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Die Indien- und Bollywood-Topliste



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Review: Dancer

    Unsere Bewertung für diese Seite
    Erscheinungsjahr: 1991
    Genre: Tanz, Drama
    Regie: Kishore Vyas
    Drehbuch: Afzal Khan
    Produktion: Rajkumar Ludhani
    Musik: Anand Chitragupth, Milind Chitragupth, Raju Singh
    Darsteller: Akshay Kumar, Kirti Singh, Mohnish Behl, Laxmikant Berde, Mohini, Dev Sharma, u. a.

    Länge: 155 Minuten





Filmsongs:


  • Aao Chalo Milke Gaye
  • Nachoonga To
  • Deewano Ki
  • Ek Ladki Ne
  • Ab Apne Sapne
  • Deke Lahoo
  • Rim Zim Rim Zim
  • Lo Mahin Aayee


    Story:


    Raja´s (Akshay Kumar) Vater ist ermordet worden und seine Mutter (Viju Khote), die unschuldig ist, wurde wegen Mordes angeklagt und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Raja wurde aufgenommen von dem Straßensänger Mangul Chacha, der ebenfalls 2 Kinder in Raja´s Alter hat: Dattu (Laxmikant Berde) und Radha (Kirti Singh). Sie wuchsen gemeinsam auf und Raja wurde zu einem ebenso guten Tänzer wie es einst sein Vater war.

    In einem Tanzwettbewerb schlägt er das erfolgreiche Tanzpaar Priya (Mohini) und Mohnish (Mohnish Behl). Monish ist außer sich, denn Priya verliebt sich in Raja und sattelt um: Von nun an tanzt sie nur noch mit Raja. Doch auch Radha ist verliebt in Raja. Seine Mutter kommt aus dem Gefängnis frei. Er wird gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin Priya zum Star. Als der Vater von Priya, Brijbhushan (Dalip Tahil), Raja und seine Mutter zu einer Party einlädt, um die Verlobung von Priya und Raja bekannt zu geben, ist Raja´s Mutter entsetzt: Brijbhushan ist der Mörder ihres Ehemannes, Raja´s Vater.


    Review:


    Vorne weg: Der Titel „Dancer“ und Akshay Kumar in der Hauptrolle hat mich schon vor dem Ansehen des Films stutzig gemacht. Schließlich zählt Akshay nicht unbedingt zu den besten Tänzern in Bollywood. Dennoch konnte ich es nicht lassen, mir selbst ein Urteil zu bilden, zumal der Film aus dem Jahr 1991 stammt und man noch ein wenig Hoffnung hat.

    Doch gleich zum ersten Song ging meine Hoffnung auf Besserung verloren. Eine grausame Darstellung und ich bin überzeugt davon, dass Akshay in seiner Karriere als Filmstar noch einiges dazu gelernt hat. Jeder, der denkt, Akshay tanzt heute schlecht, der sollte diesen Film erst gar nicht in Erwägung ziehen. Ein grausames Herumgehampel, dass ihn in den unmöglichsten Stellungen zeigt und einfach nur noch zum Lachmuskeltrainieren gut ist. Auch seine Leistung war nicht sonderlich gut... mal abgesehen von den Prügelszenen, die er schon in seinem ersten Film „Saugandh“ (1991) ganz gut beherrschte. Liegt allerdings allem Anschein nach an seinen Vorkenntnissen in der Kampfkunst. Dennoch war dies auch die einzige positive Bemerkung meinerseits über sein Schauspiel. Denn weder stimmte die Chemie zwischen ihm und Mohini, wo sie wahrscheinlich auch ihren Teil beitrug, noch war sein ständiges Gegrinse, dass er in „Saugandh“ schon nicht sein lassen konnte, nicht sonderlich vorteilhaft. Bei seinen Klamotten, die sich vom engen glitzernden Body bis hin zu schrecklichen fetten Goldkettchen hinzieht, will ich lieber nicht noch mehr ins Detail gehen, sonst finde ich überhaupt kein Ende.

    Mohini, die die Rolle der Priya übernimmt, ist mindestens so grausam und zum Lachen animierend, wie Akshay aka Raja. Was bei einer Mischung der beiden herauskommt, will sich nicht wirklich jemand vorstellen. Mohini war zudem nicht einmal hübsch. Sie war meist überschminkt. Der Anblick animierte regelrecht zum Spachtel aus der Tasche ziehen und abkratzen. Aber gut, daran soll es nicht alleine hapern. Die Klamotten waren mindestens so grauenvoll, wie die von Akshay. Und wie schon erwähnt: Die Chemie stimmte überhaupt nicht. Sie war kühl und nicht ein stück romantisch angehaucht. Ein gutes Beispiel gibt hier die Szene, bei der Mohini bei Akshay vorne auf sein Motorrad steigt und versucht, aufreizend zu wirken. Aus meiner sich wirkte dies allerdings nicht aufreizend sondern abstoßend.

    Bei Monish Behl, der den verstoßenen Liebhaber Priyas spielt, ist ebenfalls kein sonderlich überzeugender Schauspieler. Weder hier, noch in späteren Filmen wie Koyla (1997) oder Jaanwar (1999) . Seine Leistung war mies, wie immer. Sein Schauspiel kein Stück überzeugend und seine Boshaftigkeit, die hier eigentlich zum Vorschein kommen sollte, regte zu Mitleid beim Zuschauer an. Denn dieses arme Schauspiel war einfach nur noch zu bemitleiden. Ebenso gilt letzteres für die Mutter von Raja, Viju Khote. Grausam. Wirklich viel rüber bringen tut sie nicht. Und dass sie sich Nachts, während ihr Sohn auf ihrem Schoss schlief, von einem Skorpion beißen lässt, ohne jegliche Reaktionen zu zeigen, nur damit Raja ruhig schlafen konnte, machte mir ihre Rolle auch nicht sympathischer. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass mir diese Frau leid tun könnte... obwohl ihre Rolle dies eigentlich bezwecken sollte.

    Dalip Tahil, der den Vater von Priya spielte, war ebenso wenig überzeugend wie der Rest der Besetzung. Allerdings fiel seine Rolle auch nicht so ausgeprägt aus, wie manch andere in „Dancer“. Seine schlechte Darstellung ist allerdings vielleicht auch auf de Script zurück zu führen. Denn dieses ist einfach eine aus den Finger gesogene Story mit einer absolut falschen Besetzung. Zudem ist die Story teilweise aus dem Hollywoodklassiker „Saturday Night Fever“ (1977) mit John Travolta. Und bisher habe ich John für keinen sonderlich guten Tänzer gehalten, doch wenn man Akshay Kumar und John Travolta nebeneinander stellt, sitzt John definitiv am längeren Hebel. Da liegen Welten zwischen. Schon bei den einleitenden Credits ist zu sehen, dass es sich um „Saturday Night Fever“ handelt. Auch die Schweißtropfen, die in SNF bei John Travolta grundsätzlich mit inbegriffen waren, findet man hier wieder. Nur das man hier das Gefühl hat, die Tänzer hätten vorher geduscht und es nicht einmal für nötig gehalten, sich abzutrocknen.

    Über die Songs wage ich es gar nicht zu sprechen. Nicht nur, dass die Leistung der „Tänzer“ einfach grauenvoll mitzuverfolgen sind, nein, auch die Songs sind meist langweilig gestaltet oder so mies, dass man zur Fernbedienung greift, um schnell weiter zu spulen. Ich kann eigentlich nur jedem, ob eingefleischter Akki-Fan oder nicht, von „Dancer“ abraten. Eine noch grauenvollere Leistung als „Saugandh“. Ein positives hat es allerdings: Schlechter als Jaani Dushman (2002) ist er nicht.

    Reviewed: 19. Mai 2006 by Saripyar

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