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Die Indien- und Bollywood-Topliste



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Review: Maine Pyar Kiya

    Unsere Bewertung für diese Seite
    Erscheinungsjahr: 1989
    Genre: Liebe, Drama
    Regie: Sooraj R. Barjatya
    Drehbuch: S.M. Aahale, Sooraj R. Barjatya
    Produktion: Ajit Kumar Barjatya, Kamal Kumar Barjatya, Rajkumar Barjatya, Tarachand Marajatya
    Musik: Vijay Patil
    Darsteller: Salman Khan, Bhagyashree, Alok Nath, Rajeev Verma, Reema Lagoo

    Länge: 192 Minuten





Filmsongs:


  • Dil Deewana – Lata Mangeshkar
  • Aaja Shaam Hone Aaee – Lata Mangeshkar, SP. Balasubramaniam
  • Kabootar Ja Ja Ja – Lata Mangeshkar, SP. Balasubramaniam
  • Mere Rang Mein Rangne – SP. Balasubramaniam
  • Aaya Mausam Dosti Ka – SP. Balasubramaniam, Usha Mandeshkar, Shailendra Singh
  • Dil Deewana – SP. Balasubramaniam
  • Maine Pyar Kiya – SP. Balasubramaniam, Lata Mangeshkar
  • Kahe Toh Se Sajna – Sharda Sinha
  • Aate Jaate Hanste Gaate – SP. Balasubramaniam, Lata Mangeshkar


    Story:
    Karan (Alok Nath) ist nicht sonderlich reich und lebt mit seiner einzigen Tochter Suman (Bhagyashree) auf dem Lande. Karan´s Frau ist schon vor einigen Jahren gestorben. Er will nach Dubai, um dort Geld zu verdienen und bittet seinen langjährigen Freund Kishen (Rajiv Verma), Suman für einige Zeit bei sich aufzunehmen. Kishen steht in Karan´s Schuld, denn dieser sorgte dafür, dass Kishen ein erfolgreicher Geschäftsmann wird und einen Sohn geboren bekommt. Kishen lebt gemeinsam mit seiner Frau (Reema Lagoo) und seinem Sohn Prem (Salman Khan) in einem Haus, in dem natürlich auch noch ein Zimmer für Suman frei ist.

    Nach kurzer Zeit jedoch verlieben sich Prem und Suman. Prem´s Mutter gibt den beiden ihren Segen, doch da hat noch niemand mit dem geldgierigen Freund Kishens gerechnet, der will, dass Prem seine Tochter zur Frau nimmt. Er intrigiert so lange, bis Kishen sich entscheidet, Suman aus dem Haus zu werfen. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass Prem ihr folgt...


    Review:
    Unglaublich… unglaublich, wie Regiedebütant Sooraj R. Barjatya es geschafft hat, eine recht annehmliche Thematik so zu kaputt zu machen. 90 % des Films bestehen aus Songs, die nicht mal halb so gut sind wie manch andere aus diesem Jahrzehnt. Und nach der Intermission ist man immer wieder drauf und dran, nach der Fernbedienung zu greifen und auszuschalten. Doch es geht nicht, schließlich hofft man jede Minute, dass es besser wird. Schließlich ist „Maine Pyar Kiya“ auch Salman Khan´s Debüt, der heute einer der drei großen Khan´s ist. Dennoch versteh ich nicht, warum er damals ausgerechnet mit dieser Pleite so einen Erfolg hatte und zum Star wurde.

    Ich habe mitbekommen, dass der Film damals nach „Qayamat Se Qayamat Tak“ ein Riesenerfolg gewesen sein soll. Da frage ich mich doch wirklich: Sind die Menschen noch bei Trost? Natürlich, das eine oder andere gute Element ist sicherlich vorhanden. Doch erstens ist der Film meiner Meinung nach mit 192 Minuten absolut überzogen und zweitens war die Darstellung kein deut besser als die Songs. Im Gegensatz zu Bhagyashree hatte Salman Khan wenigstens ab und an seine guten Momente. Doch Bhagyashree brachte mich höchstens zum Lachen. Die Thematik des Films ist eine, die ich eigentlich sehr gerne sehe...solange sie anständig umgesetzt wurde, wovon hier nicht im Geringsten die Rede sein kann.

    Wo wir schon dabei sind: Salman Khan. Sein Debüt. Gut, es war keine Bestleistung. Kein Aamir Khan, aber ebenso wenig ein Akshay Kumar, der als Debütant kaum etwas anderes machte, als in die Kamera zu grinsen. Salman sah ungewöhnlich gut aus. Zu der Zeit haben die Fans wahrscheinlich noch sexy gesagt, doch das wäre bei mir nun wirklich zu viel des Guten. Er hatte nur halb so viel Muskelbau wie heute und seine Haare ließen sein Gesicht richtig niedlich aussehen. Aber nun genug der Oberflächigkeit. Schließlich gilt hier nicht das Aussehen, sondern Talent. Und das hatte Salman meiner Meinung nach in seinem Debüt nun wirklich nicht. Er bringt weder die Trauer richtig rüber (was ich selbst heute noch ab und an bemängele) noch zeigt er wirklich Interesse wenn es seine Rolle von ihm verlangt.

    Und seine Chemie mit Bhagyashree ist absolut grauenvoll. Diese Tatsache schreibe ich jedoch mehr der weiblichen Hauptdarstellerin als der männlichen zu. Sie ist kein Stück überzeugend und sie schauspielert. Man merkt es, und das ist definitiv kein gutes Zeichen. Ihre Tränen wirken unwirklich, ihr aufgesetztes Lächeln ist schon nach der ersten halben Stunde unerträglich und die tragischen Szenen beherrscht sie keines Wegs.

    Alok Nath hingegen ist jemand, der mir hier wirklich gut gefallen hat. Manchmal ein wenig overactet, doch überwiegend überzeugend und gutgläubig. Den Charakter verkörpert er wirklich gut und überzeugt mit guten Dialogen. (Wohl der einzige, der gute Dialoge zugeschrieben bekommen hat.) Zu Reema Lagoo will ich eigentlich nicht viel sagen, nur dass ich sie unheimlich gern als liebevolle Mutter, wie sie es auch hier wieder war, sehe. Sie ist von ihrem allgemeinen Auftreten wie geschaffen für solche Rollen.

    Muss ich zur Musik noch viel sagen? Viel zu viele Songs, unheimlich schlechte Songs, unheimlich schlechte Choreographien und definitiv keine Songs, die ich mir wieder anhören würde. Kritiker lobten damals die sehr gewöhnungsbedürftige Stimme von Balasubramaniam. Warum? Keine Ahnung. Ich kann ihm nichts abgewinnen und würde mir tausendmal lieber Modern Talking oder ähnlich antun, als das noch mal hören zu müssen.

    Damit ist mein Fazit eigentlich offensichtlich: Sicherlich gibt es einige, die sich dennoch nicht davon anbringen lassen werden, den Film zu sehen. Schließlich brachte er uns einen heute unheimlich erfolgreichen Schauspieler nach Bollywood. Ich bleibe jedoch dabei: Es lohnt sich nicht im geringsten.

    Reviewed: 17. Oktober 2006 by Saripyar

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