Kunal Kapoor: "Ich hatte 16 Burger und 3 Flaschen Mayo"
09 Oct, 2007, Autor: Omar Qureshi
Er ist ein unkonventioneller Star, der sowohl schauspielern, als sich auch einer großen weiblichen Fangemeinde rühmen kann. Als Aslam in “Rang De Basanti” gewann er jede Menge Lob, aber sein nächster Film “Hattrick” sorgte nicht für die Weiterentwicklung seiner Karriere. Nun ist er fertig mit einem Yash Raj Film, unter der Regie von Perfektionist Sarkar, Pradeep Sarkar. Obwohl „Laaga Chunri Mein Daag” übermäßig als Film von Rani Mukherji beworben wird, hofft dieser denkende Kapoor, eine eigene Spur zu hinterlassen. Dies ist auch das erste Mal, dass er in traditionellen Gesangs- und Tanznummern auftritt, außerdem hat er die Phantasie des Gesangs in de Schweizer Alpen erfüllt. In diesem Interview geht er einen Querschnitt von illustren Persönlichkeiten an. Da ist Jaya Bachchan, die großartiges Essen brachte, Konkona mit einer exzellente Darbietung an wirksamer Ruhe, die Tanzstunden von Rani Mukherji und schaumiger Spaß von Abhishek Bachchan. Natürlich hat er spezielle Geschichten über den Regisseur zu erzählen. Zeit hineinzutauchen, Leute.…
Was denken Sie über die Musik von „Laaga Chunari Mein Daag - Journey of a woman?“
Was ich an der Musik mag ist auch das, was ich an dem Film mag – dass Dada diese einmalige Qualität hat, eine Einfachheit und Ehrlichkeit, sogar so etwas wie Unschuld in den Film zu bringen. Er hat eine starke Seele und ich denke die Musik ist nur eine Erweiterung davon. Sie ist sehr einfach, sehr ehrlich und sehr anders zu der, die heute überall gehört wird, weil die Instrumentation sehr einfach gehalten ist, und mehr Empathie auf den Worten liegt. Die Worte wurden so auf die Charaktere zugeschitten, dass man die Geschichte im Kopf behält. Ich glaube dies ist Musik, die sehr unterschiedlich zu der aktuell zu hörenden ist.
Was ist ihr Lieblingssong von “Laaga Chunari Mein Daag - Journey of a woman?
Mein Favorit sollte mein Lied sein, also ‘Ek teekhi teekhi si ladki’ aber er ist es icht. Mein Favorit ist der, den die Schwestern haben: ‘Hum to aise Hain Bhaiya’. Ich liebe die Art, wie er gedreht wurde und ich liebe das Lied selber. So wie ich sagte, beschreibt es die Charaktere sehr gut und ist sehr einfach, ehlich und es berührt das Herz, es ist kein ausgefallener Song, er erzählt eine Geschichte, das macht ihn interessant und deshalb ist es mein Song.
Können Sie uns etwas über Ihren Charakter in „Laaga Chunari Mein Daag - Journey of a woman sagen?
Der Charakter, den ich spiele heisst Vivaan. Er ist ein Kreativdirektor einer Werbeagentur. Er ist ein eher fauler, entspannter Typ und so wie ich ihn sehe, weiss er dass er gut aussieht und sich nicht anstrengen muss. Diese entspannte Haltung macht ihn attraktiv, er muss sich nicht sehr anstrengen, er hat etwas von einem Offiziersanwärter. Er macht sein eigenes Ding und ist mir dadurch ähnlich. Tatsächlich fragte ich Dada bei unserem ersten Treffen, was für Klamotten ich in der Rolle anziehen soll und er meinte, das ich für die Darstellung des Charakters von Vivaan ruhig meine privaten Sachen anziehen könnte und es würde perfekt sein. Das ist es, wie Vivaan ist.
Ich denke, was ihn an Konkanas Charakter fasziniert ist, dass er es gewohnt ist, viel Aufmerksamkeit zu erhalten, aber nicht, auf jemanden einzugehen der super überzeugt von seiner eigenen Meinung ist und ihm sagt, was zu tun ist. Das ist es was ihn an Konkana so anzieht- er hat nie jemanden getroffen, der so gut über sich selber Bescheid weiss. Und hier ist dieses Mädchen aus Benares, die neu in die Agentur kommt und dir sagt, dass du etwas falsch machst, und das ist es was ihn fasziniert, denn er ist so gewohnt Aufmerksamkeit zu erhalten und alles richtig zu machen, dass er es einfach nicht kennt, auf Fehler hingewiesen zu werden. Ich fand diese Beziehung außerdem noch sehr interessant, weil es so aussieht, dass sie immer etwas gegeneinander im Schilde führe. Selbst als sie schon verliebt sind, versuchen sie immer noch, einander zu überwinden.
Was brachte Sie dazu diesen Film zu machen? Wie passierte das alles?
Der entscheidende Faktor war die interessasnte Rolle. Ich hatte so etwas vorher noch nie gemacht. Ich drehte „Meenakshi“ und “Rang De Basanti” und beide waren sehr viel ernstere Charaktere mit mehr Gewicht und Ernsthaftigkeit. Vivaan ist komplett anders- es gibt nichts wirklich dramatisches oder ernstes an ihm. Er ist ein leichtherziger Typ – zweitens wollte ich schon immer mit Pradeep Sarkar arbeiten, nachdem ich „Parineeta“ gesehen habe.
Ich hatte ein paar Leute im Kopf, mit denen ich unbedingt arbeiten wollte und Dada war einer von ihnen, so habe ich mich sehr gefreut, als er mich anrief. Aber ich glaube er war nicht so sehr davon überzeugt, dass ich nach den beiden vorherigen Rollen, die ich hatte einen leichtherzigen Typen, der Spaß haben will, spielen kann. Er dachte eher, dass ich für ernste Rollen eine gute Wahl ware, also machte er einen Leinwandtest und er mochtees, deshalb bin ich heute hier und es passierte sehr schnell – ich erhielt den Anruf, hatte am nächsten Tag den Test und war einen Tag später bei dem Film dabei.
Wie war die Zusammenarbeit mit Pradeep Sarkar?
Nun, verschiedene Tage, unterschiedliche Schicksalsschläge. Ich würde ein ganzes Buch brauchen, um zu beschreiben, wie es ist, mit Pradeep Sarkar zusammen zu arbeiten, weil er so viele unterschiedliche Stimmungen und Facetten seiner Persönlichkeit zeigt, die es schwer machen, ihn in ein paar Worten zu beschreiben.
Erstens ist er extrem leidenschaftlich bei der Sache, er ist ein strenger Vorgesetzter, er lässt dich nicht eher gehen, als bis die Szene genau so ist, wie er sie will.
Es gab eine Szene, in der ich einen Hamburger essen sollte, und etwas Mayo sollte auf meine Jacke tropfen und ich glaube nicht, dass ich je so viele Burger in meinem Leben gegessen habe, es waren ungefähr 16 Burger und drei Flaschen Mayo bis die Szene im Kasten war.
So wenn jemand denkt, einen Actionfilm zu drehen, ist riskant, sollten sie versuchen, eine Szene mit Pradeep Sarkar und einem Hamburger zu machen, denn dies ist sehr riskant für die Gesundheit. Was nett ist, ist dass du dir sicher sein kannst, er lässt dich nicht gehen, bis die Szene perfekt ist.
Du kommst ans Set und es wird aufgepasst auf dich. Einige Direktoren lassen die Dinge laufen, aber Dada macht das nicht, das gibt dir als Schauspieler eine Menge Vertrauen, weil du weißt du bist in den richtigen Händen und der Direktor passt auf jeden Charakter auf.
Das zweite ist sein unglaubliches Auge für Details. Ich glaube nicht, dass ein so ausgeprägtes Detailverständnis menschenmöglich ist, weil er vor seinem kleinen Monitor sitzt, den Kopf hinein schiebt, es ist nicht mal ein guter Monitor und er sieht ein Blatt in 50 Fuß Entfernung fallen. Ich habe nicht herausgefunden, wie er es schafft, denn andere sehen mit bloßem Auge nicht halb so viel wie er.
Ich denke, dass Netteste an der Arbeit mit Dada ist, dass er sich jeder Szene und dem gesamten Film so annähert, dass du nicht das Gefühl hast die Kino-Technik mit übermäßiger Ehrfurcht betrachten zu müssen. Er versucht nur eine simple Geschichte, die eine Seele hat in einer sehr einfachen, ehrlichen Art und Weise zu erzählen.
Es gibt eine Menge Empathie für die Beziehungen in diesem Film. Ich glaube nicht, dass es heutzutage viele Regisseure gibt, die in der Lage sind, mit so viel Einfachheit konstant eine Geschichte zu erzählen- ich glaube Dada ist einer der wenigen Regisseure, die das können und das macht ihn zu einem so guten Direktor. Die Fähigkeit, die Geschichte einfach und ehrlich, fast mit kindlichIicher Unschuld zu erzählen, macht meiner Meinung nach den Film “Laaga Chunari Mein Daag-Journey of a woman“ sehr speziell.
Wie war es mit Konkona Sen Sharma zu arbeiten?
Es hat zwei Seiten,mit ihr zu arebiten. Einerseits ist es ein großer Spaß mit ihr zu arbeiten, weil es sehr einfach ist. Ich liebte es und es gab eine Menge Spaß um sie herum. Sie kommt nicht mit übermäßigem Gepäck. Sie ist einfach da, um ihren Job zu machen, nicht mehr, und ich habe die gleiche Ansicht – ich würde es mögen, mehr Filme mit ihr zu machen.
Das Gefährliche an der Zusammenarbeit mit Konkona ist: Du kommst zum Set, hast dich offensichtlich auf die anstehende Szene zu Hause vorbereitet, bereitest sie am Set noch so 15-20 Mal vor, redest mit dem Direktor über die beste Umsetzung und dann kommt Konkona rein, fragt, „was steht an, welche Szene machen wir“ - dann wirft sie einen Blick in das Drehbuch, liest es ein paar Mal und dann wird sie herummachen, Musik hören, ein Buch lesen und in der Zwischenzeit probe ich weiter und rede weiter mit dem Direktor darüber, wie ich die Szene umsetze.
Beim Dreh geht sie aufs Set, macht die Szene und macht es bei der ersten Klappe richtig, sie gibt dir eine magische Einstellung. Und dann geht sie wieder zu ihrer Musik und lässt dich mit der Frage zurück, “Was habe ich im Leben falsch gemacht, dass ich diese angeborene Qualität nicht verdient habe, einfach so aufs Set zu schlendern, und nach einmaligem Lesen die Szene zu drehen....”
Es kann sehr demoralisierend sein, als Co-Akteur mit Konkona zu arbeiten aber ich habe mich an sie gewöhnt. Das andere ist, dass sie sehr gutes Essen von zu Hause mitbringt. Es ist immer ein Vergnügen, mit ihr zu arbeiten.
Wie war die Erfahrung mit einer bengallischen Besetzung und Crew?
Ich fühlte mich wie ein Punjabi, der einen bengalischen Film in Kalkutta dreht, weil du am Set nur Leute aus Benglen triffst – Schauspielerinnen, Direktor, Set Designer waren alle von dort und redeten entsprechend. Du bildest dir ein, dass sie über dich reden und sich lustig machen weil jeder auf seinem eigenen Trip ist. Es ist ungefähr so, wie bei Aliens zu sein. Es ist, als ob ein Maharashtrian einen Telugu Film oder wie ein Punjabi der einen Bengali Film aber nochmal das Gute an einem bengalischen Set ist, dass du verdammt gutes Essen bekommst. Das war die Kompensation für die ganzen Bengalen am Set. Ich jammere nicht! Ich bin bereit für den nächsten bengalischen Film.
Wie war es, mit Rani Mukherji?
Ich werde ihr immer sehr dankbar sei. Zunächst werde ich diesen Film immer in Erinnerung behalten, denn er war mein erster indem ich singen und tanzen sollte- ich war versteinert, nicht weil ich zwei, nein weil ich vier linke Füße habe.
Ich trat nicht nur meinen Co-Stars auf die Füße während des Tanzens, sondern auch mir selber – ich bin ein schlechter Tänzer und Rani ist außergewöhnlich. Außer Madhuri Dixit, wenn überhaupt- ist sie jemand, die wirklich tanzen und die Aufmerksamkeit fesseln kann. Sie war freundlich genug, mir zu helfen, während der Song sich fortsetzte und mit ihrer Hilfe schaffte ich es einigermaßen, denn ich trat Konkona nur noch einmal auf die Füße. Es war sehr nett von ihr. Sie half mir bei einer Menge Schritte.
Wie war die Zusammenarbeit mit Jaya Bachchan?
Für mich ist Jaya Bachchan etwas außergewöhnlich, weil ich seit langer Zeit ein großer Fan von ihr bin. Und mit ihr zu drehen ist sehr Besonders Das netteste ist, dass sie wirklich außergewöhnliches Essen für mindestens 10 Leute bekam und uns sehr gut durchgefüttert hat. Diese Drehtage mit Jayaji waren phantastisch, weil du dich immer auf das Mittagessen freust. Sobald es hieß Mittagessen bei ihr mit diesen großen schön angerichteten Portionen war es eine phantastische Arbeit mit ihr.
Und Abhishek?
Ich kenne ihn nun schon sehr lange, aber dies war das erste Mal, dass wir zusammen gearbeitet haben. Er ist komplett verrückt. Er ist außer Kontrolle, abgedreht und macht ein Menge Spaß bis hin zu mutwilligen Bubenstreichen. Was er besonders gut kann – und dafür werde ich ihm immer dankbar sein, ist die Atmosphäre am Set so fröhlich zu gestalten, dass es trotz großer Nervosität mit meinem Song geklappt hat und dass ich es auch irgendwann genießen konnte, ihn zu machen. Ich realisierte erst nachdem ich die Szene gedreht hatte, dass es vorbei ist, weil er in der Nähe war.
Er wirkt überhaupt nicht nach Arbeit, Stress, Druck, wenn er am Set ist, bringt er Freude und Spaß und er macht einen so guten Job, es ist ansteckend und hat einen Effekt auf das ganze Team. Ich bin glücklich, dass der Song, den ich hatte mit ihm war, weil es mit ihm zu machen eine Menge Spaß brachte.
Gab es zum Dreh in der Schweiz schon vergleichbare Erfahrungen?
Das Ding mit der Schweiz ist, dass du schon mit der Beziehung Yash Raj und Schweiz aufwächst und es wird eine Legende in deinem Kopf, denn du siehst auf die Schweiz und denkst an Yash Raj und all die fabelhaften Filme, die dort gedreht wurden.
Du denkst an all die tollen Schauspieler, die Teil der Tanzszenen in den Bergen und Gesangnummern in den Straßen der Schweiz waren. Ich bin sehr glücklich, in meiner Lebensspanne ein Teil dieser Legende sein zu können und wenn es nicht s anderes geben sollte, kann ich immr sagen, dass ich Teil eines Yash Raj Films gewesen bin, der in der Schweiz gedreht wurde.
Welches war ihr liebstes outfit in dem Film?
Gut, viele der Klamotten aus dem Film trage ich auch privat, weil einiges, was ich im Film trage Teile meiner eigenen Garderobe sind. Vivaans Charakter ist einer, dem es egal ist, was er trägt, wie er es trägt und ob es zusammenpasst oder nicht, oft ist es durcheinander und relaxed. So sind die meisten Klamotten, die Vivaan trägt meine eigenen.
Gab es ansonsten erinnernswerte Ereignisse während der Dreharbeiten?
Da gab es diesen Song, den wir gedreht haben von mir und Konkana und Dada war in einer beunruhigenden Stimmung. In der Szene waren Konkana und ich in einem Boot und Dada war in einem anderen Boot uns gegenüber mit der Kamera und der Typ der unser Boot lenkte war Italiener.
Er konnte kein Englisch und Dada versuchte immer,ihn auf Englisch, Hindi oder bengalisch anzusprechen, alles was er selber konnte. Es hatte offensichtlich keinen Effekt und in der Zwischenzeit wurde ein Dolmetscher eingeschaltet, so dass Dada ihn auf englisch, hindi, oder bengalisch anschrie, während der Dolmetscher zur gleichen Zeit versuchte, dasselbe zu dem Bootsführer zu sagen und genauso beunruhigender Stimmung war.
So gab es Momente, in denen Dada sagte „come on“ und unser Bootsführer versuchte das Boot unter Kontrolle zu bringen, weil das erste Boot schon weg war, so war unser Boot sehr unruhig und krachte gegen das vordere.Es war eine Menge Chaos und Wahnsinn gleichzeitig mit dem Übersetzer, der dem italienischen Bootsführer alles übersetzen musste und Dada, der mir und Konkana Dinge erklären musste, wobei wir fast aus dem Boot gefallen wären.
Quelle: By IndiaFM News Bureau,© 2007
Freie Übersetzung ©2007 Bollywoodsbest by Kashara
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