backgroundtänzer beisteuern und die Lichter blitzen lassen.

Da das der Fall ist, versuchte ich mein Bestes, um der ganzen Tanzsache so gut wie möglich und solange wie möglich auszuweichen. Aber wie sie so sagen, kann man seinem Schicksal nicht entgehen. (Fragt nicht, wer 'sie' sind, ich kann es euch wirklich nicht sagen. Aber sie sagen das, vertraut mir.) Mein neuer Film, mit dem Titel „I Hate Luv Storys“ beginnt mit den Dreharbeiten am Ende dieses Monats (jeder, der irgendwelche Witze über Numerologie macht, wird von Ninjas gemeuchelt), und wie ich sagte, wenn ich den frisch aufgenommenen Songs zuhöre, beginnt mit langsam die Erkenntnis zu dämmern; die erwarten von mir, das ich tanze!

Ich gerate in Panik und erzähle Punit, dem Regisseur, das ich für mein Leben nicht tanzen kann. “Ich bin schrecklich”, sagte ich ihm. “Die Leute, die mich tanzen sehen haben, begannen aus den Augen zu bluten und wurden anschließend blind.” Aber er wollte nichts davon wissen. “Nun, in diesem Fall, fängst du jetzt besser an mit proben“ sagte er zu mir. “Je mehr Übung du hast, desto besser.” Da fiel mir dann nichts dazu mehr ein.

Was mich zurück zu meinem Leben in der vergangenen Woche bringt.

Ich begann mit Bosco, unserem Choreographen, zu arbeiten. Mein Körper schmerzte auf eine Art und Weise, die ich nicht beschreiben kann (Kinder lesen meine Kolumne auch), und ich habe nicht mal die Energie, quer durch das Zimmer zu laufen, um den Ventilator anzumachen. Aber gestern geschah etwas Erstaunliches.

Die Musik dröhnte, wir arbeiteten schon ein paar Stunden dran, und ich erkannte plötzlich, das ich...nicht miserabel war. Die Sache lief nicht so schlecht, es war fast so ähnlich... als hätte ich Spaß gehabt. Ich werde wahrscheinlich nicht ausgehen und in meiner Freizeit zum Tänzer werden oder so etwas, aber ich muss es zugeben. Das ist gar nicht so schlecht!



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Das Fest des Lärmes
Imran Khan , October 19, 2009




Ich sitze mit Freunden und der Familie zusammen, wir feiern Diwali und sie spielen Karten. Sie, ich nicht. Ich kann überhaupt nicht Karten spielen, das hat für mich noch nie einen Sinn ergeben. Mir wurde erzählt das Ass ist das Höchste, aber ein Paar von anderen Karten schlägt ein Ass. Außerdem sind 2,3,5 das niedrigst mögliche Blatt, was man haben kann, aber weil es selten ist, ist es das höchste. Ist jetzt vielleicht noch jemand verwirrt?

Egal, die Familie ist zusammen, das zählt. Diwali ist für uns eine große Sache und ich finde, das wir oft den Blick dafür verlieren, was wirklich wichtig ist. Die Leute drehen durch, indem sie neues Zeug kaufen, Karten spielen und gewaltige Summen Geld verzocken... sie verschwenden Zehntausende Rupien für Knaller, das hat mich schon immer wütend gemacht.

Ich habe die lärmenden Knaller schon immer gehasst, weil sie die Tiere in meinem Haus in Angst versetzen. Ich erinnere mich, das sich meine Hunde winselnd unter dem Bett versteckten, weil der Krach draußen die ganze Nacht weitergehen würde. Ich war immer sehr wählerisch und habe nur die geräuschlosen Knaller verwendet, die Sorte, die aufleuchtet, aber nicht explodiert.

Dann wurde ich älter und erkannte, das auch wenn ich keinen Krach machte, ich trotzdem entsetzlich die Luft verschmutzte. Der Tag nach Diwali ist in einigen großen Städten grauenhaft. Überall gibt es diesen dichten Smog. Kommt schon, Leute, was machen wir hier? Wir blechen jede Menge Kohle um unsere eigenen Städte zu verschmutzen. Um unseren eigenen Kindern Atemprobleme zu bescheren. Hauptsache, die Familien haben Spaß zusammen, richtig?

Ich werde nie verstehen, woher dieser ganze Feuerwerkskram herstammt; Diwali wird gefeiert um die Rückkehr von Rama zu Ayodhya nach 14-jähriger Verbannung in Erinnerung zu bringen. Die Menschen zünden entlang des Weges Öllampen an, um seinen Pfad zu erleuchten. Meiner Kenntnis nach hat keiner Raketen angezündet, um ihn willkommen zu heißen. Noch war die Straße mit Streifen von 10.000 Knallern gesäumt. Das ist ein bisschen wirr, ich weiß, aber das hat mich schon immer gestört. Ich denke an meine Hunde Kajri und Tony. Es muss schrecklich für sie sein. Die Knaller werden die ganze Nacht hindurch gehen und es gibt nichts, was ich tun kann. Keine Chance für mich zu erklären, was da abgeht oder warum. Aber ich mag Diwali. Mom, Avantika und ich gehen durch das Haus und stellen Öllämpchen in alle Fenster, damit das Haus erleuchtet ist. Es sieht wunderschön aus. Ich verbringe den Abend mit meiner Familie und meinen engsten Freunden, wir unterhalten uns und haben Spaß. Wir spielen Karten, ziehen das ganze Programm durch. Wir haben einen Wahnsinnsspaß. So feiere ich Diwali.

Ich weiß nicht, wie viele von euch schon einmal über diese Dinge nachgedacht haben, über die ich heute geschimpft habe. Vielleicht empfinden das einige von euch ebenso. Vielleicht haben einige von euch noch nie darüber nachgedacht, aber jetzt kennt ihr meine Ansicht dazu. Einige von euch mögen denken, das ich überreagiere, wer weiß.

Wie es auch immer ist; wenn es nicht’s anderes gibt, versucht es und erübrigt einen Gedanken an meine Tiere.

In Liebe, Imran.



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Das Glück der Anderen
Imran Khan , October 26, 2009




Was empfindet ihr, wenn jemand anderen etwas großartiges passiert? Seid ihr glücklich? Eifersüchtig? Motiviert? Entmutigt? Ich fange mal von vorne an.

Ich habe einen Freund, der schon immer Schauspieler werden wollte. Viel mehr, als ich es jemals wollte. Er ist ein paar Jahre jünger als ich, aber er weiß viel mehr darüber, als ich; er hat Jahre mit der Ausbildung im Theater, im Tanz, in der Sprache verbracht... alles Mögliche. Er zog nach Bombay vor etwas mehr als einem Jahr, um seine Karriere zu starten, und ich habe ihn die ganze Zeit verstanden. Die zahllosen Meetings und Vorsprechen, die gesendeten Fotos zu Produzenten und Regisseuren. Die Hoffnung vor jedem Meeting, welches zu dem einen Besonderen werden könnte; welches zu dem Tag werden könnte, über den wir alle in vielen Jahren sprechen würden, wenn die Leute fragen, “So und wie bist du in die Branche gekommen?”

Vor sechs Monaten sah alles gut aus. Ein gutes Produktionshaus begann mit einem Projekt und wollten Newcomer dafür. Mein Freund war der heiße Favorit, das sagte ihm der Regisseur persönlich. Es gab ein paar Probleme mit dem Drehbuch, die noch ausgearbeitet werden mussten, so das sich der Film verzögerte, aber nichts, worüber man sich Sorgen machen musste. “Du bist mein Junge, das ist ganz klar,” erzählte er meinem Freund.

Mein Freund bekam die Rolle nicht. Ich erinnere mich an den Tag, an dem er mir erzählte, das er in dem Film nicht dabei sein wird. Unsere Truppe traf sich, verbrachte den Abend mit erzählen, aber ich denke nicht, das irgendjemand wirklich wissen wird, wie sehr gekränkt er gewesen ist. Die Zeit verging und ich begann, mich in zunehmenden Maße zu ängstigen. Um ihn. Was, wenn nichts passiert? Was, wenn er nie seine Chance bekommt? Es würde ihn fertig machen, ich habe es gewusst und es würde mich fertig machen. Ich weiß, wie es ist, wenn man die Filme liebt. Man kann an nichts anderes denken und es gibt wirklich nichts anderes, was dem gleich kommt.

Letzte Woche kam er zu mir nach Hause und erzählte mir, das er für seinen ersten Film unterschrieben hat. Ich sprang auf und umarmte ihn und mir kamen die Tränen. Auch jetzt habe ich Tränen in den Augen, wenn ich mich an diesen Moment erinnere, und deshalb habe ich zu Beginn diese Frage gestellt; Was empfindet ihr, wenn jemand anderem etwas großartiges passiert? Wenn ihr wirklich froh seid, über den Triumph eines anderen richtig begeistert seid... dann seid ihr verdammt glücklich. Weil ihr jemanden habt, der euch in eurem Leben so viel bedeutet. Es gibt nichts Besseres als das. Und wenn ihr mehr als den Einen habt... Toll. Das ist was.

Gratuliere AO. Du wirst uns eines Tages stolz machen. In Liebe Beep, Gen, Deva. Und ich.



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Idealistisch...
Imran Khan , November 2, 2009





Meine Aufzeichnungen wurden manchmal als engstirnig, naiv und idealistisch kritisiert. Ich möchte gegen jeden dieser Vorwürfe etwas einwenden, nur nicht über den idealistischen Part. Mein Leben war nicht geschützt, wie viele es sich vorstellen. Seit ich jung war reiste ich viel, traf viele Leute und sah weit hässlichere Dinge, als das ich Wert darauf legen würde, näher darauf einzugehen. All das führte dazu, das ich früh erwachsen wurde und etwas habe, was ich als ziemlich gutes Verständnis der menschlichen Natur bezeichnen möchte.

Ich habe immer geglaubt, das die Schönheit jeder Kunstform in der Fähigkeit liegt, einen zu berühren, einen fühlen zu lassen. Das ist es, was ihr, meiner Meinung nach, einen Wert verleiht. Daher habe ich oft über Liebe und Freundschaft geschrieben. Ich denke, das ich nicht über die Welt schreibe, wie sie ist, sondern wie ich sie zukünftig gern hätte. Wie ich es empfinde, wie sie sein kann. Ich schaue auf das Beste in den Menschen und versuche, es zu ergreifen.

Zynismus ist leicht. Es ist leicht, etwas abzuschreiben, es ist leicht, das Schlimmste in jemandem zu sehen. Vielleicht, weil der Gedanke an etwas zu glauben, um dann enttäuscht zu werden, uns zu viel Angst macht. Viel zu oft nehmen wir das Schlimmste an, weil wir lieber sagen, “Das habe ich dir ja gleich gesagt”. Ich kann nicht für jemand anderen sprechen, aber ich denke nicht, das dies eine Lebenseinstellung ist. Wollt ihr wirklich euer gesamtes Leben damit verbringen, immer nur das Geringste zu erwarten?

Ich bin kein Idiot, ich denke nicht, das die Welt nur aus Blumen und Regenbogen besteht, aber ich glaube an die angeborene Güte der Menschheit. Ich glaube, wenn wir und andere an einem höheren Standard festhalten, wir wären überrascht, wie viele sich der Herausforderung stellen würden. Versucht ein bisschen Vertrauen zu haben, seht die angenehme Seite... Sie ist ziemlich schön!



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Cat12
Die Ballade von Shinky und Shona
Imran Khan , November 9, 2009




Ich weiß nicht, ob es euch überrascht oder nicht, aber ich bekomme viele Hassmails. Diejenigen von euch, die diese schreiben, werden überhaupt nicht überrascht sein... Egal: Ich habe gesagt, das diejenige Sache, die ich am Schreiben dieser Kolumne mag, ist, das ich auf einem persönlichen Niveau mehr Leute erreiche und mit ihnen in Verbindung trete. Hier ist die Kehrseite; ihr öffnet euch auch mit einer Menge Negativität. Eine Menge Feindseligkeit, viel Hohn und ausgemachte Gehässigkeit. Aus Gründen, die sich vom einigermaßen Plausiblen bis zur Obergrenze des Wahnsinns hin erstrecken. Das ist nur natürlich; jederzeit, wenn man sich öffnet, bekommt man Gutes und Schlechtes.

Menschen, die einfach nie das Gute in jemandem sehen können und eher an das absolut Schlimmste glauben möchten. Menschen, die unangenehme Dinge einfach deshalb sagen, weil sie können, weil sie wissen, das jemand zuhört. Ich erzähle euch das nächste Stück, obwohl ich weiß, das es vielen Leuten eine gigantische Zufriedenheit bescheren wird. Aber das ist okay für mich, weil ich lieber ehrlich zu euch sein möchte. Die Hassbriefe tun weh. Sie schaffen es, mich zu berühren, mich zu beeinflussen. Und eine Menge von ihnen bleibt bei mir. Aber ab und zu passiert etwas, das dich diese ganze Unannehmlichkeit eine Weile vergessen lässt. Vor ein paar Monaten bekam ich eine Mail von einem Jungen, der ein Mädchen liebte, aber sie sollte jemand anderen heiraten. Er fragte mich, ob ich eine E-Mail von ihm an sie in meine Kolumne aufnehmen kann. Das habe ich getan. “Shinky, Shona liebt dich wirklich sehr, denk darüber nach” war der letzte Satz in meiner Kolumne in der damaligen Woche. Seltsam, ich erinnere mich lebhaft daran.

Diese Woche bekam ich eine E-Mail von dem selben Jungen. Sein Name ist Chetan, und er informierte mich, das dieses betreffende Mädchen nun mit ihm verlobt ist und sie im nächsten Jahr heiraten werden. Er bedankt sich dafür, das ich sein Leben verändert habe und das er sich immer daran erinnern wird.

Und genau das ist der Grund, warum ich das mache. Ich öffne mich für all das; Ich nehme die ganze Negativität, die Feindseligkeit, den Hohn und die Gehässigkeit, weil mir das manchmal die Möglichkeit gibt, etwas wahrhaft unglaubliches zu tun. Etwas wirklich Schönes. Es gibt mir die Chance, das Leben von jemanden zu verändern. Vielleicht ist auch eine Spur Egoismus dabei, wer weiß.

Aber ich danke dir Chetan. Danke, das du mir den Tag gerettet hast. Ich bin begeistert, das ihr zwei zusammengekommen seid und ich wünsche euch viele, viele gemeinsame und glückliche Jahre.



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Geh manchmal einen Schritt zurück für den Treibstoff des Lebens
Imran Khan , November 16, 2009




Ich habe am 25. Oktober mit den Dreharbeiten für meinen neuen Film mit dem Titel “I Hate Luv Stories” begonnen. Ganze acht Monate nachdem ich meinen letzten Film beendet habe. Ich wollte eine Pause machen, aber ich hatte nicht geplant, das sie so lang wird. Es hat sich auf gewisse Weise einfach so ergeben. Die Sache ist die, seit ich im Dezember 2006 damit begonnen habe für “Jaane Tu” zu drehen, hatte ich keine Pause mehr gemacht. Ich habe vier Filme hintereinander gedreht, mit höchstens ein paar Tagen Abstand dazwischen. Das Endergebnis war, als ich mich dem Ende des vierten Filmes näherte, begann ich mich ‚leer’ zu fühlen.

Wenn man in einem kreativen Bereich arbeitet, kommt deine Leistung aus deinem Inneren. Und um etwas von dir heraus zu geben, musst du etwas in dir haben. Ich nenne es ein kreatives Reservoir. Man füllt es auf, indem man Erlebnisse hat, liest, Musik hört, sich Gemälde anschaut … alles Mögliche. Es ist wahrscheinlich unterschiedlich für verschiedene Leute, aber ich glaube das Wesentliche bleibt das gleiche; wie ein Auto kannst du ohne Treibstoff nicht fahren.

Wie auch immer. Also damals fühlte ich mich erschöpft und leer. Das war, als ich entschied, das ich etwas mehr tun musste. Ich verpflichtete mich dazu, diese Kolumne für HI zu schreiben, ich verreiste mit Freunden, ich war Co-Moderator bei einer Radioshow … neue Sachen. Sachen, die absolut keine Verbindung zu den Filmen hatten und die meiner Arbeit in keiner ersichtlichen Sache halfen. Abgesehen davon, das sie halfen!

Sie drängten mich, Dinge zu versuchen, die ich nie zuvor probiert hatte, an Dinge zu arbeiten, die ich nie in Angriff genommen hatte und trugen im Allgemeinen zu meiner Entwicklung als Mensch bei. Es ist so, wir verbringen so viel Zeit damit, unsere Arbeit zu verbessern, das wir dazu neigen andere Bereiche zu vernachlässigen. Welche wiederum unsere Arbeit verbessern.
Und ich denke folgendes darüber; Wenn dein ganzes Leben auf nur eine Sache fokussiert ist, kann es sein, das man beginnt, die Perspektive zu verlieren. Vielleicht nicht sofort, aber auf lange Sicht? Unbedingt. Man mag es nicht einmal erkennen, wann es soweit ist, aber man merkt, das man stagniert. Daher mein Rat, für das, was es wert ist, öfter mal einen Schritt zurück zu gehen. Lerne eine neue Fähigkeit, mach etwas vollkommen unbrauchbares, was dir in keiner erdenklichen Art helfen wird. Du wirst froh sein, das du es getan hast. Ich zitiere einen meiner Lieblingsfilme: “Das Leben bewegt sich sehr schnell. Wenn du nicht anhältst und dich umschaust, dann könntest du es verpassen.”



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