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Die Indien- und Bollywood-Topliste



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Review: Alaap

    Unsere Bewertung für diese Seite
    Erscheinungsjahr: 1977
    Genre: Drama
    Regie: Hrishikesh Mukherjee
    Drehbuch: Bimal Dutta, Mrs. Nayyar Jahan
    Produktion: Hrishikesh Mukherjee, N. C. Sippy, Romu N. Sippy
    Musik: Jaidev
    Darsteller: Amitabh Bachchan, Rekha, Chhaya Devi, Om Prakash, Farida Jalal, Asrani

    Länge: 160 Minuten








Story:


Alok Prashad (Amitabh Bachchan) hat Musik studiert und kehrt nach seinem Abschluss nach Hause zurück. Dort erwarten ihn sein Vater, sein älterer Bruder und dessen Frau Geeta (Lily Chakravarty) , die den sensiblen, freundlichen Jungen immer unterstützt, was auch nötig ist angesichts seines sehr strengen Vaters, dem Lokalpolitiker und Anwalt Triloki Prashad (Om Prakash). Dieser besteht jetzt auch darauf, dass Alok sich endlich mit etwas Vernünftigem beschäftigt und will, dass er bei seinem Bruder lernt, als Anwalt zu arbeiten. Alok kann sich nicht direkt wehren, geht aber nicht ins Büro, sondern widmet sich bei der ehemals berühmten Sarju (Chhaya Devi) weiter seiner Liebe zur Musik. Die Sängerin hat einige kleine Häuser im Dorf gekauft, von denen sie eines an Aloks armen Kindheitsfreund Ganesh (Asrani) und dessen Schwester Radhiya (Rekha) vermietet hat. Als Triloki Prashad vom Ungehorsam seines Sohns erfährt, sorgt er dafür, dass Sarju ihren Besitz verliert. Daraufhin bricht Alok mit seinem Vater und lebt von da an in Armut. Das Schicksal meint es jedoch nicht gut mit ihm.


Review:
Alaap hat mich ganz stark an diese amerikanischen Vater-Sohn-Konfliktfilme aus den 50ern erinnert, wie z.B. an die Stücke von Tennessee Williams. Der eher künstlerisch veranlagte, warmherzige Sohn rebelliert gegen die strengen, konservativen Vorstellungen des Vaters. Das Ganze ist eben nur ins ländliche Indien verlegt und bekommt einen weiteren musischen Touch durch die Untermalung mit klassischer indischer Musik.

Zur Abwechslung (aber schon typisch für Hrishikesh Mukherjees eher kopfbestimmte als aggressive Filme) vollzieht Amitabh seine Rebellion hier eher sanft und lebt statt im Luxus in Armut. Aber er tut auch das mit offensichtlicher Überzeugung und seine spätere Weigerung auf das Drängen seiner Frau, sich mit dem Vater auszusöhnen, wirkt weniger stur als prinzipientreu. Das zeigt sich auch in den Respektbezeugungen, die er seinem Vater auch nach dem Zerwürfnis nicht verweigert.

Rekha wirkt in Alaap wirklich extrem jung und natürlich. Da ist noch nichts zu sehen von dem mondänen Vamp, den sie später häufig gespielt hat. Selbstbewusst erscheint sie auch hier trotz anfänglicher Schüchternheit und sie hat das ganze Mitgefühl des Zuschauers auf ihrer Seite, als sie sich dazu entschließt, sich im Streit von ihrem Mann zu trennen, um ihn zu retten.

Asrani, der ebenfalls häufig in Mukherjees Filmen neben Amitabh auftritt, ist hier anfangs in seinem sonnigen Element, zeigt aber im Verlauf des Films, dass er auch die dunklen, ernsten Seiten einer Figur überzeugend darstellen kann. Chayya Devi als grantige Alte mit sehr weichem Kern ist herzerwärmend, während Om Prakash den strengen Vater, so scheint es, auch im Schlaf spielen könnte. Ein Glanzpünktchen des Films ist wieder mal Farida Jalal hat in einer herrliche Nebenrolle, auf die sie offensichtlich festgenagelt war und ist.

Alaap kam mir erst nicht wie ein typischer Middle-of-the-Road-Film vor, aber das mag einfach daran gelegen haben, dass der Großteil der Handlung in einer ländlichen Gegend gespielt hat und nicht in der Stadt, und die Liebe und Bedeutung der Musik so eine große Rolle inne hatte. Denn im Grunde geht es auch in Alaap um die Gefühle und Bindungen zwischen den Menschen. Und durch die flott vorangehende Handlung, die erst am Ende leider etwas diffus wird, und den Einsatz sehr bekannter Darsteller auf der einen Seite und den Anspruch der Geschichte auf der anderen Seite ist dem Regisseur meiner Meinung nach auch hier wieder die Mischung aus Kunst- und Unterhaltungsfilm gelungen. Trotzdem gefielen mir persönlich andere seiner früheren Filme einfach besser. Aber ich denke, das ist Geschmackssache.

Reviewed: 28. Mai 2007 by Jess

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