So, wie vesprochen, das ganze ausführliche Interview
Einen Star gefangen: Aamir-Khan
20.Mai2007
Er geht nicht auf Preisverleihungen, er ist ein Bollywood Star, und wenn es um Kassenerfolge geht, ist er der echte König. Er ist der Mann mit seinen eigenen Prinzipien. CNN-IBN Reporter Rohit Khilnani sprach mit Aamir Khan.
Rohit Khilnani: Sie leben Ihre Grundsätze, und ich möchte anfangen, darüber zu sprechen. Sie haben immer eine würdevolle Reserviertheit aufrechterhalten, und Sie gehen auch auf keine Preisverleihungen. Ist das schwierig?
Aamir Khan: Was?? Auf keine Preisverleihungen zu gehen?
Rohit Khilnani: Nein, nein. Ich meine, ist es schwierig, nur ein Einsiedler zu sein und nicht zum' Seite drei' Kreis zu gehören?
Aamir Khan: Im Großen und Ganzen bin ich mit der Art sehr zufrieden, wie ich mein Leben führe. Ich mache Sachen, an die ich glaube und mache sie zu meinen Bedingungen. Ich versuche nur, mein Leben so schön wie möglich zu gestalten. Es tut manchmal weh, weil ich begreife, dass ich das Spiel nicht in offen spiele, ich habe es nicht so mit den Medien, mache mir keine persönlichen Freunde mit verschiedenen Journalisten usw. Also sind bestimmte Dinge, die über mich geschrieben werden, sind größtenteils falsch und böswillig. Manchmal geben mir die Medien Seitenhiebe. Und nur, weil ich das 'Spiel' nicht mit spiele und ich ein Einsiedler bin, wie Sie gerade sagten. Auf die Art führe ich mein Leben, und es gibt bestimmte Leute, die nach mir schlagen. Andererseits denke ich, bin ich mit der Art ziemlich zufrieden, wie Dinge laufen.
Rohit Khilnani: Ich werde den Medienengel wieder rauslassen. Sie sind Teil der Industrie, gehören aber dennoch keinem Lager an. Stehen Sie da Schwierigkeiten gegenüber?
Aamir Khan: Ich stehe Schwierigkeiten ab einem bestimmten Niveau gegenüber, aber im Großen und Ganzen, nein. Ich mache Filme, die ich machen will. Ich mache Dreharbücher, die ich machen will, und arbeite mit Leuten, mit denen ich mich wohl fühle. Es betrifft mich nur in bestimmten Wahrnehmungen, die verbreitet werden. Ich denke nicht, dass ich jemals die Nummer eins im indischen Kino genannt werde, ungeachtet der Tatsache dass ich der einzige Schauspieler bin, der das Publikum anzieht ohne Rücksicht auf die Tatsache, wer in dem Film mitspielt, oder wer ihn produziert oder leitet. Das ist eine Tatsache, der ich gegenüber stehen muss.
Rohit Khilnani: Aamir Khan denken Sie nicht, dass Sie die Nummer eins sind?
Aamir Khan: Ich denke, dass ich die Nummer eins bin, aber ich werde nie so genannt. Die Definition eines Stars ist, wie viele Sitze er in der ersten Woche füllen kann ohne Rücksicht, wer sonst noch im Film mit spielt, oder über was er handelt, oder wer der Regisseur und der Produzent sind. Allein, ob Sie ein Publikum anziehen können, ist für mich, was einen Star ausmacht. Nicht, wie viele Filmzeitschriften Sie einen Star nennen.
Rohit Khilnani: Auf der anderen Seite, wenn ich die Medien frage, werden sie sagen, dass Aamir Khan die Medien benutzt. Wie nehmen Sie diese Behauptung auf?
Aamir Khan: Ich denke, dass es eine kindische Behauptung ist. Ich bin wahrscheinlich der einzige Schauspieler, der die Medien nicht benutzt. Ich habe keine Freunde, die gute Dinge über mich in der Presse schreiben. Um nur ein Beispiel die letzten zwei Filme anzuführen, ich machte - Rang De Basanti, und Fanaa- und für beide hab ich kein einziges Interview für einen Sender oder Journalisten gegeben. Also, wo benutze ich die Medien? Jeder Star wird dieser Tagen auf Fernsehkanälen und Zeitschriften gesehen, die über die Filme kurz vor der Veröffentlichung sprechen. Aber für meine Filme gab ich kein einziges Interview. Und es gibt einen Grund dafür. Im letzten Jahr oder anderthalb/ zwei Jahre fand ich heraus, dass ich nicht damit umgehen konnte, was mit den Medien passiert war.
Rohit Khilnani: Aber wenn jemand eine Geschichte hat, die er mit Ihnen klären will, sind Sie nicht leicht zu erreichen. Sagen Sie mir, wie setzt man sich dann mit Ihnen in Verbindung?
Aamir Khan: Also,das akzeptiere ich. Sobald ich an einem Film arbeite, dann isoliere ich mich auf eine Art selbst von jedem, nicht nur von den Medien. Ich isolierte mich von Freunden, Kollegen - jedem. Ich bin dann nur gerne in meinem eigenen Raum. Ich finde es schwierig, mich von diesem Raum zu entfernen und andere Probleme zu lösen, die vielleicht an diesem Zeitpunkt nicht so wichtig sind. Wenn es natürlich etwas Entscheidendes und Wichtiges gibt, werde ich versuchen mich herausziehen. Kann sein ich sollte zugänglicher oder für die Medien und die Presse verfügbarer sein, wenn sie etwas mit mir klären müssen. Aber die B-Seite davon ist, dass es so viele absurde Geschichten gibt, die rumgehen, das ich täglich etwas klären müsste. An einem Tag gibt es die Pressemeldung, dass meine Frau Kiran schwanger ist. Und am nächsten Tag berichten sie, dass wir uns getrennt haben oder uns scheiden lassen wollen. Ich möchte diese Leute fragen, ob sie irgendeine Ahnung haben, über was sie da reden.
An dieser Stelle kommt der Teil, den ich gestern schon reingesetzt habe. Den spar ich mir.
Rohit Khilnani: Ich wusste nicht, dass Sie drei Freunde sind.(Aamir, Shahrukh, Salman) Gibt es Möglichkeiten einer Zusammenarbeit? Sie arbeiteten ja mit Salman in Andaz Apna Apna, der ja wie ein Kultfilm angesehen wird.
Aamir Khan: Ja warum nicht. Ich würde es lieben, mit Salman und Shah Rukh zu arbeiten, vorausgesetzt dass mir das richtige Drehbuch über den Weg kommt. Ich bin sicher, dass wir drei es lieben würden, einen Film zusammen zu machen.
Rohit Khilnani: Fantastisch, hoffentlich hören das die Regisseure. Liegt Druck auf den Schauspielern zur Überquerung und diesen internationalen Beifall zu haben?
Aamir Khan: Ich weiß nicht, wie es anderen Schauspielern geht, aber für mich nicht, mein Publikum, mit dem ich eine emotionale Bindung habe, ist am wichtigsten. Ich bin mit indischem Kino und Bollywood Filmen aufgewachsen. Ich bin immer ein Fan des indischen Kinos gewesen. Und meine emotionale Verbindung, habe ich mit meinem Publikum. Ich fühle keine Notwendigkeit, einen Versuch zur Überquerung zu machen. Obwohl ich keine Probleme mit meinen Filmen habe, die überall auf der Welt gesehen werden. Lagaan wurde überall auf der Welt gesehen, und die Leute liebten es, und das macht mich wirklich glücklich. Aber ich sehe mich nicht, aus Indien weg zu gehen.
Rohit Khilnani: Erzählen Sie mir, wenn ein Star Auf und Abs im persönlichen Leben durchgeht – sei es eine Trennung oder ein Unfall oder etwas dieser Art - betrifft es seinen Starstatus mit seinen Fans?
Aamir-Khan: Das ist eine sehr schwierige Frage, um zu antworten. Manchmal, und manchmal nicht. Es gibt Zeiten, wenn Ereignisse im persönlichen Leben wirklich auch einen Einfluss auf das Berufsleben haben. Manchmal machen sie überhaupt keinen Unterschied. Es hängt davon ab.
Rohit Khilnani: Aamir, Sie haben sich gerade in einen Regisseur verwandelt. Hatten Sie immer schon die Absicht ein Regisseur zu sein, oder passierte es einfach?
Aamir-Khan: Nein, ich war nicht als Regissuer bestimmt. Taare Zameen ist ein Film, den ich produzierte und in dem ich spielte. Amol Gupte, der auch den Film leitete, hat ihn geschrieben. Leider war ich mit den Kopien die ich sah, nicht so zufrieden. Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber ich verlor persönlich den Glauben an Amol, das auf die Leinwand zu bringen, was im Drehbuch stand. Das einzig Gute, das ich in dieser Zeit tun konnte, war, das ich das Drehbuch zurückgeben wollte, so dass er es mit einem anderen Produzent und mit einem anderen Schauspieler weitermachen konnte. Amol wollte einen Tag darüber nachdenken, und als er dann zu mir kam, sagte er, dass es ihm lieber wäre, wenn ich den Film produzieren sollte. Und er sagte, du findest einen anderen Regisseur. Er beschloss, auszusteigen, was auch immer seine Gründe waren. Ich schlug ihm verschiedene Regisseure vor und fragte ihn, wen er empfehlen würde. Und es war die Entscheidung von Amol, das ich als Regisseur den Film übernehmen sollte.
Rohit Khilnani: Aber war das für Sie emotional schwierig? Gab es irgendwelches böses Blut zu irgendeiner Zeit?
Aamir Khan: Nein, ich denke nicht. Es könnte unbehagliche Situationen hin und wieder gegeben haben, aber kein böses Blut.
Rohit Khilnani: Jetzt drehen Sie für Gajni, aber die Postproduktionen sind gestoppt. Denken Sie nicht, dass der Film darunter gelitten hat, weil Sie Teil der Postproduktion sein wollten?
Aamir Khan: Nein, ich muß aus offensichtlichen Gründen ein Teil der Postproduktion sein. Da ich auch in einem anderen Film spiele, wird meine Postproduktionsarbeit ein bisschen verzögert, das ist alles.
Rohit Khilnani: Also, haben Sie in diesem Jahr keine Veröffentlichung. Sorgen Sie sich,dass Ihre Fans Sie vergessen könnten?
Aamir Khan: Ich hoffe nicht. Bis jetzt haben sie es nicht. Mangal Pandey wurde veröffentlicht nach einer Pause von vier Jahren und bekam eine historische Eröffnung. Ich denke nicht, dass meine Fans mich vergessen haben. Ich arbeite mit meinem eigenen Schritt, und ich denke nicht, dass ich etwas schneller arbeiten kann als so. Mich wird es viel Zeit kosten, die Postproduktion zu machen, da ich auch an einem anderen Film arbeite. Ich kann nicht zwei Sachen auf einmal machen.
Rohit Khilnani: Sie sprechen nicht über Ihr Privatleben. Machen Sie das immer noch so?
Aamir Khan: Ja. Ich fühl mich nicht sehr wohl, über mein Privatleben auf einer öffentlichen Plattformen zu sprechen. Ich glaube, die meisten Menschen wollen das nicht.
Rohit Khilnani: Ist Aamir-Khan ein besserer Regisseur oder ein besserer Schauspieler?
Aamir Khan: Ich weiß nicht. Die Leute müssen den Film sehen, um zu entscheiden, wie ich ihn geleitet habe. Ich kann mich nicht selbst einschätzen. Ich laß die Leute entscheiden.
Rohit Khilnani: Ist Aamir-Khan ein besserer Vater oder ein besserer Mann?
Aamir Khan: Ich habe keine Ahnung.
Rohit Khilnani: Sie haben mit neuen Regisseuren gearbeitet, ungeachtet der Tatsache dass jeder Regisseur bereit wäre, mit Ihnen zu arbeiten. Sie arbeiteten mit Rakesh Om Prakash Mehra, den niemand wollte, Kunal Kohli, der wieder kein sehr bekannter Name ist, dann wieder Ketan Mehta und jetzt Amol Gupte. Was ist der Grund?
Aamir Khan: Es ist für mich leichter, einen Film mit einem althergebrachten Regisseur zu arbeiten. Ich habe keine Probleme mit ihnen zu haben. Die Drehbücher, die mir über den Weg gekommen sind, waren alle von neuen Regisseuren. Und ich liebte sie alle. Ich wollte an die Leute glauben, mit denen ich arbeitete, und so verbrachte ich mit jedem von ihnen viel Zeit. Ich war wirklich der Meinung, dass Kunal Om Prakash Mehra oder sogar Amol, was das betrifft, diese Filme leiten konnten.
Rohit Khilnani: Aber wie vertrauen Sie ihnen?
Aamir Khan: Das ist schwierig zu erklären. Ich vertraue auf meinen Instinkt. Ich verbringe Zeit mit ihnen und spreche mit ihnen über Filme über das Kino, wie sie das Drehbuch usw. behandeln. Also, viel davon hilft mir, meinen Entschluss zu fassen.
Rohit Khilnani: Weil Sie ein Perfektionist sind, gibt es eine Behauptung, dass Sie manchmal im Hintergrund– die Filme leiten?
Aamir Khan: Das mache ich nicht. In Tara Zameen Par wurde ich zum Direktor und machte dann diesen Schritt. Warum sollte ich jemanden beleidigen, indem ich ihm erzähle, was zu tun ist? Ich denke, dass jede Person seine eigene Selbstachtung hat, und es wäre unfair, wenn ich mich in die Arbeit von jemandem anderen einmische.
Rohit Khilnani: Haben Sie Freunde in der Industrie?
Aamir Khan: Ja, ich habe wirklich Freunde in der Industrie. Die meisten Regisseure, mit denen ich gearbeitet habe, sind meine Freunde. Ashutosh, Rakesh, Farhan, und unter den Schauspielern- Shah Rukh und Salman, sind alles meine Freunde. Obwohl wir uns nicht häufig treffen, fühle ich mich ihnen sehr nah. Auch Hrithik, der wirklich ein wunderbarer Schauspieler ist.
Rohit Khilnani: Also in diesem Fall Sie haben kein Problem, wenn Ashutosh Gowarikar weitermacht, Shah Rukh Khan oder Hrithik Roshan zu besetzen?
Aamir Khan: Warum sollte das ein Problem sein? Wenn ich ein echter Freund bin, würde ich wollen, dass Ashu die Art der Arbeit macht, die er tun will. Es kann nicht notwendigerweise bedeuten, dass ich dieses Kriterium die ganze Zeit einbaue. Ich bin sicher, Ashu will mit mir arbeiten, genauso wie ich mit ihm, aber er kann mir nicht jedes Mal ein Drehbuch präsentiern, das für mich maßgeschneidert ist.
Rohit Khilnani: O.k. Aamir, da ich Sie bei mir habe, habe ich die Chance, eine Erläuterung zu bekommen. Die Titelgeschichte einer Zeitschrift sagte, dass Sie und Kiran sich getrennt haben. Ist das richtig?
Aamir Khan: Totaler Müll. Nichts an der Geschichte ist wahr. Ich bin überrascht, das eine Filmzeitschrift solchen Müll schreibt, es nationale Nachrichtenkanäle gibt, die das melden, als ob das wahr wäre. Es ist erschütternd, und jämmerlich. Ich verstehe, dass es Leute gibt, die daran verdienen, indem sie solche Lügen schreiben, böswillige Dinge melden. Es gibt überhaupt kein Problem. Kiran und ich sind sehr glücklich zusammen.
Rohit Khilnani: Aber frustrieren Sie solche Sachen nicht?
Aamir Khan: Das ist solcher Quatsch, das es mich nicht trifft. Ich bedauere nur die Leute, die es melden. Leute müssen Lügen über andere schreiben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Unsere komplette Familie weiß, dass ich und Kiran glücklich sind.
Rohit Khilnani: Eine letzte Frage für all Ihre weiblichen Fans. Sie sehen heißer und besser als jemals zuvor aus. Was ist das Geheimnis?
Aamir Khan: Dieses Mal habe ich wirklich ein Geheimnis. Ich folge im Moment einer sehr gut ausgeglichene Diät. Es gibt einen Arzt, Dr Dhurandar, zu dem ich gehe. Er schuf eine Diät für mich, als ich anfing, für Fanaa zu drehen, und ich habe seitdem 14 Kg verloren habe. Ich trinke viel Wasser und erhalte diese erwogene und gesunde Diät aufrecht. Es hat mir geholfen, Gewicht und ein guten Look zu bekommen. Ich will damit weitermachen.
Rohit Khilnani: Gut, so lange Ihre Fans glücklich sind, gehen Sie weiter zu Ihrem Arzt. Danke Aamir, das Sie mit uns gesprochen haben.
Aamir Khan: Es war mir ein Vergnügen.
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Quelle: CNN IBN live
Zusammenfassung©2007 bollywoodsbest