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Die Indien- und Bollywood-Topliste



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Review: Dhaai Ashkar Prem Ke

    Unsere Bewertung für diese Seite
    Erscheinungsjahr: 2000
    Genre: Drama
    Regie: Raj Kanwar
    Drehbuch: Raj Kanwar
    Produktion: Rak Kanwar, K. Pappu, Amardeep Singh
    Musik: Jatin - Lalit
    Darsteller: Abhishek Bachchan, Aishwarya Rai, Anupam Kher, Amrish Puri, Shakti Kapoor, Sushma Seth,     Sonali Bendre

                              Länge: 167 Minuten





Filmsongs:


  • Dhaai Akshar Prem ke
  • Do Lafzon Mein
  • Koi Taza Hawa
  • Mera Mahi Bada Sona Hai
  • Yeh Sama Yeh Nazaare


    Story:
    Karan Khanna (Abhishek Bachchan) ist ein junger Captain in der indischen Armee, der in seinem Urlaub zu seiner Liebe Nisha (Sonali Bendre) fahren will. Auf dem Weg hilft er einer jungen Frau aus einer Notlage, als sie von ein paar Männern verfolgt und drangsaliert wird. Sie stellt sich ihm beim Abschied als Sahiba Gareval (Aishwarya Rai) vor. Doch sie treffen sich ein weiteres Mal. Und wieder muss Karan Sahiba retten, die sich von einem Felsen stürzen will. Nach und nach erzählt sie ihm, wie es zu ihrem Unglück gekommen ist, das sie davon abhält zu ihrer Familie zurückzukehren.

    Diese geht durch Missverständnisse davon aus, dass ihre Tochter gegen den Willen der Familie geheiratet hat. Da Sahiba große Angst hat und keinen Ausweg weiß, bietet Karan ihr an, seine Reise kurz zu unterbrechen und sie nach Hause zu begleiten, um ihr beizustehen. Und so lernt der Waise Karan nicht nur bald kennen, wie es in einer lautstarken, liebenden Familie zugeht, auch die Missverständnisse nehmen kein Ende, angefangen damit, dass Karan für Sahibas Ehemann gehalten wird...


    Review:
    Dhaai Ashkar Prem Ke ist „Dem Himmel so nah“ auf Indisch. Das kann man schon ganz deutlich so sagen, weil die Geschichten so gut wie identisch sind) Aber ich mochte den Film mit Keanu Reeves und ich mag auch diesen hier mit Abhi und Ash. Die Geschichte ist einfach schön, und es macht Spaß zu beobachten, wie die beiden Hauptdarsteller am laufenden Band unfreiwillig in „intime“ Situationen gezwungen werden. Soweit ich weiß, war der Film ein Riesenflop in Indien, und auch die Kritiken sind sehr negativ gewesen. Ich weiß nicht, für mich ist Dhaai Ashkar Prem Ke ein wunderschöner Liebesfilm, den ich mir gern häufiger ansehe.

    Das liegt sicher zum einen daran, dass ich das Zusammenspiel von Abhishek Bachchan und Aishwarya Rai gut finde (auch in Kuch Naa Kaho haben sie mir gefallen). Abhishek spielt hier diesen ruhigen, starken jungen Mann, den Fels in der Brandung sozusagen, der eigentlich sehr einsam ist. Ich gebe zu – das zieht bei mir Er spielt das wirklich überzeugend. Sein Karan Khanna ist ein sehr ehrlicher, hilfsbereiter Mann, der ordentlich mit sich in den Zwiespalt gerät, als er merkt, dass seine Gefühle für Sahiba möglicherweise etwas zu weit gehen. Es gibt eine hinreißend schmachtfetzige Szene, in der Sahiba den schlafenden Karan weinend fragt, warum er denn bloß so verdammt liebenswert ist ... also nicht nur ich seh das so.

    Ich glaube, Sahiba ist die „ergebenste“ Rolle, in der ich Ash je gesehen habe. Sie spielt ja häufig sehr emanzipierte Frauen, die wissen, was sie wollen, und sich nicht einschüchtern lassen. Hier ist sie zwar auch freiheitsliebend (die ganzen Probleme entstehen ja letztendlich dadurch, dass sie sich etwas anderes für ihr Leben wünscht, als einfach verheiratet zu werden), aber sie hat auch Angst, ihrer Familie entgegenzutreten und schmeißt sich bei jedem kleinen Erschrecken ins Abhis Arme. Außerdem betet sie Karan förmlich an, als sie sich ihn verliebt hat... Dass er DIE Blicke nicht schnallt, grenzt an Ignoranz (Obwohl ich zugeben muss, dass ich nicht geschnallt habe, ob er nicht doch ahnt, dass sie sich in ihn verliebt hat?!)

    Alle übrigen Rollen sind extrem sympathisch besetzt. Herausragend ist wie immer Anupam Kher, als der freundlich-offene Bruder Raunak von Sahibas Vater Yagvender (Amrish Puri). Gibt es so was wie Charmepillen?! Wenn, dann hat dieser Schauspieler davon einen ganzen Schrank voll. Er muss eigentlich nur ein Mal lächeln und schon nimmt er einen für sich ein. Witzig fand ich seine Anspielung auf DDLJ!

    Amrish Puri hat mir auch wieder gefallen. Er bekommt immer gut die Kurve vom absoluten Sturkopf, den man am liebsten gegen die Wand klatschen würde, zum einsichtigen Älteren, der seine Fehler einsieht. Harte Schale, weicher Kern (auch wenn der Kern manchmal ganz schön klein ist) Sein Schauspiel ist in meinen Augen eigentlich immer das Gleiche, aber da es funktioniert – warum nicht?!

    Natürlich gibt es auch negative Punkte. Am meisten ist mir aufgefallen, dass es einfach zu viele Musiknummern gibt. Die Musik des Films ist zwar schön, keine wirklichen Ohrwürmer, aber man kann sie sich gut ansehen und anhören. Ash bekommt wieder Gelegenheit, ihren ausgefeilten klassischen Tanzstil zu zeigen, und Abhi schlägt sich auch gut. Aber teilweise stören sie einfach den Ablauf der Geschichte. Besonders ist mir das an folgender Stelle aufgefallen: Als Karan zu den Garevals zurückkehrt, nachdem er begriffen hat, dass er Sahiba liebt und von ihrem vater rausgeschmissen wird. Dann erfährt Sahiba, dass er da ist und... SONG! HÄH?!

    Da wollte ich lieber sehen, was weiter passiert und nicht noch mal Ash und Abhi tanzen sehen. Das ist zwar auch schön, aber ich bin ein bisschen aus dem Geschehen rausgerissen worden. Und eigentlich sollen die Songs den Zuschauer ja weiter ins Geschehen einbinden, denke ich?! Dazu kommt, dass mir manche Lieder etwas unpassend vorkamen. Der Film wirkt durch das alles zuweilen leider ein bisschen zerpflückt. Nach Sahibas Liebeserklärung an den schlafenden Abhi war so eine fröhliche Tanznummer vielleicht nicht das Ideale?! Am besten hat mir das Lied O Mere Rabba gefallen, das die beiden Darsteller zwischen Wüste und alten Ruinen zeigt. Zwar ist das wieder so ein sehr gestelltes Liebeslied (ich mag im allgemeinen die Songs lieber, die nicht so ganz abgegrenzt von der Handlung sind), aber es sind wunderschöne Aufnahmen, finde ich!

    Alles in allem ist Dhaai Ashkar Prem Ke ein schöner BW-Film, in dem viele Bestandteile enthalten ist, die Bollywood in seinen Filmen häufig bietet: eine innige Liebesgeschichte, eine lautstarke Familie, wunderschöne Landschaft (ach ja, das sollte man noch extra erwähnen, die Landschaftsaufnahmen sind wunderschön!), viel Musik (modern und traditionell) und ein dramatisches Ende. Ich kann ihn empfehlen.

    Reviewed: 15. August 2005 by Jess

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