'Ich denke nicht, das ich das Rennen verloren habe’
February 1, 2011 , Sonil Dedhia

In seinem nächsten Film, “7 Khoon Maaf”, wird sich Neil Nitin Mukesh auf ein neues Territorium wagen, indem er einen strengen Armeeoffizier spielt, der sich in Susanna (Priyanka Chopra) verliebt und bald durch ihre Hand stirbt.
Basierend auf der Kurzgeschichte von Ruskin Bond, ‘Susanna's Seven Husbands’ – einer Geschichte über eine schöne Frau, die in 35 Jahren siebenmal heiratet, weil ihre Ehemänner vorzeitig und mysteriös sterben.
Neil spricht mit Sonil Dedhia über seine Rolle im Film. Er spricht auch über seine Karriere und besteht darauf, das er den erbarmungslosen Wettkampf gegen seine Altersgenossen nicht verloren hat.
Weshalb haben Sie zu “7 Khoon Maaf” ja gesagt?
Es gibt viele Gründe, warum ich wegen des Films begeistert bin. Ein großer Grund ist Vishal Bhardwaj. Er ist einer der besten Regisseure der heutigen Zeit. Ich bin glücklich, das ich so früh in meiner Karriere mit ihm arbeite.
Ich vermute mal, ich bin der Jüngste in der Branche, der mit sechs verschiedenen Regisseuren gearbeitet hat, die alle schon ‘National Awards’ gewonnen haben. Das Drehbuch war fantastisch und die Rolle hatte eine gute Struktur. Außerdem ist ein Traum wahr geworden, mit so erfahrenen Schauspielern wie Naseeruddin Shah und Annu Kapoor zu arbeiten.
Erzählen Sie über Ihre Rolle im Film.
Ich spiele Major Edwin Rodrigues. Das ist das erste Mal, das ich eine Rolle spiele, die viel älter ist als ich. Es war kompliziert, diese Rolle zu spielen, weil ich viel recherchieren musste, um meine Eigenheiten richtig hinzubekommen. Für die Rolle nahm ich fünf Kilo zu und musste mir einen dicken Bart wachsen lassen.
Wie sehr identifizieren Sie sich mit dieser Rolle?
Ich identifiziere mich überhaupt nicht mit dieser Rolle. Ich verstehe die Armee nicht. Ich habe einen Onkel, der jetzt ein pensionierter Armeeoffizier ist. Ich wollte in die Haut der Rolle schlüpfen, also ging ich nach Delhi und traf meinen Onkel. Er erklärte mir das Leben eines Armeeangehörigen. Mein Look in dem Film – dicker Bart, Armeeanzug und Fliegersonnenbrille – das alles wurde von ihm angeregt.
Hatten Sie je Befürchtungen bezüglich Ihrer Leinwandpräsenz, da in dem Film sieben Schauspieler mitspielen?
Wenn das eine der Prioritäten gewesen wäre, hätte ich in dem Film nicht mitgespielt. Es gibt keinen Grund, über irgendwelche Unsicherheiten von Schauspielern in dem Film zu sprechen, weil alle von uns die Absicht kannten. Aber ich kann sagen, das ich glücklich bin, Susanna's ersten Ehemann zu spielen! (lacht)
Wie bringt der Film Sie als Schauspieler vorwärts?
Für den Schauspieler ist es eine Reise gewesen, die ich mir zu irgendeinem Zeitpunkt erhofft, aber so bald nicht erwartet hatte. Das tiefe Verständnis von Gefühlen und Charakteren ist das Beste daran, ein Schauspieler zu sein. Es gestattet dir, Rollen zu porträtieren, von denen du im normalen Leben nur träumst.
Wie war die Arbeit mit Vishal Bhardwaj?
Er ist fabelhaft. Ich sage das nicht, weil er erfolgreiche Filme gemacht hat, sonder weil er so ein Mensch ist. Er hat ein großes Format erreicht. Er ist ein Vergnügen für den Schauspieler. Man kann sehr leicht mit ihm arbeiten und er ist sehr ruhig und entspannt. Während der Dreharbeiten habe ich oft gar nicht gemerkt, das die Aufnahme vorbei war.
Ihre letzten zwei Filme – “Lafangey Parindey” und “Jail” – liefen an der Kasse nicht gut. Enttäuscht?
Ich wünschte, ich wäre Produzent, so das ich die Frage beantworten könnte. Ich bin Schauspieler und mache meine Arbeit. Ich habe keine Ahnung vom Boxoffice- Geschäft. So weit ich weiß sind die Produzenten meiner Filme sehr glücklich und ich vermute deshalb bekomme ich Filme.
Wonach suchen Sie in einem Drehbuch, bevor Sie es auswählen?
Ich sollte zu dem Drehbuch eine Verbindung herstellen können. Wenn ich denke, das ich der Rolle nicht gerecht werden kann, dann nehme ich den Film nicht an. Die zweite Sache ist der Regisseur. Ich muss mich versichern, das ich in guten Händen bin. Dann ist da der Produzent, weil letztendlich wollen Schauspieler, das ihre Filme in die Kinos kommen. Ich habe bittere Erfahrungen gemacht, wo meine Filme holprige Phasen durchgemacht haben. „Johnny Gaddar” steckte ein und ein halbes Jahr fest. „Tera Kya Hoga Johny” ist immer noch nicht veröffentlicht.
Glauben Sie, das Filme großer Produktionshäuser für die Karriere eines Schauspielers zwingend sind?
Es geht immer darum, mit guten Produktionshäusern zu arbeiten. Wie ich schon sagte, will man doch schließlich, das sein Film veröffentlicht wird. Große Produktionshäuser garantieren dafür, das der Film in die Kinos kommt. Ich akzeptiere Filme, indem ich mich mit den Augen des Publikums sehe. Wenn mir ein Film angeboten wird ist es sehr wichtig zu wissen, was ich in dem Film tue. Ich habe mit der Norm gebrochen, indem ich mein Debüt in einer negativen Rolle gemacht habe. Wenn ich gewollt hätte, dann hätte ich können mit negativen Rollen weitermachen und mir das Etikett eines Schurken umhängen. Aber ich wollte meine Kreativität erforschen.
Glauben Sie, das Sie den erbarmungslosen Wettkampf mit Ihren gleichaltrigen Gefährten verloren haben?
Bezüglich meiner Arbeit bin ich immer sehr wählerisch gewesen, weil ich mit guten Regisseuren und guten Produktionshäusern arbeiten wollte. Ich denke, man sollte mir sagen, wo ich mich befinde. Es dauert zwei-drei Monate, um einen Film zu drehen. „Lafangey Parindey” dauerte neun Monate für mein Training, die Dreharbeiten und die Nachproduktion. Unglücklicherweise neigen die Zuschauer dazu, all diese Dinge zu übersehen und den Schauspieler nur für seine drei Filmstunden zu bewerten. Ich denke nicht, das ich das Rennen verloren habe. Ich habe viel qualitativ gute Arbeit auf der Hand.
So sind Sie mit der Arbeit, die Sie gemacht haben, zufrieden?
Ich würde nicht sagen, das ich zufrieden bin. Ich denke nicht, das ein Schauspieler mit dem was er tut zufrieden sein sollte, weil man dann eine lässige Einstellung annimmt. Ich hungere nach mehr Erfolg. Es ist zu einem Freitagspiel geworden – ein guter Freitag und die gesamte Wahrnehmung ändert sich.
Hatten Sie Zeit für Ihre Familie?
Ja. Aber nicht so viel wie zuvor. Als Schauspieler müssen einige Dinge geopfert werden und eins davon ist die Zeit mit der Familie zu verbringen. Ich drehe den ganzen Tag und wenn ich dann zurückkomme und bin ich müde und möchte schlafen.
Was ist aus Ihrer Leidenschaft für Fotografie geworden?
Ich fotografiere dauernd. Egal wo ich bin. Kürzlich habe ich eines meiner Bilder für die Sache ’Save The Tiger’ gespendet und es wurde für mehr als 1.5 Lakh Rupien. Ich interessiere mich brennend dafür und würde es gern für wohltätige Zwecke machen.
Sie spielen in Abbas Mustan's “Players”, der ein Remake eines Hollywoodfilms, „The Italian Job“ ist. Könne Sie uns sagen, welche Rolle Sie spielen?
Nein, das kann ich nicht verraten. Ich habe noch für einen weiteren Film unterschrieben, aber über den kann ich auch nicht sprechen.
Quelle©rediff.com
Freie Übersetzung©2011 Bollywoodsbest by Cat12
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