Saripyar
Regie: Farhan Akhtar
IND, 2001
Starring: Saif Ali Khan, Aamir Khan, Akshaye Khanna, Preity Zinta, u. a.
SPOILER
Sameer (Saif Ali Khan), Akash (Aamir Khan) und Sid (Akshaye Khanna) sind seid Ewigkeiten die besten Freunde. Jedoch hat jeder von ihnen auf ihre Art Probleme mit der Liebe. Sameer glaubt an die wahre Liebe, wurde bisher aber immer wieder von den Frauen verlassen. Akash ist ein Großmaul, der denkt, dass es die wirklich langanhaltende Liebe nicht gibt. Sid ist ein Träumer und Maler. Er verliebt sich in die weitaus ältere Tara. Doch über diese Liebe macht Akash sich lustig und das endet im Streit. Alle drei gehen getrennte Wege. Akash zieht nach Australien, um dort die Firma seines Vaters zu leiten und verliebt sich Hals über Kopf in die hübsche Shalini (Preity Zinta), will es so recht aber nicht wahrhaben....
SPOILER ENDE
An sich gibt der Film keine sonderlich neue Fassung eines typischen Liebeschaos her, doch mit dieser Besetzung und dieser Umsetzung einfachfantastisch dargestellt. Die Story an sich ist nicht sonderlich aufregend. Aber die kleinen Einzelheiten, die im Film vorhanden sind, machen das ganze Geschehen interessant.
Ein gutes Beispiel für eine eher kleinen Erfrischungseffekt war die Szene sehr weit zu Anfang, in der Akash in der Disco einer Wildfremden vor ganzem Publikum seine Liebe gestand. Nur schade, dass diese ihren Freund/verlobten mitgebracht hatte....
Akash alias Aamir Khan war hier sowieso der stärkste Charakter. Auf den ersten Blick sehr oberflächlich, doch was Aamir aus dieser Rolle machte, war einfach enorm. Anfangs lacht man vielleicht noch über seine Witze doch später dann findet man nur noch abstössig, wie er selbst über seine besten Freunde sprach. Doch wie man später dann entdecken darf, war dies nur eine Fassade. Im zweiten Teil fühlt man richtig mit, wie er gespalten wird...soll er sich wirklich die Blöße geben, bloß wegen einer Frau? Man sieht ihm an, wie er gegen seine eigenen Gefühle ankämpft und fühlt mit. Eine wirklich grandiose Umsetzung seitens Aamir.
Aber auch die anderen Schauspieler sind hier nicht zu verachten. Akshaye Khanna übernahm die Rolle des eher ruhigen und ernsten Sid, der sich in eine ältere Frau verliebt. Sein Charakter war anders, als der seine Nebenbuhler. Ruhig und zurückhaltend. Man merkte ihm an, dass ihm sehr viel im Kopf herumgeisterte, er dieses aber niemals zur Sprache bringen wollte.
Der letzte im „unzertrennlichen“ Trio war Saif Ali Khan als Sameer. Einfach herrlich, ihm dabei zuzusehen, wie er immer wieder auf die Nase fiel. Allerdings konnte man auch bei ihm Verzweiflung erkennen. Nicht etwa wegen einer Frau (Diese Art von Verzweiflung stand ihm den ganzen Film über ins Gesicht geschrieben
). Er stand zwischen den beiden Freunden, denn er war derjenige, der mit beiden weiterhin befreundet war. Er stand ihm Zwiespalt und versuchte alles menschenmögliche, die beiden Freunde wieder zusammen zu führen.Preity war hier eigentlich nicht sonderlich herausragend. Kommt aber vielleicht auch daher, weil die Beziehung der drei Freunde im Fordergrund stand. Sie war gut, aber nicht herausragend.
Zur Musik gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Sie war durch die Reihe weg hervorragend und manch ein Song brachte wieder ein wenig Stimmung in die ganze Geschichte, wie z. B. der Song „Woh Ladkhi Hai Kahan“.
Eine wunderschöne Gesichte dreier Freunde, die auf der Suche nach Liebe sind. Ich kann den Film wirklich nur empfehlen, besonders auch wegen der Darsteller.