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Biographie: Ashoka

Biographie:


Ashoka war ein Herrscher der altindischen Laurya-Synastie und regierte von ca. 268 v. Chr. – 233 v. Chr. ! Die Maurya-Synastie geht zurück auf Chandragupta Maurya, der im nordostindischen Reich Magadha (Gebiet der heutigen Bihar) und Kernland des frühen Buddhismus die Grundlage für das größte Reich der indischen Antike legte.

Sein Leben:


Ashoka´s Großvater Chandragupta war Herrscher von 321 v. Chr. – 297 v. Chr., sein Vater Bindusara von 297 v. Chr. – 268 v. Chr. und er selbst von 268 v. Chr. – 233 v. Chr.! Ashoka ist somit der dritte Herrscher der Maurya Dynastie. Doch bevor er zu Regenten wurde, war er Stadthalter seines Vaters in der Stadt Taxila im Nordwesten des Reiches.

Ashoka war eine ganze Weile damit beschäftigt, das Großreich durch neue Errungenschaften zu erweitern, wobei er teilweise mit äußerster Härte vorging. 261 v. Chr. bildete die Einnahme Kalingas (östliche Indien) die letzte Etappe auf diesem Weg. Nach der blutigen und verlustreichen Unterwerfung Kalingas wurde Ashoka angesichts des Leids und Elends, die seine Eroberungszüge mit sich brachten, von einer psychischen Krise erfasst.Der Beweis dafür ist ein Selbstzeugnis: Eine Felsinschrift, die vier Jahre später angefertigt wurde. Demnach sei ein militärischer Sieh sinnlos, bedeutend sei nur der Sieg des Dhamma. (Begriff sowohl für den Hinduismus, als auch für den Buddhismus. Religionsabhängig)

Ashoka verzichtete auf weitere Eroberungen und konvertierte zum Buddhismus. Fortan widmete sich Kaiser Ashoka gezielt der Friedensförderung und der sozialen Wohlfahrt. Zudem verbot er die Kriegsführung und ermahnte sein Volk, generell au jede Gewaltanwendung zu verzichten (unter anderem sprach er das Verbot der blutigen Tieropfer aus). Er geht jeder Boshaftigkeit aus dem Weg und strebt Freundschaften mit seinen Nachbarn wie den Seleukdern und den Griechen in Baktrien an.

Allerdings scheint Ashoka keine grundlegende Reform der indischen Gesellschaft betrieben zu haben, vielmehr ging es wohl um die Festlegung eines Standards von sozialem Verhalten. In seinem Reich übernahm er die Verwaltung der staatlichen Kontrolle, beendete die steuerliche Willkür, förderte die gerechte Verteilung von Landbesitz, errichtete Schulen und Krankenhäuser und ließ die Prinzipien seiner auf den Lehren des Buddhismus beruhenden Politik um ganzen Land verbreiten (Säulenedikte des Ashoka).

Ein Felsedikt beginnt mit den Worten „Tugendreiche Taten sind schwer durchzuführen.“ Um die Verbreitung der buddhistischen Lehren (auch dhamma genannt) zu kontrollieren und den Widerstand, der auftrat, zu brechen, setzt er hohe Beamte als Großinspektoren der buddhistischen Lehre (Dhamma Mahamatras) ein. Diese sollen die Verkündung und die Erhaltung der Lehre bewachen.

Dich auch wenn Ashoka seinem religiösen Anliegend nachgeht, vergisst er nicht seine Herrscherpflichten. Er dachte zum Beispiel niemals daran, Kalinga die Selbstständigkeit wiederzugeben. In den Felsedikten in Kalinga wird das Wort Reue nicht erwähnt. Jedoch findet man hier folgende Worte: „Alle Menschen sind für mich wie meine Kinder.“

Sein Reich war in 5 Teile aufgeteilt. Im Zentrum lag Magadha mit der Hauptstadt Pataliputra. Ashoka machte dies zu der Zentrale der Verwaltung seines Reiches, das einen sehr großen Teil des indischen Subkontinents (mit Ausnahme von Südindien) umfasste. Jedoch muss hier berücksichtigt werden, dass sehr große Bereiche nicht von der staatlichen Zentralgewalt erfasst wurden. Eine straffe staatliche Kontrolle ist vor allem für das Yamuna-Gebiet belegt.

Königliche Inschriften ließen Ashoka´s Nachfolger nicht verfassen. Buddhistische Quellen besagen, dass sich die Zerfallerscheinung des Reiches schon in den letzten Jahren unter der Herrschaft von Ashoka bemerkbar machten. Der letzte Angehörige der Maurya-Dynastie (Brihadratha) wurde um 185 v. Chr. von seinem General ermordet. Dieser General, Pushyamitra Shunga war sein Name, führte auch später das von Ashoka verbotene Pferdeopfer wieder ein.

Die Herrschaft Ashokas war auch und vor allem für den Buddhismus, den er eifrig förderte, von großer Bedeutung. Unter seiner Herrschaft fasst die Lehre auch in Sri Lanka Fuß. Er schickte religiöse Boten nach Kleinasien, ins Seleukiden, Ptolemâer und Antigonideneich, die die friedfertige buddhistische Botschaft verbreiten sollten.

Historisch gilt Ashoka als einer der größten Herrscher der indischen Antike und als erster indischer Herrscher, der unbestritten ethische Anliegen in die Politik einbrachte. In Indien wird er bis heute als herausragendes Beispiel einer gerechten und friedfertigen Politik verehrt.

Die Edikte des Ashoka:


Die Edikte des Ashokas sind 33 Texte, die im 3. Jahrhundert v. Chr. unter Anordnung von König Ashoka als Inschrift an frei stehende Säulen, an Felsen und an Wänden von Höhlen angebracht und in seinem ganzen Reich verbreitet wurden. Ashoka ließ darin die Grundzüge seiner Politik festhalten, die sich an den Lehren des Buddha orientierten.

Die Edikte wurden in den verschiedenen Sprachen und Schriften der Völker des Reiches verfasst und sollte die „Herrschaft des Dharma“ in seinem gesamten Herrschaftsgebiet verkündet. Die Löwen, die errichtete Säulen Ashokas in Sarnath krönen, sind heute das Wappen des Staates Indien. Neben Löwen trugen die Reihe von Ashoka´s Säulen auch das „Rad des Dharma“ an der Spitze.

Inhalte der Edikte des Ashoka:

Der Buddha und das Dharma fanden wiederholt Erwähnung in den Edikten, jedoch konzentrieren sie sich meist mehr auf die moralische und ethische Aussage als auf die religiöse Praxis. Die philosophische Dimensionen des Buddhismus, namentlich die „Vier Edlen Wahrheiten“ und der „Achtfache Pfad“, sind in den Texten nicht zu finden. Ob dies geschah, weil er die Texte für die breite Masse der Bevölkerung allgemein verständlich halten wollte, oder weil diese Inhalte erst später formalisiert wurden ist noch nicht endgültig geklärt. Die Inhalte der Edikte wiederholen immer wieder einige zentrale Themen:

  • Die Konversation des Königs zum Buddhismus
  • Beschreibungen seiner Bemühungen, das Dharma zu verbreiten
  • Des Königs auf dem Dharma gegründete moralische und religiöse Überzeugung
  • Seine Bestrebungen diese Überzeugungen in Form einer sozialen und friedlichen Politik umzusetzen

    Ashoka selbst wird in den Inschriften als „Der von den Göttern Geliebte“ (Piyadasi) bezeichnet.

    © by Saripyar




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