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Die Indien- und Bollywood-Topliste



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Review: Jai Kishen

    Unsere Bewertung für diese Seite
    Erscheinungsjahr: 1994
    Genre: Drama, Action
    Regie: Sunil Agnihotri
    Drehbuch: Sunil Agnihotri
    Produktion: Narottam V. Purohit, Vijay K. Ranglani
    Musik: Anand, Milind
    Darsteller: Akshay Kumar, Ayesha Jhulka, Chandni, Reema Lagoo, Harish Patel

    Länge: 128 Minuten





Filmsongs:


  • Jhule Jhule Laal
  • Yaaron Kya Ladki
  • Pyar Hua Hai
  • Ye Aalam
  • Surat Hai Meri Bholi
  • Jhule Juhle Laal
  • Sochona Ek Mein Hasina


    Story:
    Der Polizist Pratap Singh wird vor den Augen seiner Frau ermordet. Während des Überfalls verliert Ihr Sohn Jai sein Augenlicht, während sein Zwillingsbruder Kishen spurlos verschwindet. Jai wächst bei seiner Mutter auf und wird von einem Nachbarn angehalten, sich im Schwertkampf und Kampfsport zu üben und sich dabei auf sein Gehör zu verlassen.

    Kishen ist elternlos aufgewachsen und zum Dieb geworden. Eine Heldentat von Jai bringt die Familie wieder ins Rampenlicht und die darauffolgende Diebestour von Kishen auch noch in das Visier der Mörder von Pratap Singh. Erneut ist die Familie bedroht und immer noch nicht vereint.


    Review:
    Die Geschichte hinter diesem Film ist nicht so besonders einfallsreich. Eigentlich gleicht sie vielen Geschichten aus dieser Zeit und lässt sich auf drei Postulate reduzieren.

    1) Polizisten werden gerne ermordet.
    2) Rache gibt es 20 Jahre später.
    3) Kinder kann man schon mal verlieren und sie nach Jahren wiederfinden.

    Eine gute Ergänzung findet sich in diesen Film. Durch die Tatsache, dass Jai blind ist. Dadurch erhält die Geschichte einen zusätzlichen Pluspunkt, der sich positiv auf alles auswirkt. Auch das Wiedersehen der Brüder und ihre gemeinsame Rache sind gut umgesetzt. Der blinde Jai übernimmt die Morde an den Mördern seines Vaters, mit der Begründung, er sei behindert und es wäre besser, wenn er ins Gefängnis kommt und Kishen bei der Mutter bleiben kann. Diese etwas absurde Idee ist an sich nachzuvollziehen, nur leider nimmt der Regisseur die Idee nicht wieder auf und der Zuschauer kann das Ende nicht mehr mit der Idee in Einklang bringen. Es bleibt unklar, ob einer der Brüder überhaupt bestraft wird.

    Die Darstellung insbesondere von Akshay Kumar, der die Doppelrolle von Jai und Kishen spielt, hat mir sehr gut gefallen. Mit viel Einfühlungsvermögen stellt er den blinden Jai dar. Die Körperhaltung und Darstellung passt, nur die Tänze von Jai und auch einige Handlungen nicht. Mir kann niemand erzählen, dass ein Blinder mit den Füßen alle Lampen in einem Tempel zerschlägt. Schon gar nicht, wenn Akshay vorher mit den Augen die Entfernung abschätzt. Aber diese Pannen sind nicht seine Schuld, sondern Anweisung von oben.

    Die Rollen der Anita und Asha, das sind die jeweiligen Freundinnen von Jai und Kishen, sind wieder sehr klein, aber auch sehr gut gemacht. Besonders niedlich ist Asha, die Jais Mutter gesteht, dass sie mit Jai die ,,verbotene Linie’’ überschritten hat. Ein Moment zum Dahinschmelzen. Die Mutter der Zwillinge, Mrs. Verma, ist mit Reema Lago, einer meiner Lieblingsdarstellerinnen besetzt. Leider fehlt mir hier ein bisschen der Altersunterschied zu Akshay Kumar. Ansonsten ist auch ihre Darstellung gut und auch wieder typisch für das indische Frauenbild. Sie verschweigt den Mord an ihrem Mann, um ihren Sohn und sich selbst nicht zu gefährden.

    Nun zu den drei Gangstern. Sie sind eher witzig und eigentlich nicht so richtig ernst zunehmen. Beim großen Finale sind wieder ein paar kleine Fehler, das Hemd von Jai wechselt seine Farbe mal rot mal weiß, je nachdem, ob er von vorn oder von hinten zu sehen ist. Das sind dann so die kleinen Pannen, wenn ein Schauspieler in zwei Rollen schlüpft.

    Die Songs sind nicht so der Hit. Gerade wenn Jai tanzt, drängt sich einem die Frage nach den Augen auf und das nur mit einer altmodischen Sonnenbrille zu kaschieren ist zu wenig. Auch die Kostüme sind sehr gewöhnungsbedürftig. Das ganze Team in Müllmannorange ist nicht mein Fall. Obwohl ich davon ausgehe, dass in Indien die Müllmänner nicht orange tragen. Ein bisschen entschädigt der Song von Asha, als sie sich mit Jai eine Decke teilt. Die Stunts sind mäßig. Nur die Schwertkämpfe des blinden Jai imponieren. Ein interessanter Film mit einigen brutalen Morden und leider einigen Regiefehlern.

    Reviewed: 09. Februar 2007 by Maya

    Screenshots:

      

      

      

      
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