maya
Yeh Raaste Hain Pyaar Ke ( 2001)


Die Geschichte von YRHPK ist in Anlehnung an drei erfolgreiche Gauner – Khilona (Sanjeer Kumar), Dushman (Rajesh Khanna) und Daag (Rajesh Khanna). Die Story ist nicht neu, aber die Durchführung. Der Regisseur und seine Autoren sind mit einem interessanten Wendung gekommen, die der Geschichte ein frischen Aussehen verpasst.
Inhalt:
Vicky (Ajay Devgan) und Sakshi (Preity Zinta) sind ein Paar und schlagen sich als Trickbetrüger erfolgreich durchs Leben. Als Vicky dem Gangster Bhanwarlal (Deep Dhillon) eine große Summe mit einem kleinen Kartentrick abknöpft, will er sie ausschalten. Er verfolgt Vicky tötet aber aus Versehen Rohit Verma (Ajay Devgan), der Vicky täuschend ähnlich sieht. Vicky entkommt mit einem Bus und landet in dem Haus von Rohit. Auch nachdem er die Verwechslung aufklärt, bittet der Vater von Rohit ihn, weiter Rohit zu spielen. Denn Rohits Frau Neha (Madhuri Dixit) hat einen Schock erlitten und hat den Tod des Mannes verdrängt. Sie hat zugesehen wie ihr Mann in er Hochzeitsnacht überfahren wurde. Da Vicky vergebens nach Sakshi gesucht hat, willigt er ein, als er einen hohen Geldbetrag bekommt. Doch er trifft Sakshi wieder und auch die Gangster haben seine Spur nicht verloren. Hin und her gerissen zwischen Liebe und Verantwortung sucht Vicky seinen Weg.
Regie:
Deepak S. Shivdasani
Drehbuch:
Deepak S. Shivdasani
Release Date:
10 August 2001 (India)
Darsteller:
Ajay Devgan ... Vicky / Rohit Verma
Madhuri Dixit ... Neha
Preity Zinta ... Sakshi
Vikram Gokhale ... Rohit's father
Deep Dhillon ... Bhanwarlal
Sunny Deol ... Sagar (Special Appearance)
Songs:
"Aaja Aaja"
"Bam Bhole"
"Halle Halle"
"Jo Pyaar Karta Hai"
"Khoya Khoya Chand Hai"
"Mera Dil Ek Khali Kamra"
"Yeh Dil Mohabbat Mein"
"Yeh Raaste Hain Pyaar Ke"
Review:
Eine interessante Geschichte. Ein Gaunerpärchen wie Bonny und Clyde legt sich mit seinem Hehler an. Was damit endet, dass sie um ihr Leben laufen. Bis dahin ist alles bestens und dann beginnen die Zufälle, die sich leider zu sehr häufen.
Die erste Verwechslung ist noch zu akzeptieren, aber das Vicky im Wohnort von Rohit landet, ist schon ziemlich weit hergeholt. Aber im Sinne der Geschichte ist es unerlässlich, denn ohne diese „Zufälle“ gäbe es die Geschichte gar nicht.
Als weitere Gegebenheit, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann, verwendet der Drehbuchschreiber, die offensichtlich für Indien typische Sache, dass junge Witwen häufiger den Verstand verlieren.
Vielleicht hat der ein oder andere auch den Artikel über die Teufelsaustreibungen in Indien gelesen, es scheint dort fast selbstverständlich zu sein, dass Frauen den Verstand verlieren, wenn sie sich nicht mit ihren unterdrückten Rollen zurechtkommen. Vor diesen Hintergrund mag man also den Gedächtnisschwund von Madhuri als legitim betrachten. Ebenso wenn man bedenkt, dass die Geschichte an sich schon älter ist und hier nur wieder aufgewärmt wird.
Weiter geht es mit der Verantwortung, hier stellt Vicky und Sakhay ihre Liebe zueinander unter die Verantwortung von Vicky für den Tod von Rohit. Auch eine Entscheidung, die typisch für indische Filme ist.
Wenn man sich also als Europäer mit diesen Gegebenheiten abgefunden hat, kann man die Geschichte genießen.
Ajay Devgan in der Doppelrolle von Rohit und Vicky ist gut. Die Unterschiede hier durch die Kleidung stark betont sind sonst wenig vorhanden. Eine Sache die Selbstgespräche von Vicky wird zu übertrieben herausgespielt.
Preity als Waisenmädchen und Gaunerbraut ist der Hit. Ihre Aktionen um an die Autos reicher Männer zu gelangen war gekonnt und sehr überzeugend. Ihr Charakter war auch insgesamt der, der mir am besten gefallen hat.
Madhuri, als Braut die am Tage ihrer Hochzeit Mann und Gedächtnis verliert, spielt überzeugend, aber der Charakter passt nicht zu ihr. Madhuri wirkt wie eine resolute Frau und nicht wie ein vereinsamtes Lämmchen, das die Milch nicht findet. Trotzdem ist sie überzeugend und ihre Tanzeinlagen wie immer wunderschön. Die Chorografie für Devgan ist geschickt gewählt, es fällt gar nicht auf, dass er nicht tanzen kann.
Gut gemacht sind auch die Stunts, Ajay muss sich ja nun verschiedentlich mit Autos anlegen und ich war überrascht, was er da so alles macht. Der Sprung in die Windschutzscheibe ist wirklich gut.
Von den älteren Schauspielern hat mir Mahuri Schwiegervater am besten gefallen, seine Sorge um die junge Witwe ist schon einzigartig, zumal wenn man bedenkt, dass er die junge Frau gerade mal zwei oder drei Tage kennt.
Der Vater von Madhuri hingegen, Kiran Kumar ist mit seiner Umfalltaktik nicht mein Stil. Die Bösewichter sind bescheiden, aber was soll es. Ist wahrscheinlich Absicht.
Fazit: Interessante komplexe Geschichte, nicht nur für Ajay Fans.