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Die Indien- und Bollywood-Topliste



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Review: Qayamat Se Qayamat Tak

    Unsere Bewertung für diese Seite
    Erscheinungsjahr: 1988
    Genre: Drama, Lovestory
    Regie: Mansoor Khan
    Drehbuch: Nasir Hussain
    Produktion: Nasir Hussain
    Musik: Anand Milind
    Darsteller: Aamir Khan, Juhi Chawla, Goga Kapoor, Dalip Tahil, Ravindra Kapoor, Alok Nath

    Länge: 162 Minuten





Filmsongs:


  • Ae Mere Humsafar – Udit Narayan, Alka Yagnik
  • Akele Hain To Kya Gum Hain – Alka Yagnik, Udit Narayan
  • Papa Kehte Hain – Udit Narayan
  • Papa Kehte The – Udit Narayan
  • Kahe Sataye Kahe Ko Rulaye – Alka Yagnik
  • Gazab Ka Hai Din


    Story:
    Ratan Singh (Arjun) schwängerte die Schwester von Dhanraj Singh (Dalip Tahil), wollte sie aber nicht zur Frau nehmen. Daraufhin begeht sie Selbstmord und Dhanraj tötet aus Rache Ratan Singh. Er wanderte ins Gefängnis und verbrachte dort 14 Jahre seines Lebens. Seither hassen sich die Familien und leben im Krieg.

    Als Dhanraj aus dem Gefängnis freikommt, ist sein Sohn Raj (Aamir Khan) ein erwachsener junger Mann. Raj trifft bei einem Ausflug auf die hübsche Rashmi (Juhi Chawla). Sie verbringen Zeit miteinander und verlieben sich. Doch Rashmi ist die Tochter des Bruders von Ratan Singh, Randhir Singh (Goga Kapoor). Rashmi und Raj versuchen alles, um zusammenbleiben zu können. Sie türmen von zu Hause, doch der Krieg zwischen den Familie geht weiter...


    Review:
    Aamir Khan machte sein Debüt als Schauspieler. Udit Narayan machte sein Debüt als Sänger. Mansoor Khan macht sein Debüt als Regisseur. Hört sich alles nicht sonderlich prickelnd an, was? Debütant über Debütant! Ob das wirklich was werden konnte? Natürlich konnte es. Und was es geworden ist. Ein absolut genialer Film, der in den 80ern in Bollywood beliebter war als vieles andere. Ein damaliges Muss und selbst heute noch zählt „Qayamat Se Qayamat Tak“ zum Pflichtprogramm eines jeden Bollywoodfans.

    Aamir Khan wollte damals eigentlich immer schon Regisseur werden, doch sein Cousin Mansoor Khan wollte nur ihn in der Hauptrolle für sein Debüt. Aamir entschied sich damals richtig, denn heute zählt er zu den drei großen Khans und zu meinen Favoriten, was die Schauspielerei betrifft. Die ersten zwei Debütanten sind genannt, nun folgt der dritte: Udit Narayan. Auch er brachte es später noch zu einem der ganz Großen. Hier leit er Aamir Khan seine Gesangstimme. Auch in späteren, sehr erfolgreichen Werken hört man ihn immer wieder. Unter anderem zählen „Devdas“, „Lagaan“ und „Dilwale Dulhania Le Jayenge“ dazu. Ebenso könnte man Juhi Chawla zu den Debütanten zählen, denn erst mit „Qayamat Se Qayamat Tak“ wird man aufmerksam und erkennt ihr Schauspieltalent.

    Aamir Khan und Juhi Chawla avancierten mit diesem Film zum beliebtesten Off-Screen Paar der 90er. Und das wohl verdient. Sie harmonieren hervorragend. Eine Glanzleistung, die man beiden hoch anrechnen sollte.

    Doch fangen wir Sachte an und steigern uns später in Lobpreisungen. Die Story ist für Bollywoodanhänger nichts neues, doch die Umsetzung macht es. „Qayamat Se Qayamat Tak“ war ein Auftakt zu den Romanzen in der Industrie. Er sorgte für etliche, folgende Liebesdramen in den 90ern, so zum Beispiel auch „Dilwale Dulhania Le Jayenge“. Doch anders als seine Nachzügler gab der Film ein gewagtes Ende her. Mansoor Khan kupferte bei Hollywoodfilmen ab, wie man es eigentlich immer schon von Bollywood gewohnt war. Doch anders als andere, übernahm er einen Part, der nicht typisch für einen Bollywoodfilm war. „Kopiert“ wurde ganz klar von Romeo und Julia. Welcher Teil nun aus letzterem Film in QSQT verwendet wurde, kann sich jeder denken. Trotz dessen, dass es eine recht typische Story war, ist sie gut umgesetzt worden und sorgt dafür, dass man mit Raj und Rashmi mitfühlt, mitleidet und mitweint. Die Geschichte der beiden bewegt, mitzufiebern und erscheint weder langweilig noch zu aufgesetzt.

    Debütant Aamir Khan war eine wirkliche Überraschung für mich. Zumal man ihn so jung nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. Er ist nicht sexy, das wird er wohl auch nie sein. Doch niedlich ist er allemal. Er spielt seinen Part recht gut, auch wenn man ihm teilweise anmerkt, dass es sein Debüt ist. Doch genau aus diesem Grund war es wohl auch nicht fatal, den ein oder anderen Kuss an Juhi zu verteilen. Ich würde sagen, sein Debüt ist ihm gelungen und wie es die folgenden Jahre beweisen, ist er en hervorragender Schauspieler. Ein Charakterschauspieler, der nicht gut aussehen braucht, um einen guten Film zu machen. Seine Ausstrahlung und sein Schauspiel reicht vollkommen aus. Mehr ist nicht von Nöten...

    Für Juhi Chawla gilt das gleiche. Ich mochte sie immer schon gern und ganz besonders neben Aamir Khan. Zurecht sind sie DAS Paar der 90er gewesen. Sie harmonieren hervorragend. Ein Traumpaar, wie man es sich in solch einem Film nur wünschen kann. Ich kann nur immer wieder betonen, wie schade ich es finde, dass die beiden nach 9 gemeinsamen Werken aufgehört haben, gemeinsam vor die Kamera zu treten.

    Dalip Tahil und Goga Kapoor waren hier die absolut perfekte Besetzung für die bösen Väter. Sie wirkten überzeugend, rachesüchtig und hasserfüllt. Sie haben ebenfalls einen großen Teil zum Gesamtfilm beigetragen und eine gute Leistung gebracht.

    Was mich ein wenig verdutzt hat, ist die Musik. Diese hat mir, für einen Film in diesen Jahren verdammt gut gefallen. Ganz besonders hat es mir der Song „Papa Kehte Hain“ angetan, der, wie soll es anders sein, von dem Debütanten Udit Narayan gesungen wurde. Doch auch die anderen Songs waren sehr gut, und durchaus passend. Liebesballaden wie „Akele Hain To Kya Gum Hain“ durften in solch einem Film natürlich nicht fehlen.

    Ich kann eigentlich nur noch eines sagen: Seht ihn euch an. Ich zähle „Qayamat Se Qayamat Tak“ schon fast zur „Pflichtlektüre“ eines jeden Bollywood- und ganz besonders Aamir-Juhi Fans. Sollte jemand jedoch eine Abneigung gegen die älteren Bollywoodwerke haben: Ihr wisst gar nicht, was ihr hier verpasst.

    Reviewed: 15. Oktober 2006 by Saripyar

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