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Die Indien- und Bollywood-Topliste



Willkommen im Indien und Bollywood Portal
BollywoodsBest.de ist das "etwas andere" Indien- und Bollywoodportal. "Shah Rukh Khan" ist sicherlich eine Leitfigur der indischen Filmindustrie. Dieses große Land hat jedoch noch wesentlich mehr zu bieten, das uns die Filme und ihre Stars nicht einmal erahnen lassen.

Wir bieten nicht nur eine kostenlose Mitgliedschaft in einer netten und hilfsbereiten Community, sondern auch eine Vielzahl an aktuellen Informationen über Ereignisse der indischen Filmindustrie, Indiens Kultur, den Menschen und ihre Religionen ... und vieles mehr.


Review: Lajja

    Erscheinungsjahr: 2001
    Genre: Drama
    Regie: Rajkumar Santoshi
    Drehbuch: Rajkumar Santoshi
    Produktion: Rajkumar Santoshi
    Musik: Ilayaraja, Anu Malik
    Darsteller: Manisha Koirala , Jackie Shroff, Rekha, Anil Kapoor, Madhuri Dixit , Ajay Devgan, Mahima     Chaudhry , Suresh Oberoi, Gulshan Grover, Urmila Matondkar, Sonali Bendre, Johnny Lever, Razak Khan,     Farida Jalal, Nasir Khan

Länge: 202 Minunten



Filmsongs:


  • Aaye Yeh Aajaye Ye
  • Saajan Ke Ghar
  • Badi Muskkil


    Story:
    Die junge Frau Vaidehi (Manisha Koirala) lebt mit ihrem Ehemann Raghu (Jackie Shroff) in New York. Als dieser die Finger nicht von der Frau eines Kollegen lassen konnte und der Kollege auch noch Vaidehi ein ähnliches Angebot machte, war es der jungen Frau zuviel und sie brach aus nach Indien zu ihrer Familie. Raghu hatte währenddessen einen Unfall und es wurde prognostiziert, dass er impotent ist. Allerdings erfährt er, dass Vaidehi schwanger ist. Sein einziges Kind. Mit aller Kraft versucht er sie nach New York zurück zu locken. Allerdings nur wegen des Kindes. Dieses erfuhr Vaidehi´s Arzt durch Zufall und setzte sie damit in Kenntnis. Und hier beginnt ihre Flucht vor dem eigenen Ehemann durch das Land Indien.

    Auf ihrer Reise trifft sie 4 Frauen, die ihr Schicksal teilten: Diskriminierung, Unterdrückung und Misshandlung. Doch alle 4 Frauen versuchen sich dagegen zur Wehr zu setzten....


    Review:


    „Wenn die Tränen nicht mehr laufen, beginnt die Revolution.“ Eine Aussage die wie maßgeschneidert auf diesen Film passt. Der Film handelt von der Unterdrückung, Misshandlung und Diskriminierung der Frauen und wie diese sich zur Wehr setzten.

    Die Hauptfigur der ganzen Geschichte trägt Manisha Koirala. Und meines Erachtens nach verdammt gut. Sie fasziniert mich immer wieder auf ein Neues. Man findet, wenn man genau hinschaut Parallelen zum Film „Dil Se“, indem sie ebenfalls die Hauptrolle charakterisiert. Sie spielt hier die jung verheiratete Vaidehi, die sich gegen die Diskriminierung und Unterdrückung wehrt. Manisha hat eine unheimliche Ausstrahlung und wirkt ungemein überzeugend als die Revolutionärin. Anscheinend hat sie eine Vorliebe für Rollen, die ernste Themen behandelt. Immer wieder bin ich hin und weg, wie sie es auf die Reihe bekommt, solch ausdrucksstarke Gefühle ohne viel Handlung und Gestiegen auf die Leinwand zu bringen. Im Finale des Films saß sie dem Ganzen letztendlich die Krone auf. Eine Ansprache vor sämtlichen Männern und Frauen, die es in sich hatte mit einer Überzeugungskraft, die Frauen zu bewegen, endlich was gegen Unterdrückung und Diskriminierung zu tun und mit einem Ausdruck, der einen wie gebannt auf der Couch sitzen lässt. Manisha gehört für mich zu den talentiertesten Schauspielern im Bollywoodgeschäft. Unter anderem wegen der schon oben genannten Aspekte. Sie schafft es immer wieder, selbst dann wenn ich denke, jetzt kommt nichts mehr, mich wie angewurzelt erstarren zu lassen.

    Anil Kapoor hat mich hier wirklich sehr überrascht. Er ist einer dieser Schauspieler, denen ich normalerweise aus dem Weg gehen, solange es möglich ist. Allein in „1942 – A Love Story“ hat er mich so von seinem Nichtkönnen überzeugt, niemals wieder einen Film mit ihm anzuschauen. ABER das hat sich mit diesem Film geändert. Er hatte zwar keine sonderlich interessante Rolle, allerdings hat er das, was er hier bringen sollte, wirklich gut gemacht (Und glaubt mir, ich hätte es niemandem geglaubt, der mir das erzählt hätte. Davon musste ich mich selbst überzeugen.) Er hat mich nun doch davon überzeugt, dass er Potential hat. Allerdings sollte er dieses vielleicht öfter mal zur Schau setzten.

    Mahima Chaudhary war ebenfalls einer der Frauen, wie jede andere auch in Lajja, die sich der Unterdrückung der Männer versuchte zur Wehr zu setzen. Sie spielte die junge Maithili, die heiraten soll um die Familientradition weiter zu führen. Allerdings ahntet die Hochzeit aus und sie spricht ein Machtwort. Ebenfalls mit einer Überzeugungskraft die es in sich hat. Den Charakter der Mathili hat Mahima wirklich gut wiedergegeben. Sie ist jung und überdreht. Bezogen auf den Charakter könnte man ihn mit dem der Ganga in „Pardes“ gleichstellen. Umso mehr mochte ich sie hier und habe ihrem Ausbruch gerne zugesehen. Auch sie gehörte zu den Frauen, die sich gegen die Herrschaft der Männer zur Wehr setzt.

    Ebenfalls eine Frauen, die hier den Widerstand zum Ausdruck bringt ist die wundervolle Madhuri Dixit. Ich denke, damit sind meine 3 Favoriten der Schauspielerinnen in Bollywood komplett. Madhuri war wundervoll. Auch brachte sie wieder ihren wunderbar anzusehenden Tanzstiel zum Ausdruck. Sie spielte hier, die mit einem Alkoholproblem behaftete Jank, die nicht verheiratet, aber Schwanger ist. Allerdings ist sie mit dem Mann noch liiert und er möchte sie auch heiratet, bis er anfängt zu zweifeln, ob es auch wirklich sein Kind ist. Er sagt ihr, sie solle abtreiben, erst dann würde er sie heiratet. Ihre Antwort war „Nein“, womit auch ihr Kampf gegen die Männer begann. Eine Frau, die nicht verheiratet aber schwanger ist, ist einer Hure in Indien gleichzustellen. Sie war in ihrer Rolle der stehengelassenen und niedergemachten Frau wirklich perfekt.

    Nun waren da noch Jackie Shroff und Ajay Devgan. Diese Beiden haben mich ein wenig enttäuscht. Gerade von den Beiden hätte ich hier mehr erwartet. Allerdings mag ihre Rolle hier auch ein wenig in den Schatten gestellt sein. Trotzdem hatte ich mir mehr von ihnen erhofft. Aber gut, man kann ja nicht Alles haben.

    Anzumerken ist hier vielleicht noch Rekha. Besonders viel habe ich noch nicht von ihr gesehen, allerdings war sie, ebenso wie alle anderen Frauen hier, wirklich sehr überzeugend und extrem gut in ihrer Rolle als Mutter. Sie hatte eine gewisse Stärke, die ebenfalls von Männern zunichte gemacht wurde. Aber sie strahlte Kraft und Impuls aus.

    Zudem wurden hier etliche Nebenrollen geboten, sodass man zum Beispiel einen kleinen Ausschnitt am Flughafen den Komikern Jonny Lever und Razak Khan gewidmet wurde. Zudem bekamen Urmila Matondkar und Sonali Bendre einen Gastauftritt, indem sie Tanzten. Somit kann man schon fast sagen, dass dies ein wirklicher Frauenpower Film ist. Viele Größen aus Bollywood hatten entweder einen weniger auffallenden Auftritt oder einen in der Hauptrolle.

    Zur Geschichte selbst muss ich sagen, dass ich wirklich begeistert war, wie sie das doch sehr ernste Thema verfilmt hatten. Es wurde kapitelartig dargestellt und in jedem dieser Kapitel wurde einer der oben genannten Frauen diskriminiert, geschlagen oder unterdrückt. Doch alle Frauen handelten und zeigten, dass sie keine Maschinen, sondern ,ebenso wie Männer, Menschen mit Gefühlen sind. Ein Film, der vor Überzeugungskraft und revolutionärem Handeln nur so überläuft.

    Die Musik ist hier nicht sonderlich ausgeprägt. Doch mit nur drei Liedern ist sie dennoch erwähnenswert. Der erste Song zeigt Urmila Matondkar in einem Nachtclub. Urmila ist wunderschön und auch der Song ist schön anzuhören. Der zweite Song zeigt Sonali Bendre auf der Hochzeit von Mahima. Auch Sonali ist wunderschön in einem traditionellen Gewandt. Der Song ist wie für eine Hochzeit gemacht. Und der dritte und wohl für mich beste Song war der, indem Madhuri wieder einmal ihre Tanzkunst zur Schau stellte. Alle drei Songs sind keine sonderlichen Ohrwürmer, aber sie sind wunderbar miteingebracht.

    “Lajja“ ist ein Film, zum dem ich wirklich nur raten kann. Ich war wirklich fasziniert, wie man ein so ernstes und emotional herausragendes Thema so überzeugend zum Ausdruck bringen kann. Ein wahres Epos.



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