Interview : Manoj Bajpayee
Glamsham Editorial
Schauspieler Manoj Bajpayee empfängt für seine Rolle des Virendra Pratap Singh im Blockbuster „RAAJNEETI“ immer noch Anerkennungen. Der Schauspieler, der zweimal den ‚National Award’ gewonnen hat, nahm Filme auf Grund ihrer gesamten Handlung und guter Regisseure an. Genau wie in „RAAJNEETI” spielt auch der nächste Film “DUS TOLA” in einer kleinen Stadt, aber dort enden auch die Gemeinsamkeiten. Während “RAAJNEETI” von der Grausamkeit der menschlichen Natur handelt, zeigt sein von Aryan Brothers Entertainment produzierter Film “DUS TOLA” das ländliche Indien in seiner ganzen Arglosigkeit, seinem skurrilen Temperament und in seiner dazugehörenden Habgier. Es ist eine lustige Story mit witzigen Ereignissen, welche die Zuschauer an die Story binden werden. Im Gespräch mit Manoj Bajpayee.....
Was veranlasste Sie, den Film “DUS TOLA” anzunehmen?
Der Regisseur des Films Ajoy stand mit mir wegen dieses Films die vergangenen 6 Jahre in Kontakt. Er kam und verschwand mit frappierender Regelmäßigkeit. An einer Stelle dachte ich, das es eine nutzlose Beschäftigung war, aber letztendlich brachte er mir das Drehbuch. Er gab mir einen Bericht und ich war begeistert.
Was dachten Sie, als Sie von dem Titel „DUS TOLA” hörten?
Ich dachte nie, das es im Mittelpunkt der Story einen Goldschmied geben würde. Ich dachte, das es eine Story über ein goldenes Halsband oder so wäre. Anfänglich mochte ich den Namen nicht, aber als ich die Geschichte hörte, dachte ich das es der beste und passendste Name ist. Als ich klein war saß ich tatsächlich am Juweliershop eines meiner engsten Freunde Shroff. Er erlaubte mir, kleine Sachen zu machen und auch ihn zu den Kunden zu begleiten. Und nun spiele ich in dem Film auch einen Goldschmied.
Erzählen Sie uns von Ihrer Rolle in “DUS TOLA”?
Der Name meines Charakters ist Shankar. Er ist für seine Schwester, seine Mutter und den kränklichen Vater verantwortlich. Trotz allem ist er sehr ehrgeizig und möchte sein eigenes Juweliergeschäft in der Stadt eröffnen. Er kennt sich aus und unterscheidet sich total von den anderen in dieser kleinen Stadt. Im Herzen ist er arglos. Diese Arglosigkeit mit der Persönlichkeit, die Köpfchen hat auszugleichen, war sehr schwierig für mich. Seine Naivität schafft im Film ziemlich witzige Situationen.
Wie haben Sie es geschafft, diese widersprüchliche Persönlichkeit in Ihre Rolle einzubauen?
Ich hab mich vollumfänglich nach dem Drehbuch gerichtet. Ich bin die Geschichte immer wieder durchgegangen. Ich habe sogar Ajoy während meiner Dreharbeiten für “RAAJNEETI” nach Bhopal bestellt. Nach dem Drehen und meinem Training habe ich jeden Tag 2-3 Stunden mit Ajoy zusammen gesessen. So konnte ich am Ende die zwei Extreme in die Rolle übertragen. Ich begriff, das Ajoy Shankar sehr ähnlich ist. Er ist sehr arglos und treuherzig. Sein Herz gehört nach Kochi. Er kaufte in Kochi sein erstes Haus, wollte sich aber in Bollywood etablieren und er ist sehr ehrgeizig. Er wurde mein Bezug und meine Inspiration. Ich imitierte seine Frisur, die Art, wie er lächelt, seine gesamten Eigenheiten für Shankar. Mein Regisseur ist mein Orientierungspunkt. Als ich ihm davon erzählte und ihm meine Aufnahmen von dem Charakter am Ende der Dreharbeiten vorstellte, war er schockiert.
Können Sie wirklich Schmuck machen?
(Lacht) Nicht richtig. Obwohl ich bei einem professionellen Sunar Stunden genommen habe, um die Nuancen der Herstellung von Schmuck zu verstehen und es überzeugend auf der Leinwand wiedergeben zu können, kann ich es nicht selbstständig. Es ist eine fremde Kunst. Jedoch verstehe ich es jetzt ziemlich gut und weiß, wie viel Anstrengung und Mühe Sachen kosten, die von Hand hergestellt werden.
Erzählen Sie uns über Ihre Co-Stars?
Aarti ist als Künstlerin sehr hungrig. Jemand, der es immer versucht hat, aber nicht bekommen hat, was sie wollte. Jemand, der mit der Schauspielerei aufgehört hat und auf die richtige Rolle gewartet hat. In „DUS TOLA“ ist sie so gut, das ihre Kritiker alles zurücknehmen werden, was sie gesagt haben. Pallavi Sharda auf der anderen Seite ist sehr gefühlstief, belesen, gebildet und das alles steckt sie in die Schauspielerei. Sie ist eine fantastische Schauspielerin und sehr wissbegierig. Abgesehen von ihnen umfasst die restliche Besetzung starke Schauspieler. Ninad ist ein guter Freund. Bharti Achrekar, Asif Basra, Dilip- sie sind alle gute Schauspieler. Mit Govind ji habe ich in so vielen Filmen zusammen gearbeitet. Das wirkt sich ja so auf den Film aus. Asrani ji ist fabelhaft in “DUS TOLA”, der Film liegt ihm gut – er ist so glaubwürdig darin.
Warum sollte sich das Publikum Ihrer Meinung nach den Film anschauen?
Weil diese Art Volksmärchen noch nie erzählt wurde. So einen Film gibt es noch nicht. In einer Zeit des temporeichen Kinos hat man hier einen Film, den man mit der gesamten Familie anschauen kann und wo man darauf stolz sein kann, etwas erstrebenswertes gesehen zu haben. Er ist witzig und komisch und schafft es doch, eine Botschaft zu überbringen. Er ist total unterhaltsam und sein Geld wert.
Äußern Sie sich zu Ihrem Produzenten Kunwar Pragya Arya?
Wir alle haben uns von dem Bart, den der Produzent hat, täuschen lassen. Wir sind immer auf Abstand zu ihm gegangen, weil er aus Rajwada kommt und immer mit einem Anzug auf die Sets kam. Für ein paar Tage war er völlig ausgeschlossen, wir konnten keine Beziehung zu ihm aufbauen. Wir dachten er wäre feudal. Aber als wir ihn kennen gelernt hatten, erkannten wir, das er im Herzen ein Kind ist. So lebensfroh. Wir haben uns gegenseitig Streiche gespielt.
Wir haben gehört, Sie wären auf den Sets sehr frech gewesen?
Naja, die Schauspielerei ist ernste Arbeit, aber das Leben kann nicht ernsthaft sein. Man muss dem täglichen Leben lustige Elemente hinzufügen. Also ja, ich habe ein paar Streiche gespielt, aber sie waren alle okay. Wir hatten tatsächlich ein großes Zusammentreffen, eine Party, um uns kennen zu lernen, wo sogar die Spotboys eingeladen waren. Ich habe es übernommen, jedem persönlich Essen und Getränke zu servieren. Damit habe ich es geschafft, jeden total betrunken zu machen und habe dann leise die Party verlassen. Am nächsten Tag gab es dann die Nachricht von Raufereien im betrunkenen Zustand unter Cast und Crew. Aber sobald sie wieder nüchtern waren, waren alle Freunde.
Was ist mit Ihren neuen Projekten?
Ich habe zwei Filme, die anstehen. Einer ist der nächste von Prakash Jha, „AAKARSHAN“ und der andere ist Anurag Kashyap's von den Gangs aus „WASEYPUR“. Und dann gibt es noch “CHITTAGONG UPRISING”, der ist fertig.
Sie haben bereits für die Stimme von Ram im „RAMAYANA” synchronisiert?
Ja, und das war eine sehr andersartige Erfahrung. Lord Ram meine Stimme zu geben, war der schwierigste Teil meiner Karriere. Mit wurden die animierten Grafiken gezeigt, die sie ausgearbeitet hatten und ich begriff, das es ein Bahnbrecher für das animierte Kino werden wird. Deshalb sagte ich zu. Es war sehr schwierig, jemand anderen zu synchronisieren und ich hatte nicht einmal einen Künstler als Bezugsquelle. Wir mussten es sehr mild machen, aber trotzdem sehr autoritär, weil das dem Charakter von Ram entspricht. Wir brauchten so viele Tage, um die Synchronisation abzuschließen, wobei ich andernfalls recht schnell bin.
Quelle: ©glamsham.com
Freie Übersetzung ©2010 Bollywoodsbest by Cat12
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