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Review: Pukar

    Unsere Bewertung für diese Seite
    Erscheinungsjahr: 2000
    Genre: Action, Drama
    Regie: Rajkumar Santoshi
    Drehbuch: Vijay Deveshwar, K. K. Raina
    Produktion: Boney Kapoor, Surinder Kapoor, Bharat Shah
    Musik: A. R. Rahman
    Darsteller: Anil Kapoor, Madhuri Dixit, Namrata Shirodkar, Om Puri, Farida Jalal, Lata Mangeshkar

    Länge: 176 Minuten





Filmsongs:


  • Kay Sera Sera – Shankar Mahadevan, Kavita Krishnamurthy
  • Sunta Hai Mera Khuda – Udit Narayan, Kavita Krishnamurthy, Swarnalatha
  • Humrahi Jabho Mastana – Udit Narayan, Hema Sradesai
  • Hai Jaana Hai Jaana – Sujatha
  • Kismat Se Tum Hum Ko Mile – Sonu Nigam, Anuradha Paudwal
  • Ek Tu Hi Bharosa – Lata Mangeshkar


    Story:
    Major Jaidev (Anil Kapoor) wird auf Befehl des Armee-Offiziers Husain (Om Puri) geschickt, um den pakistanischen Terroristen Abhrush (Danny Denzongpa) zu fassen. Trotz hoher Gefahr und vielen Verletzten führen Jaidev und sein Team die Mission erfolgreich aus. Abhrush ist gefangen und sicher hinter Gittern.

    Nach diesem Erfolg bekommt Jaidev einen Urlaub genehmigt und kehrt nach Hause zurück. Dort wartet schon seine Kindheitsfreundin Anjali (Madhuri Dixit), die auch heimlich in ihn verliebt ist und auf eine Hochzeit hofft, auf ihn. Doch in diesem Urlaub verliebt sich Jai in die Generalstochter Pooja (Namrata Shirodkar). Anjali ist verzweifelt und lässt sich, wegen einer Abfuhr seitens Jai, mit den Männern des Terroristen Anhrush ein. Sie weiß jedoch nicht, auf was für ein gefährliches Spiel sie sich eingelassen hat...


    Review:
    „Pukar“ ist ein weiterer Actionfilm, der sich hervorragend in die Reihe der Filme von Regisseur Rajkumar Santoshi einordnet. Wie auch in anderen Filmen steht die Action eines Film diesen Regisseurs wohl oben an (Khakee, Lajja). Doch man sollte erwarten können, das ein erfahrener Regisseur auf diesem Gebiet anfängt, sich zu entwickeln. Gut, 2000 ist schon eine Weile her und deshalb sollte man Nachsicht mit den typischen Elementen eines Actionbollywoodfilms haben. Was damit gemeint ist? Weiß sicherlich jeder. Die typischen Soundeffekte einer Sequenz, in der sich die Männer die Köpfe einschlagen. Ein „Tschisch“ hier und ein „Tschabum“ da. Grausam, wenn dieser Ton alles andere überspielt... reißt einen fast von der Couch.

    Doch wollen wir nicht weiter auf Kleinigkeiten herumreiten, schließlich sind wir genau das von Bollywoodfilmen gewohnt. „Pukar“ ist ein wirklich unterhaltsamer Actionfilm, mit einer gewissen Spur an Dramatik. Santoshi hatte schon bessere Werke, doch sicherlich auch schlechtere. Somit ist „Pukar“ ein ausgewogenes Mittelmaß, bei dem die Schauspieler sicherlich auch ihren Teil beigetragen haben.

    Anil Kapoor übernahm die Hauptfigur. Ich bin kein Fan von Anil und seinem sich nie verändernden und einfach nur schrecklichen Schnauzer. Man könnte meinen, er sei in den 80ern hängen geblieben. Eine Szene fand ich besonders witzig: Er hat sich verkleidet und einen Schnauzer über seinen Schnauzer geklebt, damit man ihn nicht erkennt. Urkomisch. Allerdings situationsbedingt... Ansonsten muss ich mir selbst eingestehen, dass ich ihn nicht so übel wie in manch anderen Filmen fand. Seine Chemie mit Madhuri Dixit war zwar nicht sonderlich gut, aber das könnte man auch der Charakterdarstellung ankreiden.

    Madhuri Dixit zählt bei mir sowieso zu den Favoriten, unter anderem auch wegen ihrer grandiosen und einzigartigen Art, jemand mit ihrem Tanz in den Bann zu ziehen. Allerdings ist sie ebenso eine herausragende Schauspielerin und beweist auch mit „Pukar“ ein weiteres mal, dass sie als Schauspielerin geboren wurde. Alle die denken, in „Dil to Pagal Hai“ sei sie deplaziert und sie passt nicht in die modernen Rollen und Tänzen, die sollten sich „Pukar“ wirklich mal zu Gemüte führen. Gleich im ersten Song beweist sie ein unglaubliches, tänzerisches Talent, das ich so noch nicht bei ihr gesehen habe. Ihre Charakterdarstellung war mindestens so gut und wieder einmal ein voller Erfolg für Madhuri.

    Wer mich allerdings hier am meisten überrascht hat, auch wenn es nur eine Nebendarstellung war, ist Om Puri. Oftmals und vor allem in den heutigen Filmen kennt man ihn nur in komödiantischen Rollen. Ungewohnt war deshalb hier die Rolle des ernsten und aufrichtigen Generals. Eine wirkliche Überraschung. Nicht nur, dass er diese Rolle gespielt hat, sondern auch, weil er sie verdammt gut rübergebracht hat. Normalerweise hat man, wenn man einen Schauspieler in Rollen gesehen hat, die das gleiche Genre vertreten, ein gewisses Bild von einem Schauspieler und kann ihn sich nicht in anderen Rollen vorstellen. Hier war es allerdings anders und gerade deshalb unheimlich überraschend und gut.

    Der Bösewicht, gespielt von Danny Denzongpa passte mindestens so gut. Riesige Augenbrauen und Glatze. Ein finsterer Blick und wir haben den perfekten Terroristen. Es war keine Glanzleistung, aber durchaus akzeptabel. Anders hingegen war die Darstellung der Pooja, die Namrata Shirodkar übernahm. Sie spielte ebenfalls nur eine kleine Rolle, aber selbst dieses kleine Stück machte sie einfach grauenvoll. Weder stimmte die Chemie mit Anil Kapoor, noch konnte die Frau anständig weinen. Bei ihr merkte man, dass sie noch in den Anfängen steht und noch einen langen Weg vor sich hat.

    Bei der Musik wurde ich ein klein wenig enttäuscht. Diesen Part übernahm A. R. Rahman und insgesamt gab es zwei gute Stücke in dem 3 Stunden langen Film. Ich hatte mehr erwartet, aber man gibt sich auch mit wenig zufrieden. Wie oben schon angeschnitten gefiel mir der erste Song, „Kay Sera Sera“, unglaublich gut. Nicht nur, weil Madhuri und der Tänzer (der absolut großartig tanzen konnte.. meine Güte, der hat mich wirklich überrascht) eine unglaubliche Performance hingelegt haben, sondern auch, weil der Song an Tiefe bewies. Tiefe bewies auch der Song, in dem Lata Mageshkar ihre Gastrolle hatte. Ein unglaublich schönes Stück namens „Ek Tu Hi Bharosa“. Ich mag es nun mal sehr, wenn Kinderstimmen im Chor wie aus dem Nichts in einem Lied auftauchen...

    In Fazit zu schaffen, ist schwer. Ich bin hin-. Und hergerissen, ob man den Film wirklich empfehlen kann, da es Stellen gab, die ich lieber vorgespult hätte. Allerdings kann ich im allgemeinen sagen, dass er unterhält und mindestens 2 gute Songs bietet. Zudem eine wunderbare Madhuri, einen mittelprächtigen Anil (dessen Brusthaare sogar mal zum Vorschein kommen) und einem annehmlichen Plot.

    Reviewed: 10. November 2006 by Saripyar

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